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Ein Besuch in Düsseldorf: Urlaub vom Alltag

Düsseldorf, der Kögraben trennt die Königsallee in zwei Hälften

Düsseldorf hat dem (Kurz-) Urlauber mehr zu bieten als die längste Theke der Welt. Mit Leichtigkeit hält die Metropole am Rhein mit anderen großen Städten wie Hamburg, Berlin oder München mit. Düsseldorf vereint Altstadt, Lebensfreude und ein abwechslungsreiches Kulturprogramm; und zwar immer mit einer Extra-Prise Chic - vom Kö-Publikum bis zur Architektur im Medienhafen.

 

Und auch für sportliche Aktivitäten ist Düsseldorf ideal. Unter anderem lieben es die Skater oder Radfahrer, weitgehend ungestört vom Autoverkehr, am Rhein ihrem Sport nachzugehen. - Dem - preisgekröntem - Uferpromenadenumbau mit der  Untertunnelung der Rheinuferstraße, sei Dank.

 

Die Rheinmetropole ist Hauptstadt des Landes Nordrhein-Westfalen und hat mittlerweile etwa 570.000 Einwohner. Erstmals 1135 urkundlich erwähnt, verlieh der Landesherr Graf Adolf V vom Berg 1288 dem kleinen Dörfchen an der Düssel nach der großen Schlacht von Worringen die Stadtrechte.

 

Düsseldorf: Der Rheinturm

Von nun an wuchs die Stadt zusehends. Sie gewann an zeitgenössischer Architektur; viele Schlösser, Kirchen und das guterhaltene Rathaus im niederrheinischen Renaissancestil stammen aus jener Zeit. Besonders unter der Regentschaft des Kurfürsten Johann Wilhelm II - im Volksmund liebevoll Jan Wellem genannt - erfuhr das mittelalterliche Städtchen einen enormen wirtschaftlichen wie kulturellen Aufschwung.

 

Eigentlich setzt sich dieser Trend bis heute fort, ob Wirtschaft, Kultur oder Stadtbild - es tut sich was in der kompakten Metropole am imposanten Rhein. Immer mehr Touristen strömen jedes an den behäbigen Strom, und eine ihrer ersten Stationen ist meist Düsseldorfs Prachtboulevard Königsallee, der schicken Einkaufsmeile mit Europa-Ruf. Mittig durch einen Wassergraben geteilt erinnert sie unwillkürlichen an das fürstliche Ambiente längst vergangener Zeiten. Ja, es weht schon eine Brise von Sehen-und-gesehen-werden durch die Allee, wenn man die Highsociety auf- und ab-promenieren sieht, zu der selbst die schmucken Hündchen zu zählen sind. Man selbst erhascht einen neugierig bis aufgeregten Blick in die großen Schaufenster der Haute-Couture.

 

Der Rhein bei Hochwasser

Von hier aus empfiehlt sich ein gemütlicher Spaziergang durch den beeindruckenden historischen Stadtkern, die berühmte Altstadt. Der Weg führt vorbei am Titonenbrunnen, dem Wahrzeichen der Königsallee, und am gegenüberliegenden alten Kaufhofgebäude im Jugendstil, das zu den ersten Warenhäusern Deutschlands zählte.

 

Überquert man die Heinrich-Heine-Allee ist man fast angelangt, an der „längsten Theke der Welt“. Von nun an gibt es an schier jeder Ecke was zum Probieren, Verweilen, Staunen... Auf der Hunsrückenstraße etwa fällt gleich Sankt Andreas ins Auge, die schönste Barockkirche am Niederrhein. Unbedingt einen Besuch verdient auch die Neanderkirche, die für Religionsfreiheit steht, weil Kurfürst Jan Wellem sie seinen Untertanen gewährte.

 

Gleich gegenüber befindet sich das Geburtshaus des großen Heinrich Heine, dem berühmten Sohn der Stadt, der durch sein Loreleylied Weltruhm erlangte.

 

Rathaus, Jan Wellem.

Besonders um 11, 13, 15, 18, 21 Uhr lohnt sich ein Abstecher in die Schneider-Wibbel-Gasse: Spanische Delikatessen schmücken links und rechts das kleine malerische Sträßchen und verbreiten einen anziehenden Paella-und-Gambas Duft. Am Ende der Gasse öffnet sich regelmäßig ein Fenster und eine Holzfigur des alten Schneidermeister Wibbel erscheint, und es erklingt dazu eine Musik. Von hier aus geht es über die Flingerstraße, der Einkaufsmeile für junge Leute, und am Uerige vorbei - eines der bekanntesten Düsseldorfer Brauhäuser, das in den Sommermonaten bis auf die Straße hin eine volkstümliche Atmosphäre umgibt. Eine Straße weiter sieht man schon das Rathaus, dessen barocker Backsteinbau mit den Renaissancegiebeln architektonisch ein Juwel darstellt.

