URLAUB IN POLEN - BRESLAU

Suchen und buchen - Aktuelle Angebote Polen 

Breslau: Marktplatz

In der Mitte des schachbrettartig angelegten Zentrums liegt der großzügige Rynek (Marktplatz). Heute findet hier kein Markt mehr statt. Statt dessen dreht sich alles um Tourismus und Freizeit: Rund um den Platz befinden sich Museen, Restaurants, Cafes, Reisebüros und Buchhandlungen. Leider trifft man auch immer wieder auf Baugerüste. Die historischen Bauten sind zwar in gutem Zustand, die Fassaden müssen aber wegen der starken Luftverschmutzung alle paar Jahre renoviert werden.

 

Das Rathaus, schon seit 700 Jahren das Wahrzeichen der Stadt, war ursprünglich ein bescheidener einstöckiger, nach der Tatareninvasion errichteter Bau, der im Laufe der Zeit immer wieder erweitert wurde. Im 15. Jahrhundert, als sich die Stadt auf dem Gipfel ihres Wohlstands befand, kam der Südteil dazu, und die ganze Anlage wurde in einem aufwendigen spätgotischen Stil umgestaltet, den man heute noch bewundern kann. Die Stilelemente aus verschiedenen Ländern spiegeln den Status der Stadt als ein damals bedeutsames Handelszentrum Europas wieder.

 

An der Ostfassade, die auf jeder Broschüre von Wroclaw abgebildet ist, befinden sich eine astronomische Uhr aus dem Jahr 1580 und ein kunstvoll verzierter Mittelgiebel mit verschlungenen Terrakotta-Mustern und schönen Spitztürmchen. Dagegen nimmt sich die Westfassade (der Haupteingang) verhältnismäßig einfach aus, nur der achteckige gotische Ratsturm mit der sich verjüngenden Renaissance-Laterne sticht heraus.

 

Geradezu atemberaubend wirkt wiederum die Südfassade mit ihren riesigen Renaissance-Fenstern, die von türmchenartigen Dächern bekrönt werden, den Filigranfriesen mit Tieren und Blattwerk. In dieser reichen Schnitzerei übertrifft die prachtvolle Darstellung eines alten Weibes und eines Tölpels sogar die der Heiligen und Ritter. Dieses Paar befindet sich über dem Eingangstor, durch das man ins Kellergewölbe der Piwnica Swidnicka kommt, ein Gasthaus aus dem 13. Jahrhundert, das nach dem berühmten Bier aus Swidnica benannt wurde.

 

Das Rathaus dient heute als Historisches Museum mit einer weitgehend unveränderten Innenausstattung, die eine Besucherattraktion ist. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 10-16 Uhr, Samstag 11-17 Uhr, Sonntag 10-18 Uhr.

 

Den Mittelpunkt des Rathauses, das auf rund 1270 datiert wird, bildet die zweischiffige Bürgerhalle im Erdgeschoss. Hier fanden nicht nur wichtige öffentliche Versammlungen und Empfänge statt, sie wurde 450 Jahre lang wochentags auch als Markthalle genutzt. Kurz vor Ende des 13. Jahrhunderts kam die Vogtstube hinzu, die dem Beamten, der die Stadt im Namen des Herzogs regierte, als Büro und Gerichtsstube diente. Im Laufe der Jahrhunderte erhielt sie ein extravagantes Sterngewölbe und zwei Renaissanceportale, die zu den Räumen führten, die je nach Bedarf angebaut wurden. Eine Marmortreppe aus dem 19. Jahrhundert führt nach oben in den prachtvollen, dreischiffigen Rittersaal, der die Bürgerhalle für zivile Feiern ablöste.

 

Am Ende des Saals zieren Bilder wüster Gestalten zwei Steintore. Das Südportal führt in die Ratsältestenstube und in die Schatzkammer, ursprünglich das Zollhaus, denn der Schatz selbst wurde im Erker dahinter gehütet. Durch das zweite Portal gelangt man in den Fürstensaal, ein klassisches Beispiel für die Gotik des 14. Jahrhunderts. Sein Kreuzrippengewölbe wird von einer einzigen Mittelsäule gestützt. Ursprünglich war er als Kapelle gebaut worden. Seinen Namen verdankt er der Tatsache, dass hier die Herrscher der schlesischen Fürstentümer zusammentrafen.


ANZEIGE
ANZEIGE
 
© 2011 Travelimpulse GmbH    Sitemap | Impressum | AGBs der Urlaub-im-web.de |  AGBs unserer Reiseveranstalter