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Urlaub im Frankenwald - die touristischen Zentren

Natürlich ist der Naturpark Frankenwald, Mittelgebirgslandschaft im Norden Bayerns, in aller erster Linie eine Naturlandschaft, in der sich die touristischen Ströme in der weiten Fläche gut verteilen. Dennoch gibt es drei "Magnete", die durch die Angebotsvielfalt bzw. eine deutliche Spezialisierung besonders viele Touristen anziehen: Bad Steben, Kronach und Kulmbach.

Bad Steben - das höchstgelegene Staatsbad in Bayern

Der Markt Bad Steben ist der einzige Kurort im Frankenwald, gleichzeitig das höchstgelegene Staatsbad in Bayern (600 m über NN). Seit 1832 verfügt Bad Steben mit dem Staatsbad über Kompetenz bei Prävention und Rehabilitation und ist prädikatisiertes Mineral- und Moorheilbad. Das föhnfreie Mittelgebirgsklima des Frankenwaldes, der 40 ha große Kurpark, die einzigartige Heilmittelkombination aus Radon, Kohlensäure und Naturmoor, dazu ein eigener Kurortforschungsverein – alles Stärken in dem Wettbewerb um den Kurgast bzw. gesundheitsbewußten Touristen. Nichtsdestoweniger musste auch Bad Steben im Zuge der Gesundheitsreform Einbußen bei den Übernachtungen von über 30% in Kauf nehmen. Daß sich Bad Steben stabilisieren konnte, ist einer deutlichen Steigerung der Aktivitäten bei den Produkten und der Vermarktung zu verdanken. Die Staatsbad GmbH – teilprivatisiert und hervorgegangen aus der ehemaligen Kurverwaltung – legt viel Wert auf den ganzheitlichen Ansatz des Gleichgewichts von Körper, Geist und Seele. Die physiotherapeutischen Anwendungen werden somit erweitert um hochwertige kulturelle Angebote – man denke z.B. an die Ausstellungen zeitgenössischer Künstler in dem Grafik Museum Stiftung Schreiner und an die Humboldt-Tage – oder auch fernöstliche Entspannungstechniken (Yoga, Reiki, Chi Gong) in dem eigenen Gesundheitszentrum. Events wie Ballonfestivals, 24-Stunden-Schwimmen oder gastronomische Veranstaltungen erhöhen die Attraktivität auch für die heimische Bevölkerung, deren gesteigertes Interesse an Bad Steben sich wiederum überregional auswirkt. Bad Steben verlässt sich nicht allein auf den Kurgast, sondern ist zunehmend bemüht, gesundheitsbewusste Touristen mit Gesundheits- und Aktiv-Angeboten anzuziehen.

 

Seit März 2001 verfügt Bad Steben über eine eigene Spielbank, und sollten die aktuellen Bohrungen nach Thermalwasser erfolgreich verlaufen, dürfte Bad Steben mit der Vielzahl an kompetenten Angeboten zu den Kurorten gehören, die dem Kurortsterben erfolgreich widerstehen. Dies wäre auch wichtig für den Frankenwald, denn mit gut 300.000 Übernachtungen im Jahr ist Bad Steben der mit Abstand wichtigste touristische Ort im Frankenwald.

