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Der 4. Tag: Das „achte Weltwunder“, das monumentale Bauwerk El Escorial

El Escorial

El Escorial

Unsere Reise geht langsam dem Ende zu und wir machen uns auf zu einem der monumentalsten Bauwerke in der Umgebung von Madrid, dem Escorial.

Diese Klosterresidenz, ca. 50 km von Madrid entfernt, wurde von König Philipp II. im 16. Jh. errichtet. Alles an ihm ist grandios: sein gewaltiger Grundriss von 207 x 162 m, das Baumaterial ganz aus Granit, die monumentale Gesamtanlage, die Terrassen und Innenhöfe, die Gemäldesammlung und die Bibliothek mit über 130.000 Bänden. Stolz nennen ihn die Spanier auch das „8. Weltwunder“.

König Philipp II. bevorzugte einen schlichten, ja kargen Lebensstil. So sind die königlichen Gemächer erstaunliche einfach gehalten. Im Gegensatz dazu steht die große, kunstvoll verzierte Kirche. Die königliche Gruft, die erst nach dem Tode Philipps II. gebaut wurde, enthält dessen Gebeine und die von Karl V. und weiterer spanischen Fürsten. Besonders beeindruckt hat uns die umfangreiche Gemäldesammlung mit den wichtigsten Werken des Malers Hieronymus Bosch sowie die umfangreiche Bibliothek mit alten, gedruckten Büchern und wertvollen Handschriften. Die beeindruckende Gesamtanlage wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Castillo de Manzanares

Castillo de Manzanares

Weiter geht es über Manzanares El Real, wo uns der befestigte Palast der Mendozas, eine der am besten erhaltenen Burgen in der autonomen Region Madrid erwartet. Die Anlage besteht aus einem rechteckigen Innenhof und zwei Galerien auf achteckigen Säulen. Das Hauptgebäude mit den großen Bogenfenstern hat vier mit Kugeln geschmückte Türme an den Außenecken im isabellinischen Stil. Eine wirklich grandiose Burganlage!

Auf der Rückfahrt nach Madrid passieren wir Colmenar Viejo und bummeln durch das Städtchen mit den vielen Bauten aus der Zeit der Renaissance und Gotik. Hier befindet sich auch eine der berühmtesten Stierkampfarenen.

In Madrid angekommen, checken wir im zentral gelegenen Hotel Las Meninas ein und brechen auch gleich zu einer geführten Besichtigung der Altstadt auf.

Kokotxa in black olive tempura à la Paco

Kokotxa in black olive tempura à la Paco

Als Ausgangspunkt wählen wir die Puerta del Sol: südlich dieses Platzes liegt der Stadtteil Lavapiés, der ursprünglichste Teil Madrids, im Osten über die Calle Mayor zum Königspalast Palacio Real, im Norden die Straßen zum Shopping und im westlich die behäbigen Stadtviertel des Bürgertums. Um die Puerta del Sol reihen sich die Sehenswürdigkeiten wie Perlen an einer Kette auf: die Academia de San Fernando, die Plaza de Isabel II und Oriente, der Palacio Real mit seinen Palastgärten sowie die Klöster Descalzas und Encarnacíon.

 

Wir schlendern weiter zum großen, zentralen Plaza Mayor, seit über vierhundert Jahren das Zentrum des gesellschaftlichen Lebens. Durch das Stadttor Arco de Cuchilleros erreichen wir gut erhaltene Reste des ältesten Teils von Madrid. Hier befindet sich einer der beliebtesten Treffpunkte von Touristen, Einheimischen und Studenten, die die typischen Kneipen und Restaurants bevölkern. Bis in die späte Nacht hinein ist hier mächtig viel los.

Jetzt heißt es aber das Sakko bzw. das „kleine Schwarze“ anziehen, denn der kulinarische Höhepunkt der Reise wartet: Ein Abendessen beim berühmten Sternekoch Paco Roncero, dem „Erfinder“ der Molekularküche, der 2005 mit dem Preis als „Bester Koch der Zukunft“ ausgezeichnet wurde.

In den eleganten Räumen des Casino de Madrid nehmen wir ein „Menú Degustación“ zu uns, das aus acht Vorspeisen, sechs Hauptgerichten, einem Dessert und vier Gebäcksorten (alles in Miniportionen) besteht – vorwiegend „molekular“ zubereitet. Molekular, d.h., die verwendeten Zutaten werden in ihre Texturen „zerlegt“ und neu in ungewohnter Form und überraschendem Geschmack wieder zusammengesetzt. Bei unserem Dessert bedeutet dies, dass z.B. kochendheißer Haselnussschaum in 170 Grad kalten Stickstoff getaucht wird und mit eiskalter Kruste und heißem Kern serviert wird. Eine wahre Köstlichkeit. Beschreiben können wir sie kaum, man muss dies einfach gesehen und probiert haben!

 

5.Tag: Alcalá de Henares...


Tor zum Weinkeller

Tor zum Weinkeller

Buitrago de Lozoya
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Kirche in Horcajuelo
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400 Jahre alte Bienenstöcke
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Parador in Acala
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