Urlaub-im-web.de

Bilderauswahl

Widukindstadt Enger - Sockel des ehemaligen Wittekind-Denkmals

Vom alten Wittekind-Denkmal auf dem Engeraner Kirchplatz steht heute nur noch der Sockel. Das im Jahre 1903 eingeweihte "Wittekind- und Kriegerdenkmal" zeigte Widukind als Krieger mit Flügelhelm, Lanze, Schild und Rüstung. Der Blick des sächsischen Herzogs war gegen Südwesten, d. h. gegen den "Erbfeind" Frankreich gerichtet. Geschaffen wurde die martialische Widukind-Figur von dem in Eikum (einem Stadtteil von Herford) geborenen Künstler Heinrich Wefing. Wefing stand fest in der Tradition der von kämpferischer Theatralik geprägten "patriotischen" Denkmalkultur wilhelminischer Zeit. Die Sockelinschrift lautete: "Den tapferen Stammesgenossen des ruhmvollen Herzogs Wittekind, welche im Kampf für König und Vaterland den Heldentod starben". Auf der Rückseite wurden die Namen von Engeraner Bürgern eingemeißelt, die in den Kriegen von 1866 und 1870/71 als Soldaten gefallen waren. Die Namen sind auf dem Sockel bis heute zu lesen. Wefing war auch der Schöpfer des ursprünglichen Wittekind-Brunnendenkmals in Herford und des Widukind-Taufreliefs in der Engeraner Stiftskirche. 1942 fiel das Engeraner Wittekind-Denkmal dem Materialhunger der NS-Kriegsindustrie zum Opfer ("Metallspende"). Im Engeraner Widukind-Museum ist eine kleine Nachbildung der Denkmalsfigur ausgestellt. Mehr über Widukind ...


Leerer Sockel, ehemaliges Widukinddenkmal, Enger

ANZEIGE