URLAUB IN DER TÜRKEI - FETHIYE
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Fethiye - Urlaub für alle Geschmäcker
Traumhafte Strände, eine herrliche Naturlandschaft und jede Menge zu erleben - das verspricht ein Urlaub in Fethiye. Der Ferienort mit seinen 50 000 Einwohnern liegt an der lykischen Mittelmeerküste der Türkei und ist besonders bei Deutschen und Engländern sehr beliebt.
Im Landesinneren hinter der Küste erhebt sich das gewaltige Taurus-Gebirge und verleiht der Region einen ganz eigenen Ausdruck. So ist das Frühjahr (neben dem Sommer) die schönste Jahreszeit für einen Urlaub in diesem Winkel der Türkei: Die Berggipfel sind noch schneeverhangen und man kann sich an den bis dahin noch von den Massen verschonten, ruhigen Stränden entspannen.
Der Ort Fethiye verfügt selbst über keinen zum Baden geeigneten Strand. Dafür gibt es in der näheren Umgebung von Fethiye Bademöglichkeiten satt an Stränden, die keine Wünsche offen lassen. Deshalb ist es durchaus praktisch, für den Bade-Urlaub in Fethiye abzusteigen und von dort aus das vielfältige Angebot durch Ausflüge in die Umgebung zu erkunden.
Der Stadtkern von Fethiye wurde zwar ansehnlich saniert, von der ursprünglichen Altstadt ist aber leider nicht viel erhalten. Sie wurde zum großen Teil durch ein Erdbeben im Jahre 1957 zerstört. Wenige Überreste stehen noch am Hang über der alten Moschee "Eksi Cami". Hier gibt es noch die engen, verspielten Gässchen und die traditionellen Eckhäuser.
Lebendiges Treiben in Mitten einer bunten Farbenpracht belebt das Stadtzentrum. Hier findet täglich (außer sonntags) der Obst- und Gemüsemarkt mit einem Basar statt. Es gibt Gemüse und Früchte soweit das Auge reicht. Aber auch Souvenirs, Teppiche, Schmuck, Markenprodukte und -imitate werden an den Mann gebracht. Außerdem gibt es in Fethiye jeden Dienstag einen Bauernmarkt.
Wer sich im Urlaub mal so richtig verwöhnen lassen möchte, ist im türkischen Hammam bestens aufgehoben. Die Anlage ist circa 400 Jahre alt und bietet Mann und Frau Entspannung mit Massage zum günstigen Preis.
Geschichtliches zu Fethiye
In der Antike trug Fethiye den Namen Telmessos, erst in jüngerer Zeit erfolgte die Umbenennung nach dem abgestürzten Kampfpiloten Fethi Bey. Die Stadt Telmessos fand im fünften Jahrhundert vor Christus erste Erwähnung, im vierten Jahrhundert gehörte sie zum Einflussgebiet der Lyker. Auch zum Weltreich von Alexander dem Großen zählte Telmessos bis es im zweiten Jahrhundert an die Römer fiel. Da zu dieser Zeit Piraten ihr Unwesen in Fethiye trieben, hielt sich das Interesse der Römer an der Hafenstadt in Grenzen. Nach einigen arabischen Raubzügen im sechsten und siebten Jahrhundert wurde es still um die Stadt. Das änderte sich erst wieder mit dem Bau der Johanniterburg im 15. Jahrhundert, die später auch von Genuesen bewohnt wurde.
Für einen tollen Ausblick auf Fethiye lohnt sich der Aufstieg zur Burg. Von dort überblickt man Fethiyes Umgebung, die Küste und die Stadt selbst, die ansonsten nur wenige Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Ursache dafür war ein Erdbeben, das 1958 viele historische Bauwerke zerstörte, darunter auch ein Apollon-Tempel. Man kann jedoch noch einige Felsengräber und Sarkophage lykischen Ursprungs besichtigen. Fethiyes bekannteste Attraktion ist die Felswand im Süden des Ortes. Dort wurde eine Reihe von Tempel- und Hausgräbern in die steile Felswand gehauen. Das herausragendste ist das Amyntas-Grab aus dem vierten Jahrhundert vor Christus. Wer im Urlaub mehr über Fethiyes Geschichte erfahren möchte, sollte das kleine Stadtmuseum besuchen, in dem einige interessante Artefakte ausgestellt sind.
Fit im Urlaub
In der Atatürk Cad. 12 ist eine Zweigstelle des britischen European Diving Centres angesiedelt. Sie ist die älteste und bekannteste Tauchschule in Fethiye. Zu der Tauchbase gehört ein Laden mit Tauchzubehör aller Art. (www.diversdelight.com)
Neben Tauchgängen kann man sich im Urlaub auf eine Rafting- oder Kanutour begeben. Eine Reihe von Reisebüros bieten entsprechende Trips zum "Esen Cayi" und zum "Dalaman Cayi" an. Außerdem gibt es in Ferthiye einige Ställe mit Pferdeverleih; der nächste Ausritt ist also auf jeden Fall gesichert.
