REISEBERICHTE SPANIEN - DAS FEINSCHMECKERPARADIES ASTURIEN
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Tag 1: Erlebnis-Reise in Asturien
von Hans-Joachim Franzen
Das Unangenehme zuerst: Um nach Asturien zu kommen, muss man immer noch (Stand: Frühjahr 2006) entweder lange mit dem Auto fahren oder mit dem Flieger einmal umsteigen.
Wir entschieden uns für das Flugzeug. Morgens früh ab Düsseldorf: Schade, der Flieger blieb am Boden, irgendwann, etwa zwei Stunden später, waren wir in der Luft, landeten schließlich in Madrid, der Anschlussflug war weg und so betraten wir erst am späten Nachmittag asturischen Boden.
Zwischenbemerkung:
- Der „Vorteil“ der längeren Anreise: Asturien ist noch ein echter Geheimtipp. Auch im Hochsommer trifft man nur auf wenige Mitteleuropäer. Spanier, vor allem aus Madrid, lieben Asturien im Sommer. Für sie ist Asturien wegen die gemäßigteren Temperaturen und erfrischenden Regenschauer eine echte Sommerfrische und Wohltat. Erholung pur für Menschen, die Monate lang Hitze ertragen müssen, aber auch für alle Urlauber, die im Urlaub auch mittags aktiv sein möchten und keine Lust haben, tagsüber vor der Hitze zu flüchten.
- Auch für einen Feinschmeckerurlaub ist Asturien ideal. Der jungen Garde innovativer, gut ausgebildeter Köche stehen sowohl mediterrane als auch asturische Produkte zur Verfügung.
Neben Meeresfrüchten aller Art sind unzählige, teilweise einmalige Käse- und Wurstsorten, Sidra und einheimische Gemüse- und Kohlarten für Asturien typisch.
Beispiele: Fabada, Pote Asturiano oder asturischer Meeresfrüchtesalat.
Zurück zum Asturienreise: Nach einem ruhigen Flug über das kantabrische Gebirge - Bären haben wir leider nicht gesehen - landeten wir auf dem Flughafen von Oviedo und fuhren direkt weiter zur Küste, zu einem der schönsten Orte an der Küste Asturiens: Cudillero, ein absolutes Muss für jeden Urlauber, auch für einen Feinschmeckerurlaub. Spitzenrestaurants wie das La Casona de Pio locken nicht nur mit kreativ zubereiteten Gerichten, sondern auch mit einer entsprechender Weinkarte.
Ein Vergnügen ist ein Spaziergang durch den Ort mit seinen einmalig in die Felshänge gebauten, bunten und mit kleinen Gärten ausgestatteten Häuschen. Wer den Weg etwas oberhalb wählt und in Richtung offenes Meer spaziert kommt zum Leuchtfeuer mit seinem herrlichen Blick über das „Piratenstädtchen“ und die wilde Küstenlandschaft.
Nach dem einstündigen Spaziergang erfrischten wir uns in einer Sidreria am Hafen und genossen ein Glas Cidra, die Apfelweinspezialität aus Asturien. Sidra ist ein erfrischender Apfelwein, die bei keinem Essen fehlen darf. Während des Einschenkens zieht der Kellner die Flasche hoch über seinen Kopf, während er das Glas sehr tief hält. So wird der Apfelwein mit ausreichend Sauerstoff versetzt, wodurch das Bukett erst richtig zur Geltung kommt. Die Gläser werden übrigens niemals ausgetrunken, der letzte Schluck wird zum Ausspülen des Glases verwandt.
Danach ging es zum Hotel La Casona de San Andrés in San Andrés bei Tineo. Es ist für einen Feinschmeckerurlaub, wegen seiner gekonnt zubereiteten, traditionellen asturischen Gerichte, gut geeignet.
Das Hotel liegt malerisch, etwas versteckt in den Bergen Asturiens, in einer Landschaft in der schon die alten Kelten tonnenweise Gold in den Bergen geschürft haben. Eine Landschaft die zum Wandern, Mountainbiken oder Reiten - geführte Reittouren (!) - einlädt, eine Landschaft in der es noch zahlreiche Zeugnisse historischer und prähistorischer Zeiten gibt. Weitere Infos www.sanandreshotel.com









