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Wirbelsturm über Hondarribia

Wirbelsturm auf der spanischen Seite

Wirbelsturm auf der spanischen Seite. Fotos: Hans-Joachim Franzen

Am Freitag schauten wir uns vormittags die Boote und Schiffe im Hafen von Hendaye an und stöberten im Lagerverkauf der Firma Tribord.

Außerdem buchte ich eine Angeltour für den folgenden Tag. Danach lockte uns der Strand zum Sonnenbaden und das Meer mit einer schönen Brandung. Nachmittags verdunkelte sich der Himmel nach Westen hin bedrohlich und wir beobachteten einen kleinen Wirbelsturm in Hondarribia auf der spanischen Seite des Grenzflusses Bidasoa. An unserem Strand passierte nicht viel, nur dass der Wind zeitweise etwas auffrischte. Nach knapp einer Stunde präsentierte sich der Himmel allerdings schon wieder weitgehend wolkenlos.

An der Küste des Aquitaine können jederzeit starke, sturmartige Böen auftreten, wie wir vor Jahren im etwas weiter nördlich liegenden Hossegor beobachten konnten. Wenn plötzlich viele Einheimische ihre Sachen packen und vom Strand verschwinden, ist es ratsam, es ihnen nachzutun. Es kann zwar nicht wirklich etwas Schlimmes passieren, aber der Aufenthalt am Strand ist nicht mehr wirklich angenehm, schon weil nach den Sturmböen alle Klamotten voller Sand sind. Außerdem kann auch in die Augen Sand gelangen und das muss nun wirklich nicht sein.

 

Raus aufs Meer - von einer Angeltour

Ein kleiner Drachenkopf hat gebissen

Ein kleiner Drachenkopf hat gebissen

Am Samstag war ich gegen 7.15 Uhr am Hafen. Ich war extra früh gekommen, um mir in Ruhe einen gebührenfreien Parkplatz suchen zu können. Dann marschierte ich zum Kai, von wo aus das Angelschiff "Hendayais II" um 7.45 Uhr in See stechen wollte. Es ging auch pünktlich los, raus aus dem Hafen und rauf auf den Fluss und schließlich aufs Meer hinaus.

Außerhalb des Hafenbereichs ließ die Besatzung zwei Schleppruten aus, um eventuell interessierte Bonitos und anderen Raubfische an den Haken zu bekommen. Und tatsächlich biss nach einer Weile ein etwa 50-60 Zentimeter langer Fisch an, der sich aber nach einer Minute wieder vom Haken lösen konnte.

Es herrschte am Anfang der Tour etwas Seegang, aber niemand wurde seekrank, was vielleicht an der Bauweise des kleinen Schiffes und an dem niedrigen Deck lag.

An der ersten Angelstelle angelangt, stellte der Kapitän den Motor ab und der Angelguide erklärte die Handhabung des Leihgeräts und die Angeltechnik.

Die Ausbeute: Drachenköpfe, Franzosendorsche...

Die Ausbeute: Drachenköpfe, Franzosendorsche...

Dies vermute ich zumindest, verstanden habe ich nichts. Ich hatte meine eigene Angel dabei und fing an zu angeln. Um zum Grund in vierzig Meter Wassertiefe zu gelangen, mussten wir 200 Gramm-Bleie einsetzen. Als Köder verwendeten wir kleine Tintenfischstücke. Wenn an einer Stelle keine Fische mehr an die Haken gingen, fuhren wir ein Stück weiter.

Nach drei Stunden ging es zurück. Es war ein kurzweiliges Angeln gewesen, ich hatte acht kleinere Fische gefangen, womit ich zufrieden sein konnte, schließlich hatte keiner mehr gefangen und richtig große Fische hätten mit den kleinen Angelhaken gar nicht gefangen werden können.

Nach der Angeltour ging es zurück auf den Campingplatz, schließlich mussten die Fische geschuppt, ausgenommen und gekühlt werden. Anschließend kochte ich eine Gemüsebrühe, in die ich dann die Fische zum Garen hineinlegte. Sie schmeckten hervorragend. Vor allem die kleinen Drachenköpfe hatten sehr festes und aromatisches Fleisch.

Nachmittags fuhren wir mit dem Bus nochmals in den Ort, um am Strand entlang zu wandern und etwas zu schwimmen.


 
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