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Urlaub in Catania - sizilianische Kulturstadt am Fuße des Ätna
Catania ist nach der Inselhauptstadt Palermo die zweitgrößte Stadt Siziliens. Sie liegt an der Ostküste der Insel und zählt rund 400.000 Einwohner. Catania besitzt aufgrund des starken Verkehrs und der durch die Vukanasche des Ätnas verschmutzten Häuser zwar den Ruf hässlich zu sein, doch auch hier finden sich viele schöne Stellen, die einen Besuch lohnenswert machen. Wer also Urlaub auf Sizilien macht, sollte sich nicht von diesen zwei Mankos abschrecken lassen und auch Catania besichtigen.
Dafür spricht auch, dass Catania aufgrund vieler im sizilianischen Barock erbauten Gebäude 2002 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Dass sich heute so viele reich verzierte Gebäude in diesem Stil in der Stadt finden, verdankt die Stadt einem tragischen Ereignis im Jahre 1693. Damals zerstörte ein Erdbeben viele Gebäude. Kurzum wurden diese in dem damals beliebten sizilianischen Barock erbaut. Wichtige Barock-Gebäude, die man bei keinem Urlaub in Catania verpassen sollte, sind der Dom, die Collegiata, die Badia di Sant'Agata und die Kirche des San Benedetto.
Weitere Barockbauten finden sich in der Via dei Crociferi und rund um das Amphitheater Teatro Romano. Der Dom ist der Schutzheiligen Catanias gewidmet, der Heiligen Agathe. Ihr zu Ehren wird jedes Jahr ein großes Fest abgehalten. Dabei finden vom 3. bis zum 5. Februar Prozessionen statt, bei der ein reich geschmücktes Bildnis der Heiligen durch die Straßen getragen wird. An dem Fest, das bereits seit 500 Jahren begangen wird, nehmen rund 200.000 Menschen teil. Wer also im Februar Urlaub auf Sizilien macht, sollte sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen.
Überhaupt ist in Catania immer etwas los und die lebendige Stadt für ihr buntes Nachtleben bekannt. Während man abends durch Bars und Diskotheken zieht, lässt man es tagsüber entspannt angehen. Zum Beispiel in einem der gemütlichen Cafés, in denen man eine sizilianische Spezialität probieren kann - die Granita. Bei der Granita handelt es sich um eine gefrorene Süßspeise, die aus Zuckersirup und Zitronensaft zubereitet wird. Anstatt des Zitronensafts werden auch oft Kaffee oder Mandeln verwendet. Zu dem erfrischenden Getränk isst man Brioche.
Catanias Innenstadt lässt sich auch gut bei einer Shoppingtour erkunden. Geschäfte und Boutiquen findet man am Corso Sicilia oder in der Via Etnea, die von der Piazza de Duomo in Richtung Ätna führt. Etwas nervig ist die lange Mittagspause von 13 bis 16 Uhr, doch diese kann man mit dem Besuch einiger Sehenswürdigkeiten überbrücken. Im Dom kann man das Grab des Komponisten Vincenzo Bellini besichtigen, der in Catania geboren wurde.
Ihm ist auch das Teatro Massimo Bellini gewidmet. Wer sich für das Leben des Komponisten interessiert, sollte auch sein Geburtshaus besuchen, dass zu einem Museum umgestaltet wurde. Aber man kann die Mittagszeit natürlich auch im Restaurant verbringen und sich die Nudelspezialität "Pasta alla Norma" schmecken lassen, die ihrem Namen der berühmten Oper Bellinis verdankt.
Weitere Sehenswürdigkeiten in Catania sind der Rathausplatz "Piazza degli Elefanti". In seiner Mitte steht der Elefantenbrunnen, das Wahrzeichen der Stadt. Interessant ist auch das Castello Ursino. Im 13. Jahrhundert erbaut, beherbergt es heute eine Kunstgalerie, in der unter anderem antike Stücke aus der Römerzeit ausgestellt sind. Wer sich für jüdische Kultur interessiert, kann dem jüdischen Viertel "Giudecca" einen Besuch abstatten. Dort gibt es einen alten Friedhof und traditionelle Bäder (Mikwe) zu sehen.
Auch die Umgebung Catanias hält einige Highlights bereit. Vor allem die fruchtbare Landschaft beeindruckt mit üppigen Zitronen- und Orangenbäumen. Ebenso charakteristisch für die Umgebung sind die Felsen aus Vulkangestein und der Ätna, der über der Stadt thront. Für alle, die in ihrem Urlaub gerne am Strand entspannen, hält Catania etwas außerhalb den Lido Plaia bereit.
Text: Daniela Hesse



