URLAUB IN MAROKO - FES
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Fes ist die älteste der marokkanischen Königsstädte. Unter Idriss II. wurde Fes im Jahre 808 zum Mittelpunkt des Königreiches, danach zwei weitere Male unter den Meriniden im 13. Jahrhundert und unter Moulay Abdallah im 19. Jahrhundert.
Die zahlreichen Umschreibungen, die ihr im Laufe der Jahrhunderte zugedacht wurden, belegen die frühere und z. T. noch gegenwärtige Bedeutung der Königsstadt. Unter anderem bezeichnet man die Stadt als Perle der arabischen Welt, "imperialste" Stadt Marokkos, Spirituelles Zentrum des Landes, Hauptstadt des Kunsthandwerks. Das Rabat und nicht Fés die politische Hauptstadt Marokkos wurde, ist wohl nur den französischen Kolonialherren zu "verdanken", die der Stadt am Atlantik ob ihres luftigeren und kühleren Klimas den Vorzug gaben.
Urlaub in Fes
In der Altstadt (Fes el Bali) hat sich Fes seinen mittelalterlichen Charakter weitgehend bewahrt. Hier finden sich die schönsten Sehenswürdigkeiten wie die Medersa Bou Inania, die Moschee El Kairaouine und die wichtigsten Souks. Die zahllosen Kleinodien maurischer Baukunst faszinieren (nicht nur) Kunstkenner und besitzen einen so hohen Stellenwert, dass sie 1976 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden.
Ein Geheimtipp für Urlauber sind die zahlreichen Restaurants, die einfache, aber köstliche Gerichte anbieten.
Übrigens existieren in der Altstadt geschichtlich bedingt zwei vollkommen unterschiedliche Distrikte.
Im Jahre 813 ließen sich mehrere Hundert muslimische Familien, die durch christliche Armeen aus Andalusien vertrieben wurden, auf der Westseite des Wadi Fes nieder. Sieben Jahre später siedelten 300 verbannte Familien aus Kairouan (Tunesien) am anderen Ufer. Die Andalusier hatten zahlreiche zivilisatorische Errungenschaften im Gepäck, die auch ihren neuen Nachbarn einen gewaltigen Entwicklungsschub bescherten. Noch heute beeindruckt gerade das andalusische Viertel durch die Pracht und die Fülle seiner Architektur.
Auch noch besuchenswert:
Die Kirschgärten im Juni ... Die Stadtbewohner feiern die "Wiederkehr" der Kirschen. Eine Prozession führt zum Grab des Propheten Daniel. Im Anschluss an die Zerenomie gibt es viel Tanz und Gesang.
Die Friouato Höhle ... Nicht weit von Taza ragt die Friouato Höhle bis zu 180 Meter in die Tiefe hinab. Ein Treppenhaus führt in einen bemerkenswerten "Palast im Untergrund". Hier scheinen in Hallen und Galerien außerweltliche Gestalten herumzuspuken. In einen unterirdischen Märchenland führen Stalaktite und Stalagmite ein mineralisches Zauberspiel auf.

