KARIBIK - URLAUB IN DER DOMINIKANISCHEN REPUBLIK
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Urlaub im Südwesten der Dominikanischen Republik – zwischen Bergen, Wüste und Küste
Wer die Urlaubermassen in den Touristenhochburgen der Dominikanischen Republik scheut, der sollte seinen Urlaub im Südwesten des Landes verbringen. Westlich der Hauptstadt Santo Domingo kann man fern von All-Inclusive-Hotels und Massentourismus Urlaub machen und dabei die Gastfreundschaft der Dominikaner und die einzigartige Natur genießen. Am besten lässt sich die abwechslungsreiche Landschaft des dominikanischen Südwestens bei einer Rundfahrt mit dem Mietwagen entdecken.
Fährt man von Santo Domingo aus gen Westen passiert man nach zwei Stunden trockene Wüstenlandschaften, die nur von Kakteen und Büschen bewachsen sind. Auch lange, palmenbestandene Sandstrände sind hier in der Unterzahl. Dies ändert sich jedoch, sobald man die Ausläufer der Sierra de Boruco erreicht. Üppige grüne Wälder ziehen sich an ihren Hängen hoch, an der Küste laden Kieselstrände zum Verweilen und Baden ein.
Wer sich für Geschichte interessiert, ist im Südwesten der Dominikanischen Republik genau richtig. Hier, nahe der Grenze zu Haiti, kann man im Urlaub nicht nur Spuren der blutigen Kämpfe zwischen Haitianern und Dominikanern entdecken, sondern findet auch überall stumme Zeugen der Kämpfe zwischen Spaniern und den Taíno-Indianern, die seit Ende des 16. Jahrhunderts ausgestorben sind. So gibt es Statuen, die an den Taíno-Anführer Enriquillo erinnern oder kleine Kultstätten wie bei San Juan de la Maguana. In der Stadt San Cristóbal erblickte der Diktator Rafael Leónidas Trujillo y Molina das Licht der Welt. Nachdem er zunächst Karriere als Kleinkrimineller machte, putschte er sich 1930 mit Hilfe der Guardia Nacional an die Macht, die er für 30 Jahre behielt. In dieser Zeit ließ er in San Cristóbal zahlreiche Prachtbauten errichten, die die Stadt wie eine Miniatur der Hauptstadt Santo Domingo wirken lassen.
Deutlich sehenswerter als San Cristóbal selbst ist jedoch die Umgebung der Stadt. Bei Caoba befinden sich in der Reserva Antropológica de las Cuevas de Borbón 40 Höhlen mit etwa 5.000 prähistorischen Felszeichnungen, die die Taínos hier hinterließen. Mit entsprechender Ausrüstung kann man die Höhlen besichtigen. Westlich von San Cristóbal locken die Küstenorte Palenque, Baní, Las Salinas und Monte Río zum Badeurlaub.
Die Stadt Barahona verfügt sogar über einen eigenen internationalen Flughafen und einige Luxushotels. Abgesehen davon ist Barahona aber noch weit davon entfernt, ein Ziel des Massentourismus zu werden. Vielmehr gilt die idyllische Provinzstadt als das Tor zur unberührten Natur der Halbinsel Pedernales. Geprägt wird diese von der grün bewaldeten Sierra de Baoruco, ihren geschwungenen Sandstränden und der beeindruckenden Tierwelt. Die lässt sich am besten bei einer Wanderung durch die Nationalparks Jaragua und Siera de Baoruco erkunden. Möchte man seltene Schildkröten sehen, lohnt sich ein Besuch der Inseln Beata und Alto Velo. Immer mehr Urlauber besuchen auch den riesigen Salzsee Lago Enriquillo, wo man auf der Insel Cabritos Krokodile, Leguane und Felsmalereien bewundern kann.
Daniela Hesse