Wer im Urlaub gerne Wassersport betreibt, ist bei der Golden Wind Sport`s Company, wie der Name schon sagt - goldrichtig. Sie organisieren am Strand von Calis (etwas südlich von Ferthiye) Parasailing, Bananenboot und Wasserski. Es gibt auch einen Surfbrettverleih.
Gaumenfreuden in Ferthiye und "Urlaub bei Nacht"
Die meisten Restaurants bevölkern die Altstadt von Ferthiye. Preiswert sind hier vor allem die Lokale im Marktviertel. Wer aber im Urlaub nicht auf die Preise achten will, der sollte eines der Restaurants in Nähe der Uferpromenade probieren.
Ein besonderes Abenteuer verspricht das Restaurant Karacaören auf der Insel gleichen Namens. Wer dort speisen möchte, ruft vorher an; dann wird ein Boot zum Gemiler Strand geschickt um die Gäste abzuholen. Zu Essen gibt es, was gerade frisch eingetroffen ist; - also alles reine Hausmannskost. Ein Menu besteht zum Beispiel aus frischem Fisch mit frischem Salat, hausgemachtem Käse, Joghurt und Brot und dazu Honig aus dem umliegenden Gebirge. Nur der Wein stammt nicht von der hauseigenen Rebe.
Das Megvi Lokantasi in der Carsi Cad. (nicht das in der Altstadt) ist besonders unter Vegetariern sehr beliebt. Es gibt ein beträchtliches Angebot an hausgemachten Topfgerichten, einige davon auch fleischlos. Viel besucht sind auch die Restaurants Rafet 1 und Rafet 2.
Das Nachtleben ist in Fethiye etwas beschaulicher als in der Hochburg Bodrum. In der Altstadt gibt es eine Anzahl von Bars. Die meisten Lokale befindet sich im Viertel um das Hammam, so zum Beispiel auch die Diskotheken Bananas ("Techo"/"House") und Music Factory. Eine weitere Disko liegt im Jachthafen und trägt den dazu passenden Namen Marina. Täglich Live-Music bietet die Musicbar Yes.
Etwas orientalischer geht es in der Ottoman Bar (Karagözler Cad.)zu. Hier kann man im Rauche der Wasserpfeife einen gemütlichen, aber teuren Abend verleben oder in der Otontik Bar (Hammam Sokak) türkischer Musik lauschen.
Ausflüge im Golf von Fethiye
Besonders beliebt ist im Urlaub die 12-Insel-Tour (Oniki Adalar Tur). Von Fethiye aus geht es mit dem Boot zu sonst schlecht zugänglichen Badeplätzen. Angesteuert werden unter anderem die herrlichen Strände von Yassica Adasi, Gölcek und natürlich - ein absolutes Muss im Urlaub - die blaue Lagune von Ölü Deniz. Mehr zu Ölü Deniz....
Auch ein Ausflug zur Saklikent-Schlucht, die zwischen Fethiye und Patala am Fuße des Tausus-Gebirges liegt, lohnt sich. Auf einem Holzsteg kann man an dem Fluss entlang spazieren, der sich zwischen den Canyons schlängelt. Hier und da sind auch Holzstege mit Sitzecken befestigt, auf denen man sich im Schatten ausruhen und frische Forelle vom Grill genießen kann. Zur Abkühlung bietet es sich an, an den seichten Stellen des Flusses ein erfrischendes Fußbad zu nehmen.
Ein weiteres Highlight sind die Quellen von Gebeler. Das unterirdische Thermalbad lockt mit konstant 38 Grad Celius warmem, brodelndem Wasser. Es soll bei vielerlei Wehwehchen Abhilfe schafften.
Die antike Stadt Kadyanda liegt 27 Kilometer nordöstlich von Fethiye und circa 1000 Meter höher als die Stadt. Von hier oben hat man eine herrliche Aussicht über den Küstenstreifen. Die Ruinen von Kadyanda sind stark von Pflanzenbewuchs befallen. Geschichtlich ist über den Ort wenig bekannt, allerdings muss es eine größere Stadt gewesen sein. Zu sehen gibt es die Ruinen eines kleinen Tempels, Felsengräber, Teile der Stadtmauer und Überreste der Akropolis, der römischen Therme und des Theaters.
Die Geisterstadt Kayaköyü ist nicht unbedingt einen Besuch wert, auch wenn das Gelände zum Museum erklärt wurde und ein Eintrittsgeld verlangt wird. Die vorher dort lebenden Griechen wurden erst 1922 umgesiedelt. Und es ist doch sehr fraglich, ob ihre verfallenen Häuser den Preis wert sind.
Text: Ragah Kamel



