REISEBERICHT MEXIKO - PLAYA DEL CARMEN UND CHICHÉN ITZÁ

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Chichén Itzá – das ehemalige religiöse Zentrum der Mayas und Tolteken

Kriegertempel und Halle der tausend Säulen

Kriegertempel und Halle der tausend Säulen

Am Eingang von Chichén Itzá herrschte reges Treiben, ganze Völkerscharen strebten hinein oder hinaus: Kein Wunder bei einer UNESCO-Weltkulturerbestätte unweit der Touristenhochburgen Yucatans. Wer es schließlich aufs Gelände geschafft hat, der trifft als erstes auf die Kukulkan-Pyramide, eine Stufenpyramide, die das Zentrum der gesamten Anlage markiert. Auch ich bestaunte das Monument, welches allerdings nicht mehr bestiegen werden darf.

Als nächstes stand der heilige Brunnen (Cenote Sagrado) auf dem Programm. Diese Cenote war bei den Inkas eine Kultstätte in der den Göttern Menschen geopfert wurden: Wie sich die armen Menschen auf dem 800 Meter langen Weg dorthin wohl gefühlt haben? Standen sie unter Drogen und legten den Weh brav zurück? Glaubten sie in ein Paradies zu gelangen? Oder mussten sie mit Gewalt an die Opferstätte gezerrt werden?

Haus der unbekannten Schrift

Haus der unbekannten Schrift

Alles im Namen der Götter und der Religion. Überhaupt habe ich versucht, den Ort in erster Linie als den religiösen Ort zu sehen, der er auch schließlich war. Dies fiel aber nicht so einfach, die meisten Wege waren mit fliegenden Händlern belagert oder von Scharen von Touristen bevölkert, aber hinter dem Kriegertempel und Halle der 1000 Säulen war es ruhig und so konnte ich mich auf einen großen Stein setzten und die Atmosphäre auf mich wirken lassen.

Schließlich marschierte ich weiter, um noch all die anderen Bauwerke in Ruhe zu besichtigen, zum Beispiel das Caracol (Schneckenturm) oder die Iglesia. Hier konnte ich auch zwei große Leguane beobachten, die sich in den Steinritzen wie zu Hause fühlten.

Die zweieinhalb Stunden in Chichén Itzá gingen leider schnell vorüber, um 16.30 Uhr fuhr der Bus bereits zurück nach Playa del Carmen, wo wir gegen 19.00 Uhr eintrafen.

Tag 5 – Schöne Stunden am Strand

Missglückte Landung eines Adlers

Missglückte Landung eines Adlers

Der nächste Tag war bereits der vorletzte. Ich stand morgens bereist im Dunkeln auf, unter anderem, um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Zu dem Zeitpunkt hatte ich den Strand für mich, allerdings marschierte ich in südlicher Richtung vom Hotel weg, ein unbebautes und verwildertes Grundstück bot eine interessantere Kulisse. Außerdem hoffte ich dort noch Leguane oder andere Tiere beobachten zu können.

Nach einigen Fotos vom Sonnenaufgang ging es weiter am Strand lang, mein Ziel waren zwei Fischer, die sich in der Ferne mit ihrem Netz abmühten. Als ich näher gekommen war, sah ich nicht weit von mir entfernt einen Adler auf einem Baum sitzen. Er hoffte augenscheinlich den einen oder anderen verletzten Fisch von den Fischern abstauben zu können. Mein Interesse war jetzt nur noch auf der schöne Tier gerichtet und so konnte ich auch frühzeitig einen zweiten Adler beobachten und ebenso fotografieren wie den Ersten.

Nach einer Weile entfernte ich mich langsam und vorsichtig und schlenderte den Strand zurück zum Hotel.

Beobachtungen am Strand

Wer spielt den Saubermann?

Wer spielt den Saubermann?

Meine Gedanken wanderten von den beeindruckenden Vögeln zum Müll vor meinen Füßen. Ich fragte mich, warum nicht die Anrainerhotels einmal die Woche den angespülten Müll wegräumen. Der Aufwand wäre gering, der Effekt groß. Schließlich schlendert oder joggt ein großer Teil der Hotelgäste auch mal am Strand entlang und möchte sehen wie die Umgebung aussieht.

Die Gäste haben Urlaub, bezahlen einen Haufen Geld für das Gefühl im Paradies zu sein und möchten nicht mit der Nase auf die deprimierende Verschmutzung der Meere gestoßen werden.

Beim Hotel angekommen, sah ich passenderweise den Hotelmitarbeiter, der morgens den Müll aufsammelt mit einem halbleeren Müllsack von hinnen ziehen.

Morgens früh am Strand von Playa del Carmen

Morgens früh am Strand von Playa del Carmen

Ich verkniff mir weitere Gedanken, sondern freute mich aufs Frühstück. Anschließend machte ich mich auf den Weg nach Norden, um den anderen Teil der Küste kennenzulernen.

Hier stieß ich auf schöne Sandstrände, aber auch Felsküsten, ein hässliches unbewohntes Grundstück, das fast ins Wasser reichte, und eine hübsche Mole, von der ich einen guten Überblick über den weiteren Verlauf der Küste hatte.

Als ich zurück kam, aß ich eine Kleinigkeit in einem der Strandrestaurants und beobachtete dabei die Nasenbären, die in größerer Anzahl auf Essenreste hofften und permanent den Sand durchsuchten.

Den Rest des Tages verbrachte ich dann am Pool, - durch eine großes Zeltdach von der prallen Sonne geschützt - und las eins der mitgebrachten Bücher. Abends gingen wir im Gourmetrestaurant nochmals lecker Essen und wurden ebenso freundlich bedient wie an den anderen Tagen. Innerlich nahmen wir bereits Abschied, denn am nächsten Tag mussten bereits die Koffer für den Rückflug nach Europa gepackt werden.

Das Iberostar Hotel Grand Paraiso in Playa del Carmen werde ich auf jeden Fall in sehr guter Erinnerung behalten.


Arbeitende Fischer

Arbeitende Fischer

Die Iberostar Paraiso Hotels
Die Iberostar Paraiso Hotels
Die Mole
Die Mole


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