REISEBERICHT: AKTIVURLAUB IN ASTURIEN
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Tag 3: Von Dudelsackspielern, Rennfahrern, Schnee und Gourmetmenüs
Nach dem Frühstück besichtigten wir die Dudelsack Werkstatt eines der bekanntsten Dudelsackspieler Nordspaniens, Vincente Prado, und lernten dabei die Geheimnisse des Dudelsackbaus kennen.
In Asturien sind in den Escuolas de Gaita, Musikschulen mit Dudelsackunterricht, zehntausende Sackpfeifenschüler registriert. Der Dudelsack oder Sackpfeife wie der korrrekte deutsche Ausdruck ist, wurde wahrscheinlich von den Thrakern erfunden und ist seit vielen Jahrhunderten Asturiens Nationalinstrument.
Danach machten wir uns auf den Weg zur Cartbahn Soto de Dueñas, dort wo der Formel I Weltmeister Fernando Alonso einst als Jugendlicher eifrigst trainierte.
Fernando Alonso trafen wir zwar nicht an, dafür aber den - nach spanischen Expertenmeinungen - ebenso talentierten und furchtlosen 18jährigen Rennfahrer Javier Villa Garcia, der zur Zeit mit einem 650 PS starken Boliden in der Formel GP2 fährt. Die Serie GP2 wird im Rahmenprogramm der Formel 1-Grand Prix ausgetragen und erleichtert den Aufstieg in die Königsklasse.
Nachdem wir selber einige Runden gedreht hatten und Javier Villa Garcia staunend zuschauten, der - spaßeshalber – mit einem 50 PS Cart einige Runden drehte, machten wir uns auf in die Berge Picos de Europa.
Unser Ziel war die Region rund um die Bergseen Lago Enol und Lago Ercina. Obwohl es schon März war, lag der Schnee noch meterhoch.
Der Kontrast zum - wenige Kilometer entfernten - grünen Asturien war faszinierend. Die baum- und strauchlose Hochgebirgsatmosphäre, die schneeweiße, so "unspanische" Landschaft und die Schneeberge am Straßenrand waren beeindruckend.
Leider sorgten zwischenzeitlich sehr starke Windböen - zeitweise wurde man fast umgeweht -, dafür, dass die geplante Wanderung sehr kurz ausfiel und wir uns wieder auf den Weg Richtung Küste machten.
Dort erwartete uns ein gekonnt zubereitetes Menü in einem der besten Restaurants Asturiens, im Restaurante Casa Marcial in Arrionadas. Wir bestellten ein Fünfgangmenü mit Fabada, dem asturischen Bohneneintopf, als Hauptgang. Vorneweg gab es u.a asturische Käsekroketten und Entenstopfleber mit Apfelkompott, als Dessert Zitroneneis auf Pistaziencreme und Moccaschaum mit weißer Schokolade.
Die Atmosphäre im Restaurant wurde noch durch eine kleine Feier eines anscheinend guten Geschäftsabschlusses aufgepeppt. Die beiden einheimischen Geschäftsleute versuchten sich gegenseitig zu übertrumpfen, es wurde bestellt was die Speise- und Getränkekarte hergab und zum Schluss wollte beide unbedingt bezahlen: amüsant.
Insgesamt war das Restaurante Casa Marcial sehr gut besucht, trotz der abgelegenen Lage. Ein Zeichen dafür, welche Hochschätzung gute Küche in Asturien hat.
Den Nachmittag verbrachten wir im Museo del Jurásico de Asturias, einem Dinosauriermuseum mit einmaligen Exonaten. Dieses Museum ist nicht ohne Grund an dieser Stelle der asturischen Küste errichtet worden, denn nur wenige Kilometer entfernt wurden zahlreiche Fossilien und sogar Fußspuren der urweltlichen Riesen gefunden.
Internet-Adresse: www.museojurasicoasturias.com










