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Celle - eine der schönsten Residenz- und Fachwerkstädte Deutschlands
Die kleine Stadt Celle in der Lüneburger Heide gilt als eine der schönsten Residenz- und Fachwerkstädte Deutschlands. Hier gibt es markante Bauwerke, Straßen und Plätze zu entdecken, sowie Orte voller Historie und Tradition.
Das betagteste Gebäude in Celle ist das Schloss. In seinen ältesten Teilen stammt es aus dem späten 13. Jahrhundert, doch im Jahre 1318 wurde es als "castrum" erstmals erwähnt. Im Laufe der Zeit wurde die anfangs einfache Burg erweitert und zu einer aufwändigen Vierflügelanlage umgebaut.
Renaissance und Barock bilden hier eine unverwechselbare Mischung.
Außer einer Kapelle beherbergt das Schloss das älteste Barocktheater Deutschlands, in dem auch heute noch Aufführungen gezeigt werden.
Anzuraten sind auch die Staatsgemächer, die Schlossküche sowie die landesgeschichtliche Abteilung des Bomann-Museums.
Hier wartet auf den Besucher eine umfassende Darstellung der Geschichte des Königreiches Hannover und der nach Celle verbannten Dänenkönigin Caroline Mathilde.
Das Bomann-Museum liegt direk gegenüber dem Schloss und gehört zu den größten und schönsten Regionalmuseen Norddeutschlands. Die Kulturgeschichte des niedersächsischen Raumes sowie die Landes- und Staatsgeschichte sind die Schwerpunkte der Sammlung. Gezeigt werden unter anderem ein vollständig eingerichtetes niedersächsisches Bauernhaus, ländliche und bürgerliche Stuben, städtische und ländliche Kleidung sowie Aspekte der Celler Handwerks- und Industriegeschichte.
Wer sich für die Geschichte des Königreiches Hannover interessiert, das übrigens eng mit dem heutigen englischen Königshaus verbunden ist, der sollte einen Besuch im Ostflügel des Celler Schlosses nicht verpassen.
Hier befindet sich die große landesgeschichtliche Abteilung mit einer umfassenden Dauerausstellung zu diesem Thema.
Neben kulturgeschichtlichen Sonderausstellungen sind regelmäßig Sammlungen moderner Kunst zu sehen.
Im Erweiterungsbau befindet sich das erste 24-Stunden- Kunstmuseum der Welt in der Trägerschaft der Kunst-Stiftung Celle.
Zweimal täglich erklingt in Celle ein Choral, den der Turmbläser von dem 74,5 Meter hohen Turm der 700 Jahre alten Kirche in alle vier Himmelsrichtungen bläst.
Die dreischiffige gotische Hallenkirche stammt aus der Zeit der Stadtgründung und wurde bereits 1308 vom Bischof zu Hildesheim als St. Marienkirche geweiht. Geprägt wird die Stadtkirche gleich von mehreren Baustilen, da sie der wandelnden Mode angepasst wurde.
Chor und Sakristei blieben ursprünglich im Stil der Gotik erhalten, doch viele weitere Elemente der Kirche wurden im Geiste des Barock umgestaltet.
Besonders sehenswert sind der Altar von 1613, die Grabdenkmäler der Welfenherzöge aus dem 16./17. Jahrhundert im Chorraum, die Emporenbilder aus dem 17. Jahrhundert und die 1999 anhand der Originalpläne von 1687 rekonstruierte Barockorgel.
Ein besonderer Blickfang in Celle sind die vielen bürgerlichen Fachwerkhäuser. Ihre erhaltene Geschlossenheit macht die Stadt zu einem Dorado für Bewunderer dieses Baustils.
Es bestehen sogar noch einige Häuser aus dem 15. Jahrhundert, die Mehrzahl stammt jedoch aus den nachfolgenden Epochen.
Sehr beliebt ist auch der Französische Garten, der während der kulturellen Blütezeit im 16. Jahrhundert im Süden der Altstadt angelegt wurde. Als "Wundergarten" war er weithin berühmt.
Die Allee eröffnet den Blick auf ein Denkmal aus weißem Marmor, das die Lüneburger Ritterschaft 1784 dem Andenken an die Dänenkönigin Caroline Mathilde gewidmet hat.
Im Französischen Garten befindet sich auch das 1927 gegründete Bieneninstitut, indem Imker aus- und fortgebildet werden.
Sehenswert ist die Präsentation "Imkereiwesen" im Treppenspeicher aus dem Jahre 1607 und in Teilen des ehemaligen Orangeriegebäude von 1677.
Stadtführungen: Für Einzelbesucher von April bis Oktober mittwochs und samstags 14.30 Uhr, sonntags 11 Uhr. Gruppenführungen können unter der Tel. 05141 / 12 373 bestellt werden. Auskunft erteilt der Touristinformation Celle, Markt 14-16, 29221 Celle, Tel. 05141 / 1212.




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