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Karibikfeeling in der Provinz Sassari - Urlaub an der Costa Smeralda
An der Costa Smeralda, der Smaragdküste im Nord-Osten der Provinz Sassari befinden sich ohne Zweifel die schönsten und reizvollsten Strände Sardiniens. Samtwasser, wie man es sonst nur in der Karibik findet, trifft hier auf makellose weiße Sandstrände. Genießen lässt sich dieses Paradies allerdings nur zwischen sechs und acht Uhr morgens. Danach strömen die Touristen in Scharen und sehr bald ist der Strand fürchterlich überfüllt.
Mehr als die Hälfte aller Sardinienreisenden macht Ferien an der Costa Smeralda. Das ist wohl der Makel, den ansonsten so makellose Strände mit sich bringen.
Als Zentrum der Traumküste entstand völlig neu die elegante Hafenstadt Porto Cervo. In den schmalen Gässchen des Ortes reiht sich eine Edelboutique an die andere. Nicht zuletzt durch ihren luxuriösen Yachthafen ist das noble Städtchen zu einem internationalen Treffpunkt geworden. Auch der Pevero Golf Club, einer der europäischen Top-Golfplätze, befindet sich bei Porto Cervo, der ersten Adresse an der Costa Smeralda und funkelndem Mittelpunkt der ohnehin glanzvollen Küste.
An den traumhaft breiten Stränden südlich von Porto Cervo mit Dünenlandschaften, ähnlich denen, die man von der Nordsee kennt, hat man einen hervorragenden Blick auf die überaus beeindruckenden Yachten, die in der Nähe der Küste vor Anker liegen und kann den Paparazzi dabei zusehen, wie sie mit riesengroßen Objektiven die Luxusboote nach Berühmtheiten absuchen. Ist man jedoch mehr an sportlichen Aktivitäten interessiert, dann kann man an den Stränden rund um die Costa Smeralda bestens surfen.
Auf dem Weg zum Capo Testa, dem nördlichsten und damit von Korsika am wenigsten weit entfernten Punkt Sardiniens, kommt man am Wahrzeichen der Region Gallura vorbei: An einem Felsen in Form eines Bären am Capo d’Orso, dem Bärenkap. Die zerklüfteten Berge nehmen hier die bizarrsten Formen an und erinnern an Elefanten, Drachen – und eben an den Bären. Von hier hat man einen der schönsten Blicke auf die Gallura.
Nur zwölf Kilometer trennen Korsika und Sardinien bei S. Teresa di Gallura am Capo Testa, in dessen Nähe sich auch das Valle della Luna befindet. Dort wurde in einem schmalen Naturhafen der Stein gebrochen und bearbeitet. Einige Säulen warten hier seit 800 Jahren auf ihren Abtransport für den Bau des Doms von Pisa. Fährt man nachts durch diese bizarre Mondlandschaft des ehemaligen Hippie-Paradieses, erscheint einem alles ganz unwirklich und ein wenig unheimlich. Der Name „Tal des Mondes“ bekommt im silbrigen Licht des Mondes eine ganz neue Bedeutung.
Castelsardo heißt das Küstenstädtchen, das einen Felsenklotz direkt über dem Meer einnimmt. Enge Gassen und Treppenwege sorgen dafür, dass hier wenig Autos unterwegs sind. Die Alten sitzen gerne auf den Stufen oder auf wackeligen Korbstühlen vor der Haustür und sorgen so für eine einladende Szenerie.
Die Gegend um Castelsardo ist sehr beliebt bei Radfahrern und Mountain-Bikern. Am nordwestlichen Zipfel Sardiniens liegt die Insel Asinara. Die ehemalige Strafkolonie auf der noch vor wenigen Jahren ein Hochsicherheitsgefängnis unter anderem Mafiabossen als Heimat diente, ist heute ein sehr interessanter Naturpark.
Obwohl die Insel nur zwei Kilometer vom Festland entfernt liegt, war eine Flucht von dort unmöglich. Die starken Strömungen forderten immer wieder Tote. Ohne Genehmigung bleibt die Insel nach wie vor für Besucher unerreichbar. Besonderheit heute sind die verwilderten weißen Esel mit blauen Augen, die sich dort ungestört vermehren.
In der Nähe der Insel befindet sich die lebhafte Handelsmetropole Sassari, die schnell zur zweiten Stadt nach der Hauptstadt Cagliari wurde. Die sichtlich wohlhabende Stadt besticht durch den Kontrast zwischen den modernen, weitläufigen Vierteln und dem mittelalterlichen, engen Stadtkern rund um die Kathedrale San Nicola, mit seinen schmalen, großenteils nicht befahrbaren Gassen und den hellen Häusern und Plätzen. Wunderschön und weithin sichtbar steht in der Nähe von Sassari die Basilika Santissima Trinita de Saccargia. Die ehemalige Abtei wurde von seinen Baumeistern aus dunklem Basalt und hellem Kalkstein zu einem Meisterwerk der pisanischen Romanik gefügt.
Schnell fällt auf, dass die Hauptstadt des sardischen Tourismus Alghero anders ist als die anderen sardischen Städte. 400 Jahre lang war der Ort im 14. Jahrhundert von Spaniern besetzt. Die Straßennamen sind zweisprachig und erinnern noch immer an die spanisch-katalanische Vergangenheit. Die Altstadt wirkt wie ein großer Basar. Bekannt ist die Stadt für den hier hergestellten Korallen- und Goldschmuck. Die beneidenswert malerische Lage macht sie zur einer beliebten Ferienstadt. Neben dem Tourismus sind heute Oliven die zweite Einkommensquelle, wie die großen Olivenhaine in der Umgebung der Stadt zeigen. Im angrenzenden Hinterland werden einige der besten Weinsorten Sardiniens produziert.
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