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Peter und Paul Festung
Die Stadtgründung begann mit dem Bau der Festung Peter und Paul.
Am 16. Mai 1703 (nach dem alten, 27. Mai 1703 nach dem neuen Kalender) begannen Zehntausende von Leibeigenen auf der Haseninsel Wälle aufzuschütten.
Der neugewonnene Zugang zur Ostsee und die am Reißbrett geplante Stadt, mussten geschützt werden. Aus dem ganzen Land wurden die Leibeigen nach St. Petersburg geschafft, um auf Befehl des Zaren, die Pläne Wirklichkeit werden zu lassen.
Obwohl die Festung militärisch nie zum Einsatz kam, forderte der Bau so viele Menschenleben wie ein Krieg. Hunger, Erschöpfung, Seuchen und die Kälte des Winters rafften mehr als 100.000 Arbeiter dahin. Nun hatte der Zar seine Festung, und was kann man Besseres daraus machen, als ein Gefängnis.
Einer der ersten Gefangenen, die hier eingesperrt wurden, war Zar Peters Sohn Alexander. Hier verschwanden die Gegner des Zarenregimes, warteten Todeskandidaten wie z. B. Lenins Bruder, auf ihre Hinrichtung.
Auch Dostojewski verbrachte einige Zeit in einer der Zellen, bevor er nach Sibirien deportiert wurde

Peter und Paul Kathedrale
Etwas seltsam ist das Verhältnis der Zaren zu der Festung. Obwohl ein Gefängnis, liegen hier die meisten der Zaren begraben. Es ist, als ob sie sich selbst als Leichnam nur in der Festung sicher fühlten.
Ihre Gräber sind in der Peter und Paul Kathedrale zu sehen. Die Kirche war das erste Gebäude aus Stein und ist heute noch das höchste Gebäude der Stadt. Auf der Kirchturmspitze, ganz ungewöhnlich für eine orthodoxe Kirche kein Zwiebelturm, steht eines der berühmtesten Symbole der Stadt: der Engel mit dem Kreuz.
Heute dient die Festung ganz friedlichen Zwecken. An schönen Tagen, ziehen die Petersburger zur Insel. Am schmalen Strand, an der Mauer angelehnt, genießen sie die Strahlen der noch schwachen Frühlingssonne.
Öffnungszeiten: 11.00 – 17.00 Uhr; Di. 11.00 – 16.00 Uhr;
Mi. und letzter Di. des Monats geschlossen.
Text: md Fotos: md

