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Urlaub in Cádiz - Stadtrundgang auf der Amerikanischen Route
Die "Amerikanische Route", die die historisch enge Verbindungen zwischen Cádiz und Lateinamerika aufzeigt, ist eine der originellsten und unterhaltsamsten touristischen Routen durch die Provinz Cádiz. Sie spiegelt die Sinneseindrücke, die Architektur, die Gärten, das Alltagsleben und sogar die vorherrschende Denkweise in Städten wie Cádiz, El Puerto de Santa María und Sanlúcar de Barrameda wieder, die allesamt eng mit dem überseeischen Handel verbunden waren.
Darüber hinaus führt sie zur alten Zollstation für Kuba und die Philippinen, zu den Bürgerpalästen, zu den hochherrschaftlichen Stadthäusern der ehemaligen "Indien-Spediteure", zu den Torres Miradores (Aussichtstürme), die es den Schiffseignern erlaubten, die ein- und ausfahrenden Karavellen zu beobachten, sowie zu den Klöstern, die seinerzeit gegründet wurden, um all jene Ordensbrüder zu beherbergen, die in der Provinz Cádiz auf ihren Transfer in die Neue Welt warteten.
Der Weg führt zur Kathedrale von Cádiz, die zu einem guten Teil mit Geldern aus dem Amerika-Handel finanziert wurde, und zur Uferpromenade Campo del Sur in der Altstadt von Cádiz, nach deren Vorbild der berühmte Malecón der kubanischen Hauptstadt Havanna gestaltet wurde.
"Cádiz ist wie Havanna mit mehr Charme"
Carlos Cano widmete den beiden Städten seine musikalische Hommage "Habaneras de Cádiz", aus der das geflügelte Wort stammt. "Havanna ist wie Cádiz mit mehr Schwarzen, Cádiz ist wie Havanna mit mehr Charme".
Doch die "Amerikanische Route" beschränkt sich nicht nur auf den Aspekt des Handels zwischen den Häfen von Cádiz und den Kolonien. Sie erinnert auch an die seefahrerische und abenteuerlustige Vergangenheit der Menschen in der Bucht von Cádiz, von der aus die Kolumbus-Expeditionen begannen und auch die erste Weltumsegelung von Elcano und Magellan ihren Ausgangspunkt in Sanlúcar de Barrameda nahm.
Die Tour zeigt auch, wie Christoph Kolumbus den Hafen von Cádiz für seine zweite Amerika-Reise auswählte, die dritte von Sanlúcar aus startete, um die vierte und letzte Reise in die Neue Welt wieder von Cádiz aus in Angriff zu nehmen.
Der Autor der "Ruta Americana", José Carlos García, erinnert auch an Juan de la Cosa, jenen Kartographen und Seefahrer, der Kolumbus auf der "Santa María" begleitete und der im Jahre 1500 in El Puerto de Santa María die erste brauchbare Weltkarte zeichnete.
Ein weiterer Aspekt der "amerikanischen" Geschichte von Cádiz, den die "Amerikanische Route" aufzeigt, ist das Ansehen der Stadt als große Handels- und Kulturmetropole im 18. Jahrhundert und ihre Bedeutung als Unterzeichnungsort der ersten demokratischen Verfassung Spaniens, die auf der Zusammenarbeit von spanischen und amerikanischen Abgeordneten basiert. Die Verfassung wurde im Jahre 1812 in der Kirche San Felipe Neri unterzeichnet und feierlich verabschiedet. Ihre Fassade ist heute mit Gedenkplaketten zu Ehren der Verfassungsväter gespickt.


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