AFRIKA - URLAUB IN NAMIBIA
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Urlaub im Caprivi – einzigartige Naturerlebnisse im Osten Namibias
Mit einem Urlaub in Namibia verbinden viele den Besuch der Wüsten, roten Sanddünen und bizarren Felsformationen. Doch es gibt noch andere Landschaftsformen zu entdecken. Im 400 Kilometer langen Caprivi-Strip im äußersten Nordosten Namibias, zeigt das Land seine tropische Seite. Nach Verhandlungen mit den Engländern kam dieser fruchtbare Zipfel zur ehemaligen deutschen Kolonie Südwestafrika hinzu und macht Namibia heute um eine wunderschöne Landschaft reicher. Benannt wurde er zeitgemäß nach dem Reichskanzler und Grafen Leo von Caprivi.
Noch vor einigen Jahren war es schwierig für Urlauber, den Caprivi zur erkunden. Das hat sich 2008 durch die Erschließung der B8 geändert. Über die Nationalstraße erreicht man den Caprivi-Strip nun ohne große Probleme und kann bequem mit dem Mietwagen das flache Sumpfland der Region erkunden, in der zahlreiche Tierarten zuhause sind. Gleich mehrere große Flüsse durchziehen den Caprivi, dessen Sumpflandschaften von Okavango, Kwando (auch Chobe genannt) und Sambesi gespeist werden.
Im Urlaub kann man die Tierwelt des wildreichen Caprivi-Strips bestaunen. Begegnungen mit Flusspferden, Büffeln und Sitatunga-Antilopen sind dabei nicht ausgeschlossen. Vögel schätzen die Wasserpflanzen als Nahrungsquelle und Nistplatz. 430 Arten wurden bisher im Caprivi gezählt. Der Landzipfel ist außerdem für seinen Fischreichtum bekannt. Angler können im Sambesi unter anderem Jagd auf den Tigerfisch machen, der wegen seiner gelb-roten Flossen ein begehrter Fang ist. Aufgrund seiner groben Gräten ist er zum Verspeisen jedoch eher ungeeignet und wird daher nach einem Erinnerungsfoto meist schnell wieder in die Freiheit entlassen. In den seichten Gewässern tummeln sich aber auch Krokodile, weshalb das Baden nicht überall möglich ist.
Ein besonderes Highlight des Caprivi sollte man im Namibia-Urlaub auf keinen Fall auslassen: die Popa-Falls. Zwar verbergen sich hinter dem Namen nicht wirklich Wasserfälle, sondern Stromschnellen, aber die können sich sehen lassen. Der Okavango-Fluss durchbricht hier einige Granitfelsen und verliert dabei an Höhe, wodurch die Stromschnellen entstehen. Eine Besonderheit ist, dass das Wasser hier nicht braun ist, sondern ganz klar. An einigen Stellen kann gebadet werden. Nahe der Popa Falls gibt es auch einige Lodges, denen sich nachts die hier lebenden Flusspferde nähern.
Nicht nur die Tierwelt des Caprivi beeindruckt, sondern auch das ursprüngliche Leben der Caprivianer, die größtenteils noch in Lehmhütten-Dörfern leben. In Katima Mulilo, der Hauptstadt der Region, geht es heute aber schon moderner zu. Die Stadt, die nur durch den Sambesi-Fluss vom Nachbarland Sambia getrennt ist, bildet einen wichtigen Versorgungspunkt. Neben einigen Lodges findet man hier auch einen Straßenmarkt mit Kunsthandwerk wie Körben, Schmuck, Kleidung und Holzschnitzereien. Seit dem Bau der Sambesi-Brücke im Jahr 2004 gibt es in Katima Mulilo auch einen Grenzübergang nach Sambia. Wer also den Namibia-Urlaub mit einem Ausflug nach Sambia verknüpfen möchte, kann dies von Katima Mulilo aus tun. Da der Caprivi-Zipfel von den Nachbarländern Angola, Sambia, Simbabwe und Botswana umschlossen ist, bieten sich Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten wie dem Chobe Nationalpark in Botswana oder den Victoria Falls zwischen Simbabwe und Sambia an.
Text: Daniela Hesse



