REISEBERICHT FRANKREICH - HENDAYE AN DER COTE BASQUE
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Ein Vormittag in Ciboure
Am Montag, den 15. August war die Frage: Was tun? Es war warm, aber trübe und die Geschäfte waren zu. Am 15.August ist Mariä Himmelfahrt, in Frankreich und Spanien ein gesetzlicher Feiertag. Wir beschlossen mit dem Auto zur Nachbarstadt Ciboure zu fahren. Erst bummelten wir über einen kleinen Obst- und Gemüsemarkt, kauften aber nichts, sondern schlenderten in Richtung der langen Hafenmole.
Da es noch früh am Tag war und zudem der bewölkte Himmel sicherlich viele Urlauber zum Ausschlafen animiert hatte, waren nur wenige Menschen unterwegs.
Von der Mole hatten wir einen prima Blick auf Ciboure und Saint-Jean-de-Luz (baskisch Donibane Lohizune). In der geschützten Bucht war eine Segelschule unterwegs und Boote liefen in den Hafen ein oder aus. Am Meer ist halt immer etwas los, vor allem in der Urlaubszeit.
Sportangler im Glück
Auf der Mole selber versuchten zudem einige Angler ihr Glück auf Meeräsche, während in der weiten Bucht Segellehrer ihre Schüler unterrichteten. Auf dem Weg zurück zum Auto begegneten wir einem jungen Angler, der mit seinem Kajak auf dem Meer zwei schöne große Seebarsche gefangen hat. Sichtlich stolz hatte er nichts gegen ein Foto einzuwenden.
Am Nachmittag versuchte ich bei auflaufendem Wasser selber mein Glück beim Meeresangeln. Glücklicherweise ist das Meeresangeln in Frankreich frei, so dass keine zeitraubenden Behördengänge nötig sind, wenn man während des Urlaubs mal eine Angel auswerfen möchte.
Das Klettern über glitschige Steine und Felsen in der wilden Brandung war zwar recht abenteuerlich und gefährlich, aber die Angelei selber war nicht von Erfolg gekrönt, weder beim Angeln mit der Wasserkugel an der Oberfläche, noch mit Blinker im Mittelwasser.
Dann versuchte ich es mit einer Grundangelmontage, war allerdings darauf gefasst, dass Haken und Blei im felsigen Untergrund hängen blieben würden. Aber merkwürdigerweise war das kein Problem. Und dann hatte ich sogar Glück, ein kleinerer Lippfisch verirrte sich an den Haken, der aber unversehrt zurückgesetzt wurde.
Kostenloser Campingbus zum Strand
Vor dem Abendessen fuhren wir noch kurz mit dem Bus nach Hendaye, um irgendeine Kleinigkeit einzukaufen. Bei der Gelegenheit entdeckten wir eine ältere Dame mit einem Meeresfrüchtestand. Unter anderem hatte sie Austern ab drei Euro das Dutzend im Angebot: Zwei Dutzend Austern für sechs Euro, eine leckere Bereicherung des Abendessens.Übrigens, die Gäste der Campingplätze von Hendaye können einen kostenlosen Bus nutzen, der alle halbe Stunde – von einer 1 1/2stündigen Pause am Nachmittag abgesehen – zum Strand und zurück fährt. Vor allem für Familien mit kleineren Kindern ein wichtiger und viel Geld sparender Service, fahren doch viele Campinggäste zweimal am Tag zum Strand und zurück.
San Sebastian nur 30 Autominuten von Hendaye entfernt...



