URLAUB IN DEUTSCHLAND - CHIEMSEE
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Urlaub am "bayerischen Meer" - der Chiemsee und seine Inseln
Der Chiemsee und seine Inseln Bayerns größter See, der Chiemsee, auch das "Bayerische Meer" genannt, ist als Überrest eines einstigen Gletschers anzusehen. Seine Fläche beträgt 80 qkm, seine größte Tiefe ca. 74 m. Die wichtigsten Zuflüsse sind die Tiroler Ache und die Prien, während bei Seebruck, dem ehemaligen römischen Castell „Bedaium“, der Fluss Alz den See verlässt. Im Süden wird der See von den Alpen begrenzt.
Der Name Chiemsee ist von dem althochdeutschen Personennamen "Chiemo" (8. Jahrhundert) abzuleiten. Auf den drei aus dem See herausragenden Inseln, der Herren-, der Frauen- und der Krautinsel, fanden sich Spuren prähistorischer Besiedlung. Die Kelten und Römer siedelten am See, der wohl wegen seines Fischreichtums anlockte. Mit der Christianisierung im 7. und 8. Jahrhundert trat dann der Chiemsee mit seinen Inseln in den engeren Blickwinkel der Geschichte. Die eigentliche Entdeckung des Sees aber blieb den Künstlern des frühen 19.Jahrhundert vorbehalten, die von München aus das Alpenvorland und damit auch den Chiemsee erkundeten und den Fremdenverkehr, der 1886 mit dem Tode Ludwigs II. und der damit verbundenen Öffnung seiner Schlösser stark zunahm, begründeten.
Die Inseln Herrenchiemsee und Frauenchiemsee sind bis heute bewohnt. Die sogenannte Fraueninsel beherbergt das Benediktinerinnenkloster Frauenwörth und die Herreninsel das wohl bekannteste Ausflugsziel des Chiemgaus, das Schloss Herrenchiemsee.
Das Schloss wurde von König Ludwig II. von Bayern in den Jahren 1878 bis 1885 in Anlehnung an Schloss Versailles erbaut, jedoch nicht fertiggestellt. Es ist von einem weitläufigen Park mit Brunnen- und Gartenanlagen umgeben, die allerdings nicht im ganzen Umfang verwirklicht wurden. Seit 1994 ist das Glanzstück der Gartenanlage, die siebenteilige Brunnenanlage mit Latona-, Fama- und Fortunabrunnen und ihren Wasserspielen, wieder zum Leben erweckt. Schloss Herrenchiemsee und das integrierte König-Ludwig-II.-Museum können ganzjährig besichtigt werden, ebenso wie das Museum im ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift, in dessen Räumen 1948 der "Verfassungskonvent" zur Ausarbeitung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland tagte.
Auf der Insel Frauenchiemsee steht das Wahrzeichen des Chiemgaus, der Campanile (freistehender Münsterturm) der in mehreren Bauperioden vom 11.-14. Jahrhundert erbaut wurde. Geschichtlich besonders interessant ist sowohl das Marienmünster von Frauenwörth, als auch die Torhalle mit Fresken der späten Karolingerzeit (um 860).
Zwischen Herren- und Fraueninsel liegt als kleinste Insel die Krautinsel (3,5 ha). Sie ist unbewohnt und dient ausschließlich landwirtschaftlichen Zwecken. Ihren Namen hat sie von den früher dort befindlichen Gemüse- und Krautgärten des Klosters Frauenwörth. Die Wiesen dienen auch heute noch als Viehweide. Neben der Fischerei ist heute der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der beiden größeren Chiemsee-Inseln, auf denen sich Hotels, Pensionen und Privatquartiere in einzigartiger Umgebung befinden. Die Chiemseeschiffe verkehren ganzjährig zwischen den Inseln, Prien/Stock und Gstadt.
Mehr Informationen zu Reisen an den Chiemsee:
Chiemsee Tourismus, Bernau a.Chiemsee
Tel. 08051/96555-0,
Email: info(at)chiemsee.de
Homepage: www.chiemsee.de


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