URLAUB IN DER TÜRKEI - DALYAN
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Dalyan - naturnaher Urlaub ohne Massentourismus
Dalyan gehört zu den attraktivsten Ferienorten an der Lykischen Küste. Der Dalyan Fluss, an dem das Städtchen liegt, verbindet den wunderschönen Köyceğiz-Gölü (See) über das Dalyan-Delta mit der türkischen Ägäis. Hier, am Meer, wartet der ebenfalls schöne Iztuzu-Strand auf Urlauber.
Wie viele Touristenzentren an oder nahe der türkischen Küste war auch Dalyan einst ein kleines Dorf, das von Fischfang und Landwirtschaft lebte. Im Falle Dalyans dauerte diese Zeit bis in die 1980er Jahre hinein.
Gegründet wurde Dalyan im 19. Jahrhundert. Am Hafen befindet sich eine Moschee, die in der Gründungszeit gebaut wurde. "Dalyan" heißt ins Deutsche übersetzt "Fischreuse". Einige alte, aus dem 19. Jahrhundert stammende Exemplare dieser Fischfanggeräte sind bis heute im Dalyan-Fluss verankert. Von Dalyan-Liebhabern wird das Ferienziel als "freundliches Städtchen" berschrieben; nichtsdestotrotz läßt die touristsiche Infrastruktur heute wenig zu wünschen übrig. Zahlreiche hübsche Unterbringungen, recht preiswerte Restaurants und Bars, Teegärten, ein Wochenmarkt, Souvenirläden und nicht zuletzt eine große "Flotte" von Ausflugsbooten warten auf Gäste bzw. Kunden.
Touristischen Interessen völlig untergeordnet ist Dalyan indessen nicht: Ende der 1980er Jahre konnten Umweltschützer am Strand von Iztuzu die Umsetzung eines größeren Hotelprojektes verhindern, das wichtige Laichplätze der "Unechten Karettschildkröte" bedroht hätte. Der Fall ging damals durch die internationale Presse.
Zu den wichtigsten Zielen der Ausflugsboote zählen neben dem Köyceğiz-See und dem Iztuzu-Strand die antike Stadt Kaunos sowie diverse Thermen. Übrigens existiert heute in Dalyan eine größere Kolonie deutscher und britischer Rentner.
Dalyan - ein Dorf unter Naturschutz
Die ökologische Gegebenheiten der Umgebung kann man gut bei einer Bootsfahrt durch das Delta des Dalyan-Flusses erkunden. Der Dalyan-Fluss ist ein natürlicher Kanal, dessen alter Name Calbis lautet und der den Köyceğiz-See mit der Meeresküste verbindet und u. a. durch das Sumpfgebiet Sulungur führt.
Auf der Fahrt begleitet einen vor allem eines: ausgesprochen stark mit Schilf bewachsene Ufer. Für die örtliche Ökologie hat das allgegenwärtige Schilf eine Vielzahl von wichtigen Funktionen: Es reinigt das Wasser, fungiert als Erosionsschutz und bietet nicht zuletzt zahlreichen Wasservögeln einen Laichplatz bzw. generell einen Lebensraum. Der Mensch hat darauf natürlich Rücksicht zu nehmen, und so ist der Dalyan-Fluss für Boote mit einer Länge von über 12 Metern gesperrt. Zudem dürfen die Boote nur sehr langsam fahren (max. 5 km/h).
Neben einer Fahrt auf dem Dalyan-Fluss gehört eine Besichtigung der Ruinen von Kaunos zum touristischen Pflichtprogramm.
Kaunos - die antike Stadt der Karier
Das antike Kaunos, das an der karischen Grenze zu Lykien lag, hatte seine Blütezeit im 4. Jahrhundert v. u. Z. Die heutigen Ruinen befinden sich rund zwei Kilometer von Dalyan entfernt am gegenüberliegenden Ufer des Dalyan-Flusses. Sehenswert sind in der Ruinenstadt vor allem die Akropolis, das Amphittheater und die Felsengräber. Wer die 152 Meter hohe Akropolis besteigt, hat übrigens einen beeindruckenden Blick auf das Mündungsdelta des Dalyan-Flusses und bis hinauf zum Köyceğiz See.
Der Köycegiz See unweit von Dalyan
Der Köyceğiz See ist auch ökologisch ein Faszinosum, denn der Wasser(zu)strom vollzieht sich gezeitenabhängig in zwei Richtungen: Zum einen vom See ins Meer, zum anderen vom Meer in den See. Fische finden Dank dieser Wasserzirkulation hervorragende Laichbedingungen vor.
Das populärste Ausflugsziel am See sind die am westlichen Ufer gelegenen Schlammbäder von Horozlar Köyü. Hier kann man sich nach Herzenslust im warmen Schwefelschlamm wälzen. Natürlich werden dem Schlamm zahlreiche heilende und regenerierende Eingeschaften nachgesagt. Abgesehen davon, macht es auf jeden Fall Spaß, sich von Kopf bis Fuß mit dem "Heilschlamm" zu beschmieren. Kein Wunder also, das gerade Kinder die "Mud Bath" gerne besuchen.



