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Kai Leuner - "Schüsse auf die Staatsanwältin". Rezension
Ein russischer Unterweltboss muss überstürzt aus Litauen fliehen und nistet sich mitsamt seinem treuen Adlatus und drei Leibwächtern in der sächsischen Metropole Dresden ein.
Nachdem er sich akklimatisiert hat, fängt er an auch hier an, seinen Geschäften nachzugehen, und beherrscht im Laufe weniger Jahre die Dresdener Unterwelt. Wie sich denken lässt, mit sehr rigiden Methoden. Dies bleibt auch Polizei und Staatsanwaltschaft nicht verborgen, aber sie können ihm nie etwas nachweisen.
Das ändert sich, nachdem sich der Staatsanwaltschaft ein Kronzeuge zur Verfügung stellt, der aus gutem Grund unverzüglich ins Zeugenschutzprogramm der sächsischen Landesregierung aufgenommen wird.
Bei Prozessbeginn überschlagen sich die Ereignisse, die attraktive Staatsanwaltin wird vom Mafiaboss ebenso mit Mord bedroht wie der Kronzeuge. In der Prozesspause wird der Mafiosi gewaltsam befreit, was zwei Beamten das Leben kostet. Ganz Dresden wird auf den Kopf gestellt, aber der Gesuchte bleibt unsichtbar, wie sich herausstellt auch aufgrund einer undichten Stelle in der Justiz.
Der Autor Kai Leuner gibt mit diesem Krimi sein Debüt. Das Buch ist zweifellos spannend und lesenswert. Wer rasante Handlungen mag - gewürzt mit viel Blut und mit Sex garniert -, liegt mit "Schüsse auf die Staatsanwältin" richtig. Allerdings sind die Charaktere eher farblos und das Finale wirkt etwas konstruiert.