 

Der ganze alte Marktplatz, an dem es steht, ist nähere Betrachtung wert; mittendrin erhebt sich das imposante Reiterstandbild des Kurfürsten Jan Wellem: Es gilt als das bedeutendste nördlich der Alpen. Der Markt ist aber schon lange nicht mehr hier, sondern am nahegelegen Carlsplatz, der aber einen mindestens ebenso ursprünglichen Flair verleiht. Der Rathausplatz ist nunmehr ein Schauplatz für talentierte Straßenmusiker und hin und wieder auch für andere Veranstaltungen mit großem Publikum. Zur Weihnachtszeit ist hier zudem ein reizendes Nikolausmärktchen, das jährlich viele Besucher anlockt.

Die weltberühmten Gehry-Bauten am Düsseldorfer Medienhafen.

Jetzt ist man nicht mehr weit vom Rhein, dem Burgplatz und der Rheinpromenade. Der Burgplatz wird dominiert vom Schlossturm, einem Überrest des alten Düsseldorfer Schlosses aus dem 13. Jahrhundert, das aber 1872 einem Brand zum Opfer fiel und nie wieder neu aufgebaut wurde. Hinter dem Schlossturm erblickt man die Düsseldorfer Stadtkirche St. Lambertus mit ihrem schiefen Kirchturm, die von 1288-1394 gebaut wurde. Sie beherbergt die Reliquien des Heiligen Apolinaris, dem Schutzpatron der Stadt. Hier unter den Platanen mündet das kleine Flüsschen Düssel in den Rhein, dem bedeutendsten Strom Europas. Seit Anfang der 90er Jahre hat sich an dessen Ufer eine schicke Promenade entwickelt, mit unzähligen verschiedenen Cafés für alt und jung.

Die Düsseldorfer Altstadt

Die Rheinuferpromenade lädt zum Flanieren ein

Nirgendwo sonst in der Stadt, fühlt man sich so sehr an seinen letzten Urlaub erinnert wie hier. Aus den Café ertönen brasilianische Rhythmen oder Straßenmusikanten erfreuen die Gemüter vieler Menschen, die oft auch nur kurz hierher an den Rhein gekommen sind, um diesen einmaligen „Südsee-Flair“ in der Rheinmetropole zu erleben. Hinzu kommt der wunderbare Ausblick, den man von hieraus genießt.

 

Rheinaufwärts schweift der Blick bis zum Landtag am Medienhafen, in dessen Hintergrund das moderne Gebäude des Westdeutschen Rundfunks zu sehen ist und der Fernmeldeturm, zwischen 1979 und 1982 erbaut, der heute mit 234m Höhe Düsseldorfs höchstes Gebäude ist. Ganz oben befindet sich das beliebte Drehrestaurant, von dem aus man genüsslich auf die gesamte Stadt herabblicken kann. Daneben sieht man die Gehry-Bauten, die herausragenden Schöpfungen, die mittlerweile zu den modernsten Wahrzeichen der Stadt geworden sind. Gegenüber der Promenade hingegen, schmücken die Jugendstilfassaden des noblen Stadtteils Oberkassel jenseits des Rheins die Aussicht.

 

Schadowstraßenfest

Wendet man sich wieder vom Rhein ab und dem alten Stadtkern zu, gelangt man, vorbei am Film- und am Hetjensmuseum, in die Karlstadt, dem exquisiten Galerien-, Antiquitäten-, und Künstlerviertel. Die Zeit scheint hier wirklich stehen geblieben zu sein. Man fühlt hier inmitten eines nahezu unveränderten Stadtkerns, zwischen Heinrich-Heine-Institut und dem Wohnort Robert und Clara Schumanns, sichtlich den Flair jener Tage des 18. und 19. Jahrhunderts.

Düsseldorf ist eine beeindruckende Mischung aus Kultur und Geschichte, mit seinen unzähligen Theatern, Kunstsammlungen, Konzerten sowie Tradition und Volkstümlichkeit, mit seinen Cafés, Pubs und nicht zuletzt mit seinen großen Karnevalsumzügen, die jährlich Hunderttausende auf die Straßen locken. Jung und Alt finden hier zusammen und finden bei dem riesigen Angebot garantiert Gelegenheit sich zu amüsieren.

von Sainab Sandra Omar

Eine Empfehlung aus dem Düsseldorfer Norden: Kieferorthopädin in Düsseldorf-Kaiserswerth Frau Dr.Hüsson


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