FERNWANDERWEGE - FRIESENWEG
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Wandern auf dem "Friesenweg" - durchs Land der mystischen Steine
Als wären Riesen am Werk gewesen!
Staunend, fast ehrfürchtig steht der Betrachter vor den gewaltigen Großsteingräbern. Umgeben von bemoosten Buchen und knorrigen Eichen oder eingebettet in die urwüchsige Natur von Moor und Heide, haben die gewaltigen Felsmonumente nichts von ihrer mystischen Ausstrahlung verloren. Nirgendwo sonst in Deutschland tauchen diese frühzeitlichen Stätten in solcher Größe und Häufigkeit auf wie entlang der Wanderroute „Friesenweg“ zwischen Osnabrück und Papenburg im Emsland.
Die rund 188 km lange Strecke ist einer der jüngsten Wanderwege Deutschlands. Wer auf ihr den Spuren der steinzeitlichen Vorfahren folgt, wird zugleich von der landschaftlichen Vielfalt des Nordwestens überrascht sein. Denn die Route des „Friesenwegs“ vereinigt die Berge des Naturparks im Osnabrücker Land - Wiehengebirge und Ankumer Höhen - mit den Weiten der emsländischen Moore. Dazwischen führt der Weg z. B. zum reizvollen Nettetal und über die großen Heideflächen des „Gehn“ zum ausgedehnten Forst „Maiburg“, der für seine riesigen Findlinge bekannt ist.
Weißes F auf schwarzem Grund
Das Symbol des „Friesenwegs - ein weißes F auf schwarzem Grund - leitet später durch das einsame Hahnenmoor im Emsland und durch das idyllische Flusstal der Hase. Zu dessen Besonderheiten gehört ein großer Wacholderhain, wie er nicht häufig vorkommt. Hinter den Hügeln des waldreichen Hümmling erreicht der „Friesenweg“ die typische, von Kanälen durchzogene Moorlandschaft des nördlichen Emslandes.
Die Strecke, die keine anstrengenden Steigungen aufweist, eignet sich auch für weniger trainierte Wanderer. Ideal ist sie vor allem für diejenigen, die Natur und Kultur gleichermaßen genießen möchten. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten liegen am Wegesrand. Quasi aneinander gereiht ergeben sie eine reizvolle „Zeitenwanderung“ durch ein uraltes Siedlungsgebiet.
Zu den Großsteingräbern gesellen sich Fluchtburgen der Friesen und Sachsen, mittelalterliche Wehrkirchen und schmucke Niedersachenhöfe. Das Rathaus von Osnabrück, in dem 1648 der Westfälische Frieden verkündet wurde, die gotische Klosteranlage des Stifts Börstel und das barocke Jagdschloss Clemenswerth in Sögel sind Beispiele für bedeutende historische Bauwerke und architektonische Kleinode entlang des „Friesenwegs“.
Dessen Route führt aber auch zu den Tuchmachern in Bramsche oder den Kornbrennern der alten Hansestadt Haselünne. In Papenburg, einst größte Fehnkolonie in Deutschland und heute „Geburtsstätte“ für große Kreuzfahrtschiffe, vollzieht der Wanderer in nur wenigen Schritten den Sprung von der frühen Moorbewirtschaftung ins industrielle Zeitalter.
Wanderführer "Der Friesenweg"
Ausführliche Streckenbeschreibungen liefert der Wanderführer „Der Friesenweg“. Die handliche Broschüre enthält zu jeder Etappe eine detailliertes Kartenblatt. Man muss die Wanderung nicht selbst organisieren: Die Emsland-Touristik und der Tourismusverband Osnabrücker Land bieten haben ein attraktives Pauschalprogramm für den „Friesenweg“ aufgelegt. Die Tour dauert insgesamt zehn Tage: acht Wanderetappen plus An- und Abreise eingerechnet. Im Preis von € 359,- pro Person sind Übernachtungen, Frühstück, Gepäcktransfer und ein Exemplar des Wanderführers eingeschlossen. Wer mag, kann die Wegstrecke im Emsland (vier Etappen) auch separat buchen.
Buchungen und Informationen bei:
Emsland-Touristik, Meppen
Tel.: (05931) 44 22 66
Fax: (05931) 44 36 44
E-Mail: info(at)emsland-touristik.de
Webseite: www.emsland.com
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