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Costa Crociere

Eugenio C.
1854 war das Geburtsjahr des Unternehmens Costa. Der Firmengründer, Giacomo Costa, begann den Handel mit Olivenöl und Textilien zwischen Genua und Sardinien.
Recht schnell expandierte die Firma, und spezialisierte sich mit dem Export von Öl nach USA. 1926 baute man die erste Fabrik für hochwertiges Olivenöl mit dem Ziel, nicht nur den heimischen, sondern auch neue Märkte, wie Australien, mit Öl zu versorgen.
Costa erlebte eine wirtschaftliche Blüte, und man fasste den Gedanken, eine eigene Reederei zu gründen.
Das erste Schiff der 1924 gegründeten Reederei war die „Ravenna“. Noch war das Olivenöl die Haupteinnahmequelle des Unternehmens. Die Geschäftsbeziehungen wurden über das ganze Mittelmeer, besonders aber in die Türkei ausgebaut.
Die Flotte wurde ständig vergrößert: 1931 Federico C., 1934 Eugenio C., 1935 Enrico C., und später die Antonietta C., Beatrice C., und Giacomo C.. Damals begann auch die Tradition, den Schiffen die Namen von Familienmitgliedern zu geben.

Anna C.
Nach dem zweiten Weltkrieg, beschloss die Familie, sich aus dem Handel zurückzuziehen, und in das Passagiergeschäft einzusteigen.
Es wurde die Transatlantikroute aufgebaut, und das erste Schiff auf der Strecke von Genua nach Rio und Buenos Aires, war die Anna C. Mit 748 Auswanderern an Bord verließ sie am 31. März 1948 den Hafen von Genua.
Um auch äußerlich den Wandel der Firma deutlich zu machen, wurde der Firmenname in „Linea C“ umgeändert. Die Strecke war sehr erfolgreich, denn Costa beförderte allein nach Argentinien 105.000 Emigranten.
Um an der Spitze zu bleiben, war es nötig Neuheiten einzuführen. So war die Anna C. das erste Schiff mit Klimaanlage, auch wurde die Zweiklasseneinteilung eingeführt.
Nun gab es separate Einrichtungen für Gäste der ersten und der zweiten Klasse. 1986 wurde der Firmenname erneut geändert. Das Unternehmen firmierte nun unter dem Namen „Costa Crociere“.
Innerhalb von 4 Jahren, wurden 4 neue Schiffe gekauft, und Costa war, gemessen an der Tonnage, eine der größten Reedereien. 1988 beauftragte Costa die Mariotti-Werft in Genua mit dem Umbau des Containerschiffes „Axel Johnson“.
Bei diesem radikalen Umbau, nur der Rumpf blieb erhalten, wurden alle Aufbauten, Decks und die technischen Einrichtungen erneuert. Das Ergebnis war, die Costa Marina. Sie sollte das erste Schiff der neuen Generation sein, gefolgt von der Costa Classica, Costa Romantica, Costa Allegra.
1990 wurde die umgebaute Costa Marina der Öffentlichkeit vorgestellt, 1991 die Costa Classica, 1992 die Costa Allegra und 1993 die Costa Romantica getauft. Mitte der 90ger Jahre war Costa die fünftgrößte Reederei der Welt und beförderte ca. 300.000 Passagiere.
Stillstand gab es nicht.
Die Bremer Vulkan Werft wurde beauftragt ein neues Flagschiff zu bauen. 1996 wurde die „Costa Victoria“ ausgeliefert. Ein Schiff mit 75.000 BRT, 251 m lang, 964 Kabinen und Platz für 2000 Gäste.
Mit der „Costa Victoria“ sicherte sich die Reederei ihre Position unter den führenden Kreuzfahrtveranstaltern. Im gleichen Jahr wurde Costa von Carnival übernommen, bleibt aber mit ihrem Namen innerhalb der Gruppe eigenständig.
Die finnische Werft Masa Yard erhielt 1998 den Auftrag, ein noch größeres Schiff zu bauen. Dieses 80.000-BRT-Schiff, die Costa Atlantica, ging im Jahr 2000 in Dienst.
Mit der „Anna C.“ begann 1948 eine Reedereigeschichte, die noch heute, nach über 50 Jahren, mit 8 modernen Schiffen fortgeschrieben wird.
Text: md Fotos: Costa
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