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Essaouira - Radeln statt Reiten

Beduinenzelt am Strand unweit des Hotels

Beduinenzelt am Strand unweit des Hotels

Am nächsten Tag war eigentlich Reiten angesagt, aber es fiel aus: Schade. Um die Zeit sinnvoll zu nutzen, fuhr ich mit einem Mountainbike kreuz und quer über das Hotelgelände, entlang des Golfplatzes und des übrigen Areals des Mogador Projekt. Zwischendurch gönnte ich mir eine kleine Pause am Strand. Ich gab das Rad kurzzeitig einem Hotelangestellten, der am Rande des Hotelgeländes Stellung hielt und machte einen kleinen Spaziergang und genoss den Blick über den breiten Sandstrand, die Dünen, das Meer und die unter Naturschutz stehende Insel Mogador, die aus dem Dunst herausragte.

Linker Hand machten mich einige dunkle Stellen neugierig, die von weiten wie Treibgut aussahen. Als ich sie erreichte, sah ich einige flache Felsformationen vor mir, die durch Wind, Sand und Meer recht skurril ausgewaschen waren. Ich entdeckte auf den niedrigen Felsen Muscheln und Meeresschnecken, die auch an der niederländischen Küste zu finden sind.

Cooperative Feminine Tilila d´Huile a`Argane - Frauen bei der Arganölherstellung

Cooperative Feminine Tilila d´Huile a`Argane - Frauen bei der Arganölherstellung

Für Brandungsangler ist der Felsbereich wahrscheinlich spannend, für Schwimmer und Surfer allerdings sicherlich nicht ungefährlich.

Arganöl - Frauenkooperative und Umweltschutz

Gegen Mittag fuhren wieder ein ins Landesinnere. Unser Ziel war die Arganöl-Frauenkooperative "Cooperative Feminine Tilila d´Huile d`Argane". Hier erlebten wir, wie die Frauen in mühseliger Handarbeit aus den Nüssen des Arganbaums das hochwertige Bioöl gewinnen.

Die Arbeit ermöglicht es den Frauen und Mädchen der Umgebung ihr eigenes Geld zu verdienen und macht außerdem den Anbau der Arganbäume wirtschaftlich.

Die Bäume sind von großem Nutzen, um Wüstenbildung in der Region zu verhindern. Aus dem Grund werden die Kooperativen auch von verschiedenen Entwicklungshilfeorganisationen und der Europäischen Gemeinschaft unterstützt.

Fischstand am Hafen

Fischstand am Hafen

In Anschluss an das Essen fuhren wir zurück in die Stadt und gingen wir in die Medina, vorbei an Fischern, die ihren Fang auf den Felsen säuberten.

Unser Ziel war die Synagoge von Essaouira. In vergangenen Jahrhunderten lebten in Essaouira teilweise mehr Juden als Araber, aber nachdem der Hafen der Stadt verlandete, verkauften die meisten ihre Häuser und zogen ins 360 Kilometer entfernte Casablanca, der neuen aufstrebenden Metropole an der marokkanischen Atlantikküste.

Die Synagoge ist ein einfaches Haus, das im zweiten Stock den eigentlichen Gebetsraum enthielt, ein Raum, der die Größe zwei Zimmern in einem normalen deutschen Wohnhaus hatte. Da die Gemeinde aus besagten Gründen arg zusammengeschrumpft ist, es leben nur noch zehn jüdische Familien in der Stadt, reicht der Gebetsraum von der Größe her aus.

Dorade Royale im Hôtel Heure Bleue Palais

Dorade Royale im Hôtel Heure Bleue Palais

Langsam ging es zurück zu den belebten Einkaufsstraßen, schließlich wollten wir ein wenig shoppen gehen. Es war auch heute angenehm sich durch die Straßen treiben zu lassen und die Gerüche, Geräusche und Farben der Medina in sich auf zu nehmen und ein wenig zu handeln, schließlich wollte jeder von uns eine Kleinigkeit mit nach Hause nehmen.

Hôtel Heure Bleue Palais

Als es dunkel wurde, fanden wir uns zum Essen im Hôtel Heure Bleue Palais ein, einem Hotel, das immerhin zur Relais et Château Gruppe gehört und in uns gewisse Erwartungen weckte…, aber wir wurden nicht enttäuscht. Das Ambiente war edel-distinguiert, der Service geschult und das Essen übertraf unsere Erwartungen sogar.

Als Vorspeise gab es eine Feuerwerk von Gemüse-und Salatvariationen, orientalisch farbenfroh und phantasievoll präsentiert und auch der Gaumen hatte seine Freude an der Kreationen in der alle Geschmacksrichtungen zum Tragen kamen.

Der Hauptgang kam da schon fast klassisch daher, eine sehr große Dorade Royale im Salzmantel gegart: sehr lecker, saftig und aromatisch. Nach dem langen Tag war die große Fischportion nicht verkehrt. Als Dessert wurden uns Variationen von Schokolade, Nüssen und Früchten serviert: Der krönende Abschluss des Abends.



Urlaub in Marokko - Teil 5: Marrakesch - Luxus und Alltagsleben ...

 

Zu unserer Bildergalerie Essaouira und Marrakesch


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