URLAUB IN BULGARIEN - BERGWANDERN
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Bulgarien - Bergwandern im Hochgebirge (Teil I)
Bulgarien ist eines der unbekanntesten Länder Europas, ein Land mit milden Temperaturen bis weit in den Herbst hinein. Auf engem Raum treffen dort beeindruckende und abwechslungsreiche Naturlandschaften zusammen. Bulgariens Gebirgszüge erreichen eine Höhe von fast 3 000 Metern und sind von einem Netz von über 30.000 Kilometern gut gekennzeichneter Wanderwege durchzogen. Die vielseitige Hochgebirgslandschaft begeistert mit dichten Wäldern, grünen Hügeln, schroffen Felsen, klaren Flüssen, rauschenden Wasserfällen und reicher Tierwelt.
Bergwandern im Rila-Gebirge
Rila und Pirin sind die Namen der beliebtesten Gebirge bei Wanderfreunden aus Bulgarien und ganz Europa. Mit dem Gipfel Mussala (2 925 Meter) ist Rila das höchste Gebirge auf der ganzen Balkanhalbinsel. Im Rila Gebirge sind mehr als einhundert Gipfel höher als 2000 Meter - ein Paradies für Bergwanderer und Naturfreunde.
Seine alpinen Landschaften beherbergen mehr als 150 Seen in über 2 000 Meter Höhe, der höchste von ihnen liegt bei 2 786 Metern am Fuße des Mussala. Große Attraktion in Rila sind die mystischen sieben Seen, die auch als "Augen des Gebirges bekannt sind. Sie liegen dicht beieinander auf verschiedenen Höhen. Der unterste der Seen heißt die Niere, der oberste ist das Auge und so sind sie auch geformt.
Außerdem gibt es in Rila eine Vielzahl an Mineralquellen, die heißeste von ihnen mit einer Temperatur von 102 Grad Celsius. Sie befindet sich in dem Ort Sapareva Banya. Im Rila Gebirge entspringen die drei größten bulgarischen Flüsse Maritza, Iskar und Mesta. Die Vegetation des Gebirges besteht hauptsächlich aus Nadelwälder und in der alpinen Zonen aus Weiden. Das Tierleben zeichnet sich durch seine große Vielfalt aus, hier gibt es z.B. Bären, Wildschweine, wilde Ziegen, Hirsche, Falken und Adler.
Das schönste Kloster Bulgariens - "Rilski Manastir" - befindet sich ebenfalls im Rila Gebirge. Es ist eines der größten orthodoxen Klöster weltweit und ist in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen worden. Es wurde im zehnten Jahrhundert von dem bulgarischen Mönch Iwan Rilski gegründet und liegt inmitten bewaldeter Hügel wie eine mittelalterliche Festung. Von außen scheint das Rila Klöster uneinnehmbar und abweisend. Im Inneren sind zahlreiche wertvolle Kunstschätze und farbenfrohen Wandmalereien zu bestaunen. Müde Wanderer können hier sogar übernachten.
Text: Nina Kostadinova


