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Fastenwandern - "Schlankheits-Touren" und mehr

Auf Wandertour gehen und dabei fasten? Zunächst scheint das eine ziemlich komische Idee zu sein. Gehören nicht eine zünftige Brotzeit, ein deftiges Abendessen und ein kräftiger Schluck einfach zum Wandern dazu? Als Wegzehrung oder als "Belohnung" für die zurück gelegten Kilometer? Ist es nicht sogar gefährlich, bei erhöhter körperlicher Anstrengung wenig oder gar nichts zu essen?

Nun, erfahrene Fastenwanderer jedenfalls schwören auf die Kombination: Sinnliches Naturerlebnis und besinnliches Körpererlebnis. Für sie bedeutet Fastenwandern ein Innehalten in der Hektik des Alltagslebens und dem "Immer-Mehr" unserer Konsumgesellschaft. Plötzlich werden Sinne und Bewusstsein neu sensibilisiert: Für die uns umgebende Natur und unsere Stellung in ihr. Für unseren Körper und die elementare Bedeutung von Essen und Trinken.

Fastenwandern ist gesund

Bewußt und wohl dosiert betrieben ist Fastenwandern sogar äußerst gesundheitsfördernd. Während Wandern bekanntlich den Folgen von Bewegungsmangel vorbeugt und den Kreislauf anregt, wirkt Fasten nach Ansicht vieler Ärzte "entschlackend" und "entgiftend". Die Selbstheilungskräfte des Körpers werden mobilisiert. Und nicht zuletzt: Fettpölsterchen werden beim Fastenwandern von reduzierter Kalorienzufuhr und erhöhtem Kalorienverbrauch regelrecht in die Zange genommen.
Dabei heißt "Fasten" meist nicht, völlig auf die Nahrungsaufnahme zu verzichten. Das Fasten nach Dr. Buchinger etwa erlaubt, neben Wasser auch Säfte, Kräutertee und Gemüsebrühe zu sich zu nehmen. Andere bewährte Alternativen sind das Früchte- und das Molkefasten. Sie alle reduzieren eventuelle Risiken des Fastens und verstärken seine gesundheitsfördernden Wirkungen.

Es spricht also vieles dafür, das Fastenwandern einmal auszuprobieren. Jedoch ist tatsächlich etwas Vorsicht geboten. Neulinge sollten nur in einer Gruppe (mit erfahrenen Fastenwanderern) und im Anwesenheit fachkundiger Fastenleiter mit leerem Magen auf Wandertour gehen. Der Zuspruch der Wandergruppe kann anfängliche Verunsicherungen des unerfahrenen Fastenwanderers auffangen und seinen Willen durchzuhalten bestärken. Dies ist umso  wichtiger, als viele Neulinge anfänglich von "Fastenkrisen" heimgesucht werden. Die äußern sich in Kopfschmerzen, stärkerer Übelkeit, leichtem Schwindel oder schlechter Laune. Ein Fastenleiter ist in der Lage, leichte Beschwerden von ernsthafteren, die zum Abbruch führen, zu unterscheiden. Homöopathische Mittel und Kneipp'sche Güsse sind hilfreich, aus dem Lot gebrachte Kreislaufprozesse sanft zu korrigieren, damit einem sorgenfreien Fastenwandern nichts mehr im Wege steht.

Jo-Jo-Effekte vermeiden

Nachhaltige Gewichtsreduzierung ist allerdings auch beim Fastenwandern nur möglich, wenn sich an den zeitweiligen Verzicht eine Änderung der Essgewohnheiten anschließt. Der bekannte Jo-Jo-Effekt! Das Fasten bietet allerdings gute Voraussetzungen für nachhaltiges Abnehmen. Nach längeren Fasten werden normale Speisen als zu salzig, süß oder fettig empfunden. Außerdem stellt sich beim Essen viel früher ein Sättigungsgefühl ein.

Fastenwandern kann man übrigens grundsätzlich überall - ob im Schwarzwald, in Südtirol oder auf der Urlaubsinsel Kreta. Für besonders Verwegene wird sogar Fastenwandern im Sinai (Ägypten) angeboten.

 

Tipps:

Kur- und Gesundheitsreisen, auch zum Thema Fasten im Urlaub.

Fastenwandern im Schwarzwald.


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