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Cáceres – Welterbestadt mit intakter mittelterlicher Altstadt
Bereits auf den ersten Blick, wenn man auf die Stadt zufährt bzw in sie hineinfährt, ist Cáceres eine angenehme Stadt. Die Wohnhäuser rund um den Innenstadtbereich wirken modern, gepflegt und recht ansprechend. Das kennt man von anderen spanischen Städten anders.
Weniger modern geht es in der Altstadt zu. Sie ist vollständig erhalten, noch von der ursprünglichen Stadtmauer umgeben. Die Stadt wurde im Laufe der Jahrhunderte von römischen, maurischen, jüdischen und christlichen Baumeistern und Künstlern gestaltet. Die historischen Gebäude wie Museen, Wachtürme, Kirchen und Paläste zeugen von einstigem Wohlstand. Wie überall in der Extremadura nisten Störche auf den Dächern der Stadt. Ein angenehmer Anblick der eine Vorstellung vermittelt wie es auch bei uns im Mittelalter ausgesehen haben mag.
Cáceres ein "Muss" im Urlaub in der Extremadura, eine auch bei Spaniern sehr beliebte Stadt. Eine angenehm ruhige und zivilisierte Stadt mit Flair.
Das umkämpfte Cáceres
Cáceres wurde von den Römern gegründet und später von den Westgoten und den Mauren übernommen. Als Cáceres dann wieder christlich wurde, begannen nun erst recht heftige Streitigkeiten und Kämpfe, eine Art Bürgerkrieg.
Die Clans rangen lange um die Kontrolle in Cáceres. Besonders spannend wurde es im 15. Jahrhundert. Es kam zum Kampf um die Macht in ganz Kastilien.
Gewonnen wurden die Kämpfe von Isabella der Katholischen.
Isabella befahl allen Häusern der Adligen, die gegen sie gekämpft hatten die Türme abzuschlagen. Nur zwei Palacios entrannen diesem Schicksal, die Palacios der mit ihr verbündeten Familien.
Ein der Plätze die man gesehen haben sollte ist der Plaza Santa Maria mit der Kathedrale. Der Bau der Kathedrale begann im 12. Jahrhundert und wurde erst im 16. Jahrhundert abgeschlossen.
Gegenüber des Kirchenbaus liegt der Bischofs-Palast, sowie der Palacio de Mayoralgo. Eines der schönsten Portale der Stadt ist am Palacio de Hernando Ovando zu bewundern: es zeigt den Hausherren mit seiner Frau.
Das Jesuiten Kloster am Plaza San Jorge sollte man ebenso besichtigen wie die Plaza de los Golfines mit dem Palacio de los Golfin-Roco und die Casa de los Moraga.
Das Highlight in Cáceres ist der Palacio de los Golfines de Abajo. Aber auch der Plaza San Mateo, auf der die Kirche gleichen Namens angelegt wurde. Die Bauzeit erstreckte sich über drei Jahrhunderte und so ist sie ein Mischwerk aus Renaissance-, Rokoko- und Platereskenstil, die jedoch auf bemerkenswerte Weise miteinander harmonisieren.
Neben der Kirche steht die Casa de las Cigüenas, das Storchenhaus. Seinen Namen erhielt es, weil es über Jahrhunderte hinweg ein beliebter Nistplatz war. Denn als eines der wenigen Adelshäuser wurde sein Turm nicht eingerissen, das sein Besitzer Diego de Cáceres Isabella die Katholische im Kampf um die Krone Kastiliens unterstützt hatte.
An der gleichen Plaza wartet das Kloster San-Pablo und das Palacio Veletas auf Besucher. Der Palast aus dem 15. Jahrhundert ist auch unter dem Namen Zisternenhaus bekannt. Einst befand sich an diesem Platz das Domizil der maurischen Almohaden Dynastie. Als Zeugnis aus dieser Zeit ist noch eine Zisterne zu besichtigen: Eine der am besten erhaltenen Zisternen der Welt.
Geht man von hier aus in nördliche Richtung weiter, so gelangt man durch den Christusbogen, den Arco de Cristo, in den Teil von Cáceres, der noch aus der Römerzeit stammt. Der Christusbogen bildet die einzige Zugangsmöglichkeit zu diesem von Mauern umschlossenen Gebiet.
Daran angrenzend liegt das mittelalterliche Judenviertel mit verwinkelten Gassen und schmucken Balkonen. Heute trägt das ehemalige Judenviertel den Namen San Antonio und ist um eine gleichnamige Kirche angelegt – eine frühere Synagoge.