Kronach - mittelalterliche Stadt mit fast tausendjähriger Geschichte

Einen ganz anderen Charakter als Bad Steben hat Kronach, mittelalterliche Stadt mit fast tausendjähriger Geschichte. Kronach liegt an der Kreuzung der B 173 und der B 85 (Bier- und Burgenstraße) als der wichtigsten den Frankenwald durchquerenden Trassen sowie an dem Zusammenfluß von Haßlach, Kronach und Rodach. Zentrum des gleichnamigen Landkreises, Industrie- und Wirtschaftspol u.a. mit dem Unternehmen LOEWE als dem bedeutendsten Arbeitgeber der Region, ist Kronach zugleich nach Ansicht vieler die schönste Stadt im Frankenwald. Die untere Stadt mit Geschäften und Dienstleistungseinrichtungen wird überlagert von der von einer Stadtmauer mit nur zwei Zufahrten umgebenen oberen Stadt, der Altstadt mit dem historischen Kern. Dort zeigt sich der pittoreske mittelalterliche Charakter am besten mit alten Bürgerhäusern z.T. aus Fachwerk, mit Brunnen, Türmen und Wehrgängen. Über allem thront erhaben die Festung Rosenberg, mit 23,6 ha die vermeintlich größte Festungsanlage Deutschlands. Im Jahr 1999 feierte die pentagon-artig errichtete Anlage ihr 750-jähriges Bestehen; in dieser Zeit wurde sie niemals eingenommen. Besonders sehenswert sind natürlich Burgfried, Wehranlagen und unterirdische Gänge, vor allem aber die Fränkische Galerie als Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums mit Werken u.a. von Tilman Riemenschneider, Veit Stoß und Lucas Cranach, dem berühmtesten Sohn der Stadt. Während des Kronacher Stadtspektakels verwandelt sich einmal im Jahr die gesamte obere Stadt für ein Wochenende in eine mittelalterliche Szenerie mit Händlern, Gauklern und Landsknechten. Der letzte Tag bildet auch den Auftakt zu den Faust-Festspielen Kronach, einem Freilichttheater auf der Festung Rosenberg, das den Besuchern Goethe auf volkstümliche und fast filmische Weise nahebringt. Unter den zahlreichen weiteren Festen und Veranstaltungen sei noch das Kronacher Freischießen erwähnt, das größte Volksfest Oberfrankens. Im Jahr 2002 wird Kronach die Landesgartenschau beherbergen, und in 2003 gilt es, das tausendjährige Bestehen der Stadt zu feiern.

Kulmbach - mehr als "Deutschlands heimliche Hauptstadt des Bieres"

Auch die Stadt Kulmbach, größte Stadt im Frankenwald und dessen südliches Eingangstor, wird von einer Burg überstrahlt: der Plassenburg, alter Merianerfeste mit dem Schönen Hof, einem der schönsten Renaissance-Innenhöfe Europas, und drei Museen, von denen das Deutsche Zinnfigurenmuseum mit dem größten Diorama der Welt vielleicht das bekannteste ist. Das Signet der Plassenburg war lange Zeichen der Kulmbacher Filmnacht eines deutschen Privatsenders und kennzeichnet damit die enormen Werbeaktivitäten der Stadt. Diese werden vielfach getragen von den Kulmbacher Brauereien, die sich zusammengeschlossen haben und den Ruf der Stadt als in puncto Bierausstoß pro Kopf der Bevölkerung "Deutschlands heimliche Hauptstadt des Bieres" begründen. Das Bayerische Brauereimuseum Kulmbach (u.a. mit eindrucksvoller Multivisions-Show) und das zehntägige Kulmbacher Bierfest unterstreichen die "Bierkompetenz". Was Veranstaltungen und Events betrifft, setzt Kulmbach im Frankenwald die deutlichsten Akzente. Die vergangene bayerische Landesausstellung "Bayern & Preußen" in 1999, die Internationalen Fototage, die alle zwei Jahre stattfindende Zinnfigurenbörse, Ausstellungen mit Künstlern wie Picasso und Dali, klassische Konzerte (beispielsweise von Montserrat Caballé) im Schönen Hof der Plassenburg, open-air-Veranstaltungen u.v.m. zogen und ziehen Touristen scharenweise an und setzen damit einen Kontrapunkt zu der Ruhe und Weite des Naturparks Frankenwald. Damit ist Kulmbach weit mehr als Bier und bietet die besten Unterhaltungsmöglichkeiten, falls im Frankenwald einmal das Wetter für Wandern oder Radfahren nicht ganz so gut sein sollte.

 

Alles zu Frankenwald finden Sie hier:

www.frankenwald-tourismus.de

 


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