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Reisedauer: 7 - 10 Nächte
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      Spannende Weinkultur in Castilla y Leon, der Region nördlich von Madrid

      Das Aquädukt von Segovia

      Das Aquädukt von Segovia. Fotos: Karsten Hennig

      Im Frühherbst diesen Jahres trafen wir, wein- und kulturinteressierte Journalisten aus ganz Europa, wohlbehalten auf dem Flughafen der spanischen Hauptstadt ein, um von hier aus die Weinkultur von Kastilien und León (Castilla y Leon) der größten autonomen Region Spaniens kennenzulernen. Das erste Ziel unserer Reise die geschichtsträchtige Stadt Segovia war bereits nach einer Stunde Fahrzeit erreicht.

      Gegründet wurde die Stadt von den Römern etwa 80 vor Christus, die mit einem 15 Kilometer langen Aquädukt ein eindrucksvolles Beispiel antiker Baukunst hinterließen. Es ist ein Bauwerk, das komplett aus Granitsteinen und ohne Hilfe von Mörtel errichtet wurde.

      Alcazar de Segovia und Mesón Cándido

      Segovia ist berühmt für seine Spanferkel

      Segovia ist berühmt für seine Spanferkel

      Der Name der Stadt bedeutet übrigens so viel wie "Siegeshöhe" und bezog sich ursprünglich auf das keltische Kastell "Alcazar de Segovia", das die umliegenden Regionen beherrschte. In nachrömischer Zeit wurde das Kastell von den Mauren genutzt, danach diente es als Herrschersitz des spanischen Königshauses.

      Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen bummelten wir durch Segovia und ließen uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt erläutern. Anschließend ging es zum Essen ins Mesón Cándido, der Überlieferung nach das älteste Restaurant Spaniens. Die Spezialität des Hauses – und der ganzen Region – ist im Ofen gebratenes Spanferkel, das auch uns serviert wurde.

      Sonnenuntergang in Avila

      Sonnenuntergang in Avila

      Aber, von Servieren im üblichen Sinne kann man hier nicht sprechen, das Wort Zelebrieren passt besser.

      Lässt es sich der Patron doch nicht nehmen, selbst in Aktion zu treten und das Spanferkel nur mit einem Teller auf traditionelle Weise zu zerteilen. Dies gilt als Beweis wie zart das Fleisch durch die stundenlange Zubereitung im Ofen geworden ist. Ebenfalls Tradition ist es, ebene jenen Teller nach verrichtetem Werk auf dem Boden zu zertrümmern. Dabei ist dies eher einem Zufall zuzuschreiben, weil dem Großvater des heutigen Inhabers einmal der Teller einfach aus der Hand gerutscht ist. Das Publikum war begeistert, also wurde es seit dem immer so gemacht.

      Avila und seine berühmte Stadtmauer

      Palast - Innenansicht

      Palast - Innenansicht

      Nach dem üppigen Mahl stiegen wir in unseren Bus, der uns ins nordöstlich gelegene und knapp eine Autostunde entfernte Avila brachte. Wahrzeichen der Stadt und UNESCO Weltkulturerbe ist die 2,5 Kilometer lange Stadtmauer, welche zwar imposant aussieht, aber nach Vollendung keinen Angriff abwehren musste. Die Bloße Abschreckung reichte hier aus.

      Typisch für die Stadt sind Stadtpaläste, welche nach Außen einen schroffen und wenig einladenden Anblick darbieten, nach Innen jedoch das genaue Gegenteil darstellen.

      Sehr beeindruckend - die Stadtmauer von Avila

      Sehr beeindruckend - die Stadtmauer von Avila

      Häufig empfängt einen hier ein helles Atrium mit dahinterliegenden Säulengängen. Genutzt wurden diese früher als Wohngebäude reicher Familien. Heute wurden diese Gebäude häufig zu Hotels bzw. Restaurants umgebaut, dienen aber vereinzelt immer noch als Wohngebäude entsprechend gut situierten Familien.

      Bei einem Stadtrundgang in der Dämmerung zeigte Avila seinen ganzen romantischen Charme. Erwähnenswert ist hier besonders die Kathredrale von Avila, die Teil der Stadtbefestigung ist.

      Stadtmauer von Avila - Nahansicht

      Stadtmauer von Avila - Nahansicht

      Die Außenmauern der Kirche sind gleichzeitig die Stadtmauern. Allerdings setzt sich dieser Bollwerk-Charakter auch auf Seite der Stadt fort, sind die Fenster doch recht hoch angeordnet, so dass die Kirche insgesamt als Rückzugsmöglichkeit dienen konnte.

      Wir checkten im Parador de Avila ein und waren sehr angetan von dem rustikalen Ambiente des Hauses. Und so stand nach einem langen Tag einer erholsamen Übernachtung nichts mehr im Wege.


       
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