REISEBERICHT FRANKREICH - COTE BASQUE
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Ein ausgesprochen ruhiger Tag
Der Mittwoch war ein ausgesprochen fauler Tag: Ausschlafen, Duschen, Baguette kaufen, Kaffee kochen - wir hatten unsere Kaffeepads-Maschine mitgenommen - und in Ruhe lesen. Zwischendurch ein Schluck Kaffee, etwas Baguette, mehr braucht es nicht zum Glück.
Auch ein Miniausflug an die Küste stand auf dem Programm. Brombeeren pflücken war angesagt und zehn Minuten zur Nachbarbucht gehen, um zu sehen, ob sich bei auflaufendem Wasser etwas tut, d.h. ob einheimische Angler Fische gefangen haben. Was aber nicht der Fall war.
Nachmittags ging es zum Pool des Campingplatzes, im Wasser etwas abkühlen und dann weiterlesen und abends schauten wir uns das Animationsprogramm des Campingplatzes an und tranken dabei ein Glas Wein.
Itxassou und Espelette in den Pyrenäen
Am Donnerstag ging es in die Berge, zuerst ein kleines Stück Autobahn und dann über immer schmalere und kurvigere Straßen. Das Ziel der Fahrt war eine halbe Autostunde entfernt und hieß Itxassou.
Laut einer Übersicht der Märkte der Region sollte hier ein Wochenmarkt stattfinden. Und so war es auch. Allerdings waren wir doch überrascht, wie klein der Markt war: ein Fisch- und Meeresfrüchtewagen, einer mit Fleisch und Wurst, einer mit Obst, Gemüse und Kräutern, ein Ziegenkäsestand, einer mit Hartkäse, einmal frische und gebratene Hühner und Foi Gras.
Außerdem wurden Tassen, Tücher und ähnliches verkauft: Das war es. Trotzdem, es war ein netter kleiner Markt, vor allem weil die Produkte von örtlichen Erzeugern stammten. Die bergige Landschaft rund um Itxassou präsentierte sich Üppiggrün und zudem war es angenehm warm.
Am Rande von Itxassou stießen wir auf ein nettes Café/Restaurant mit baskischem Cidre, Honig, selbstgebackenen Kuchen und kleinen Gerichten. Hier tranken wir Kaffee, aßen ein Stück Kuchen, genossen den Blick über die baskische Pyrenäenlandschaft und schauten uns anschließend eine kleine Fotoausstellung in einigen Nebenräumen an.
Danach ging die Fahrt weiter, ganz ohne Navi nur nach Gefühl und Hinweisschildern. So kamen wir zufällig auch an Espelette vorbei. Ein gut gefüllter Busparkplatz und jede Menge geparkter PKWs aus ganz Frankreich machten uns neugierig und animierten zum Parken, obgleich ich doch etwas skeptisch war. Aber es war netter als vermutet, obgleich schon ein gewisser Rummel herrschte.
Piment d'Espelette - AOC-Paprikapulver
Alles stand im Zeichen des Paprikapulvers, schließlich ist der Paprika aus der Region mit dem Prädikat A.O.C. (Appellation d’Origine Contrôlée) geadelt, was sich natürlich im Preis niederschlägt.
Ein 45 Gramm Gläschen des Paprikas kostet 4,50 €, außerhalb des Ortes 5,50 oder 6,50 und in Deutschland bis zu 10,50 €. Aber er ist seinen Preis wert. Zum Testen wird das Paprikapulver in ein Probierglas (eine Art Sherryglas) geschüttet. Dann kann man die Farbe und den Geruch sehr gut prüfen. Zum Schmecken nimmt man eine kleine Menge Pulver mit Hilfe eines Plastikstabes, wie man sie vom Kaffee-Umrühren kennt, in den Mund.
Wer oft selber kocht, der kann auch größere Mengen in Beuteln kaufen, dann wird es etwas billiger. Wir hatten uns bereits in Itxassou zu einem guten Preis eingedeckt.
Das Piment d'Espelette darf in zehn Dörfern produziert werden, es sind Aïnhoa, Cambo-les-Bains, Espelette, Halsou, Itxassou, Jatxou, Larressore, Saint-Pée-sur-Nivelle, Souraïde und Ustaritz.
Der Bummel durch die Straßen von Espelette mit seinen Fachwerkhäusern im baskischen Stil war entspannend. Es war nicht zu voll, wir schauten überall rein, egal ob Metzgereien, Parfümerien oder Boutiquen. Und fuhren dann in Richtung Hendaye zurück. Den Rest des Tages verbrachten wir am Strand.
Wirbelsturm über Hondarribia und Meeresangeltour




