FLUGSICHERHEIT

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Umfrage zur Flugsicherheit

Die unabhängige Informations- und Umfrageplattform sozioland widmete sich dem Thema Flugsicherheit in einer ausführlichen Umfrage, zu der von Anfang Juni bis Mitte Juli 2.800 Personen Ihre Meinung abgegeben haben.

 

Fliegen ist die sicherste Art der Fortbewegung. Dies belegen nicht nur Statistiken, sondern meinen auch 48% der Befragten. Darauf folgen laut den Umfrageergebnissen Zug (24%) und Auto (9%).

 

Wer auf dem gleichen Kontinent bleibt, braucht dagegen nicht zwingend in ein Flugzeug zu steigen. Bei Reisen über 100 Kilometern nutzen drei Viertel der Befragten ihr Auto.

 

Image ist alles Name und Image, sowie Zustand des Flugzeugs sind maßgeblicher Faktor für das Sicherheitsempfinden, sagen 70% der Befragten. Beruhigen also eher, als regelmäßige Kontrollen über den Gesamtzustand eines Flugzeuges. Drei Viertel der SchülerInnen und StudentenInnen achten dabei eher auf das Äußerliche der Maschine.

 

Den Geschäftsfliegern ist ein ansprechendes Image der Fluggesellschaft wichtig. Billigflieger kommen für diese Gruppe überhaupt nicht in Frage.

 

Hohe Sicherheit bei deutschen Fluggesellschaften Sehr sicher fühlen sich alle Gruppen der Befragten bei der Lufthansa (durchschnittlich 85%).

 

Gute Noten erhalten auch LTU, Germanwings und Air Berlin. Rund drei Viertel der Befragten haben bei diesen Gesellschaften keine Angst vor Unfällen oder ähnlich verheerenden Situationen. Westliche Fluggesellschaften wie Air France oder United Airlines liegen zwar hinter den deutschen, aber weit vor den asiatischen Airlines.

IranAir oder Singapore Airways sind einerseits nicht sehr bekannt, andererseits auch nicht sehr angesehen in puncto Sicherheit.


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Bei den Billigfliegern vermissen die meisten Befragten (über 60%) einen umfassenden Service.

 

Für ein Drittel der TeilnehmerInnen sind abgelegene Flughäfen ein weiteres geringes Ärgernis. Da jedoch bei den günstigeren Fluggesellschaften die Sicherheit keine Wünsche offen lässt, ist für mehr als die Hälfte der Befragten das Fliegen insgesamt attraktiver geworden.

 

Überraschung: Trotz der Terroranschläge vom 11.9.2001 glauben gerade einmal 10%, dass Fliegen in den letzten 5 Jahren unsicherer geworden ist. Das liegt nach Meinung von 54% der Befragten, an den Anstrengungen der Fluggesellschaften, die sich sehr um die Sicherheit an Bord bemühen. Ein Drittel hält dagegen und glaubt, dass ausgeweitete Kontrollen an den Flughäfen etwaigen Entführungsrisiken vorbeugen.

 

Technische Mindeststandards sowie eine einwandfreie Funktionstüchtigkeit setzen drei Viertel der Befragten bei jedem Flugzeug voraus. Den technischen Zustand eines Fliegers lesen 86% der Teilnehmer dabei am äußeren Erscheinungsbild, oder an der Sauberkeit im Inneren des Flugzeugs ab. Seltsamerweise stimmten 70% der Aussage nicht zu, man könne einem Flieger ansehen, ob er technisch in Ordnung ist.

 

Uneinig sind sich die Befragten, ob ein deutscher Wartungsbetrieb die Sicherheit verbessern würde. Bei 40% würde sich das Sicherheitsempfinden etwas erhöhen. Die Sitznachbarn sehen dadurch jedoch keine positive Veränderung. Beide wären aber bereit vielleicht einen Aufpreis zu zahlen, falls ein renommierter, d.h. international bekannter Wartungsbetrieb ihr Flugzeug betreuen würde. Generell gilt jedoch: "Sicherheit darf keine Frage des Preises sein!"

 

IranAir wird im deutschsprachigen Raum nur sehr selten genutzt. 80% der Befragten sind noch nie mit der nationalen Fluggesellschaft des Iran geflogen, den restlichen 19% ist diese Airline gänzlich unbekannt. Am häufigsten genutzt werden Lufthansa und LTU (75%), vermutlich auch in Richtung persischer Golf. Die deutschen Billigflieger, wie HLX oder Germanwings erfreuen sich eher seltener Popularität. Nur knapp ein Drittel der Befragten hat sich der Billigflieger als Transportmittel bedient.

 

Deutschland, das Fliegerland "Ich liebe Fliegen!", bekannte sich eine offensichtlich flugbegeisterte Teilnehmerin. Damit steht sie nicht alleine, denn zwei Drittel der Befragten fliegen mindestens einmal pro Jahr.

 

Die Hälfte aller TeilnehmerInnen entflieht urlaubsbedingt in ferne Länder. Ein Drittel der Geschäftsflieger ist sogar mehr als zehnmal im Jahr in der Luft zu Geschäftsterminen unterwegs. Flugangst ist ein Fremdwort in deutschen Gefilden. 70% haben keinerlei Furcht ein Flugzeug zu betreten. 25% hatten vor dem ersten Abheben etwas Angst, die sich aber schnell wieder gelegt hat.

 

Preisgünstige Flüge sind ein angenehmes Beiwerk zu einem billigen Urlaub, müssen jedoch nicht unbedingt sein. Campen in Holland - wer braucht da schon ein Flugzeug als Reisegefährt? Allerdings ist der Ablauf des Fluges häufig sehr entscheidend für den Urlaubsanfang, sagen 86%.

 

Sobald man im Flieger sitzt, stellt sich unweigerlich das "Jetzt-bin-ich-weg-vom-Stress-Gefühl" ein. Gerade wenn Urlaub und Flug per Pauschalreise gebucht werden, achten 70% sehr auf die Fluggesellschaft. Dies führt jedoch nicht so weit, dass die Passagiere für mehr Service Aufpreise bei Pauschalreisen zahlen würden. Dazu wären nur 40% der Befragten bereit. "Sprechen Sie Deutsch?"

 

Wer ein wildfremdes Land besucht, freut sich in erster Linie auf tolle Erlebnisse, die den Alltag vergessen machen. Weit ab von daheim können aber neben vielen schönen Eindrücken, auch negative Erinnerungen zurück bleiben.

 

Die höchsten Risiken beim Reisen sind: Diebstahl, Gepäckverlust, Unfall, Probleme mit Unterkunft und Veranstaltern. Womit die deutschen Urlauber am wenigsten Probleme haben, sind Sprachbarrieren. Das wird vermutlich so bleiben. Da 70 von 100 Urlaubern ihre Ferien im Ausland verbringen, und die Deutschen am meisten meckern, werden die Reiseveranstalter sicherlich weiterhin bemüht sein, es ihnen recht zu machen. (flost).


 
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