REISEBERICHT FRANKREICH - DORDOGNE
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Dordogne - Wochenmarkt im malerischen Brantôme
Morgens früh verstauten unser Zelt im Auto, parkten an der Rezeption und gingen zu Fuß zur Stadt, die nur einen Kilometer entfernt liegt.
Jeden Freitag findet in Brantôme an der Dronne ein überregional bekannter Wochenmarkt statt. Der Markt war einer der Gründe, warum wir uns das recht unbekannte Brantôme als Zwischenetappe ausgesucht hatten. Die Sonne schien, aber es war nicht zu warm, ideales Wetter für einen Wochenmarktbesuch. Da es noch früh am Tag war, herrschte zwischen den Ständen noch kein großes Gedränge.
Der Markt von Brantôme ist ein Gedicht. Eine schönere Umgebung kam man sich kaum vorstellen, um französische Produkte einzukaufen, ob frische Früchte, Obst, Gemüse, Pilze, Rindfleisch, Geflügel, Foi Gras, Rillettes, Fische und vieles mehr: Ein Paradies für jeden Hobbykoch und Gourmet.
Wir schlenderten über den Markt, machten Fotos von der Moulin de Abbye, einer alten Mühle, in dem heute ein Feinschmeckerrestaurant untergebracht ist und stöberten in einem Antiquitätengeschäft. Nach einer kleinen Kaffeepause in einer der anliegenden Bars ging es langsam den Weg zurück zum Auto. Die Stadt hatte sich noch mehr mit einheimischen Marktbesuchern und Touristen gefüllt und an den Ufern der Dronne machten Kajakverleiher gute Geschäfte.
Bergerac
Anschließend ging es weiter in Richtung Süden. An der Stadt Bergerac konnten wir nicht vorbeifahren, was wir nicht bereuten. Der Ort mit seinen 27.000 Einwohnern liegt malerisch oberhalb der Dordogne. (Die Dordogne bildet übrigens zusammen mit der Garonne kurz vor der Stadt Bordeaux den Mündungstrichter der Gironde.) Wir schlenderten bergab bis zum Fluss, ich kaufte mir noch einige Flaschen Wein und eine kleine Flasche La Vieille Prune (im Holzfass gereifter Pflaumenschnaps) und dann ging es weiter in Richtung Süden.Kanal de Garonne
Am Kanal de Garonne legten später noch einmal eine Pause ein und aßen etwas Obst und Baguette. Dabei beobachteten wir die Schiffe auf dem Kanal, Wassersportler und die Kajakfahrer der Wassersportschule, die sich nur wenige Meter entfernt befand.
Der Kanal de Garonne ist ein mehr als 150 Jahre alter Kanal, zu flach und schmal für die moderne Binnenschifffahrt und so wird das knapp 200 Kilometer lange Bauwerke heute meist von Kanuten und Hausbootfahrern genutzt.
Die alten Uferwege zwischen Bordeaux und Toulouse, auf denen früher Pferde Lastschiffe ziehen mussten, sind noch gut erhalten und werden heute gerne von Radwandern genutzt.
Langsam machte sich der Einfluss der nahen Pyrenäen bemerkbar, die Landschaft wurde bergiger, so dass es auch auf der Straße streckenweise mächtig bergauf und bergab ging. Abends hatten wir Probleme einen Campingplatz zu finden, irrten auf den Hügeln von Jurancon herum, aber westlich von Pau hatten wir Glück und stießen auf ein Campingplatz-Hinweisschild, dem wir gerne folgten.
Die Rezeption hatte eigentlich bereits geschlossen, aber es fand sich ein Klingelknopf. Nach dem Klingeln erschien eine Dame, wir erledigten die Formalitäten und bekamen einen Platz zugewiesen.
Der Campingplatz Le Terrier lag nett in einem Wald, die sanitären Einrichtungen waren in Ordnung, alles ging friedlich zu. Unser Zelt hatten wir schnell aufgebaut und ebenso schnell war ein Abendessen zubereitet und ein Glas Wein eingeschenkt. Es war warm und trocken, ideales Campingwetter.
Der Campingplatz Le Terrier liegt am Gave de Pau, einem wilden Vorgebirgsfluss, der von Wildwasserkajakfahrern aus ganz Europa geschätzt wird. Nett waren einfache, aber effektive Trimm-Dich-Geräte, die jedem Besucher unentgeltlich zur Verfügung standen.
Fahrt durch das südliche Aquitaine: Pau in Département Pyrénées-Atlantiques ...




