FKK-URLAUB IN OSTDEUTSCHLAND

Reisedauer: 7 - 10 Nächte
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      FKK in der DDR

      Mit FKK ging's in der DDR oft schon früh los

      Die DDR war ein kinderfreundliches Land - und viele ihrer Bürger wurden schon früh FKKler.

      Die FKK-Bewegung in der DDR wurde häufig als "unorganisierte Massenbewegung" bezeichnet. "Massenbewegung", weil rund 80% der DDR-Bürger FKK-Erfahrung hatten; "unorganisiert", weil sich FKK jenseits der staatlichen Massenorganisationen entwickelte, aber auch keine unabhängigen FKK-Vereine gegründet werden durften.

       

      Soziologen sprechen auch von "FKK als Lebensform der DDR-Familie". Viele Ostdeutsche wurden schon als Kleinkinder im Sinne der Naturisten und Nudisten sozialisiert. Nacktheit im Urlaub war vielen Familien "selbstverständlich". Die Strände an der Ostsee quollen förmlich von FKK-Freunden über. Auch im Inland tummelten sich die Naturisten, ob in der Gartenlaube oder - sobald nur Wasser vorhanden war - an Braunkohlenrestlöchern, ehemaligen Gasgruben und abgesoffenen Steinbrüchen. Wer FKK prinzipiell ablehnte, der galt eher als Außenseiter.

       

      Bei vielen "Wessis" stieß und stößt das natürliche Verhältnis der Ostdeutschen zur öffentlichen Nacktheit auf Verwunderung und oft auch Unverständnis. Umgekehrt befremdet den typischen "Ossi" die Ablehnung der Freikörperkultur seitens der Westdeutschen. Viele Ex-DDRler empfinden die westdeutschen FKK-Muffel als "distinguiert, zurückhaltend (und) geschminkt" - so die westdeutsche Erotik-Sendung "Wa(h)re Liebe".

      Gründe für den FKK-Hype

      Über die historischen Gründe der FKK-Popularität in der DDR wird bis heute kontrovers diskutiert. Auch bei dieser Diskussion gibt es einen Ost-West-Gegensatz.

       

      Viele westdeutsche Kommentatoren deuten die Nacktbade-Freiheit in der DDR* als einen "von der Obrigkeit gewährten Ausgleich" für Einschränkungen in anderen Bereichen - etwa bei der Reisefreiheit. Bleibt allerdings die Frage, warum gerade die Freikörperkultur diese Ersatzfunktion einnehmen konnte.

       

      Ostdeutsche Kommentatoren - aber auch vorurteilsfreie Beobachter aus dem Westen - verweisen auf den DDR-weit geringen Einfluss der katholischen Kirche und ihrer strengen Sexualmoral. Als FKK-begünstigend wird auch angesehen, dass die eher prüde US-Kultur nie eine größere Rolle spielen konnte. Der (trotz des West-Fernsehens) geringe Einfluss des westlichen "Fitness-, Schlankheits- und Schönheitswahns" soll ferner bewirkt haben, dass sich auch Menschen mit weniger perfekter Figur leicht taten, nackt in der Öffentlichkeit aufzutreten.

       

      Viele Ostdeutsche empfinden zudem "typische Wessis" als distanziert und sehr aufs Private orientiert. Solche Eigenschaften werden häufig auf die westdeutsche "Ellenbogen- und Konkurrenzgesellschaft" zurückgeführt und sollen sich nur schlecht mit dem offenen und vertrauensvollen Umgang vertragen, den typische Naturisten untereinander pflegen.

       

      Wie dem auch sei, heute befindet sich FKK in den neuen Bundesländern eher in der Defensive. Mit dem Einzug textilfreudigerer Urlauber aus dem Westen wurden viele Nacktbadeabschnitte an den Stränden der Ostsee verkleinert.

       

      * "Eine der wenigen Freiheiten im SED-Staat", heißt es oft.

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