URLAUB AUF BORNEO

Suchen und buchen - Aktuelle Angebote Malaysia 

Zum Chill out nach Borneo - ein Reisebericht

Das Damai Lagoon Beach Resort. Fotos: Stefan Raake

von Stefan Raake


Noch etwas verschlafen treffen wir uns Anfang Oktober am Frankfurter Flughafen. Siebzig neugierige Leute, größtenteils zwischen 25 und 40 Jahren, bereit für knapp zwei Wochen nach Asien aufzubrechen und ein neues Erlebniskonzept zu entdecken. Die Idee des Reise-Events EURASIA 2002 klingt spannend. Mit internationalen DJs und einheimischen Musikern am Strand feiern, mit Asiaten und Europäern neun Tage und Nächte aussergewöhnliche Eindrücke sammeln, neue Leute kennenlernen, ausgezeichnet essen, relaxen, tanzen und das Leben geniessen … ein Konzept, das es umzusetzen gilt. Und genau das tun wir in den nächsten Tagen ausgiebig.

Borneo klingt exotisch, geheimnisvoll und heiss – genau das ist es auch. Borneo ist die drittgrößte Insel der Welt mit einer Fläche von etwa 124.000 Quadratkilometern, gehört teilweise zu Indonesien und mit den Provinzen bzw. Staaten Sarawak und Sabah zu Malaysia.
Nachbarstaaten sind Brunei und Kalimantan, von der Halbinsel Malaysia ist Borneo durch das Südchinesische Meer getrennt. Auch Brunei, eines der kleinsten und reichsten Länder der Erde findet sich auf Borneo. Rund 80% Borneos ist von dichtem Dschungel bedeckt. Bisher eher ein Ziel für Individualreisende und Rucksacktouristen bot sich nun für uns die Gelegenheit, auf etwas komfortablere Art und Weise die noch weitgehend unberührte Natur zu entdecken.

 

Kein Orang Utan... aber immerhin ein Artgenosse im Urwald Borneos.

Sarawak ist der größte der dreizehn Staaten von Malaysia. Sarawak ist ein lebendes Museum mit 23 Volksstämmen , die heute noch uralte Riten und Traditionen zelebrieren. Eine große Vielzahl unterschiedlichster, exotischer Tierarten, darunter die letzten frei lebenden Orang Utans der Welt, leben auf Sarawak/Borneo.

Bereits auf dem zwölfstündigen Hinflug mit Malaysia Airlines werden erste Kontakte geknüpft. Aus Düsseldorf, Köln, Hamburg, Berlin, München und Freiburg kommen die Teilnehmer. Vor der Reise wurden in einigen Clubs in ganz Deutschland Partys organisiert, um die Reise vorzustellen. Der Aufwand hat sich gelohnt, schon jetzt stellt sich heraus, dass die Gruppe erstaunlich gut zusammenpasst. Praktisch alle Mitreisenden sind aufgeschlossen, kommunikativ und bringen die richtige Einstellung mit.

Nach kurzem Stop in Kuala Lumpur erreichen wir anderhalb Stunden später Kuching, die Hauptstadt Sarawaks auf der Insel Borneo. Jahreszeiten wie in Europa findet man hier nicht. Die Temperaturen liegen das ganze Jahr zwischen 25 Grad und 32 Grad. Die hohe Luftfeuchtigkeit um 80% lässt uns schnell ins Schwitzen kommen. In den nächsten Tagen regnet es immer mal wieder für eine halbe Stunde, zwischen Oktober und Februar macht sich der Nordostmonsun bemerkbar.

Volleyball im Pool des Resorts.

Als wir mit dem Bus eine gute Stunde später unser Ziel, das Holiday Inn Damai Lagoon Beach Resort erreichen, geht es nach einem Welcome-Drink erstmal in den wunderschönen Pool der Anlage. An der Pool-Bar werden wir noch die ein oder andere Stunde verweilen und im Pool Volleyball spielen. Die Zimmer sind grosszügig ausgestattet und geschmackvoll eingerichtet. Der erst neun Jahre alten Hotelanlage merkt man allerdings die extreme Belastung durch die hohe Luftfeuchtigkeit, durch Meerwasser und Sonne an. Im nächsten Frühjahr muß bereits einiges renoviert werden. Noch ein kleiner Haken: Die Getränkepreise sind mit vier Euro für ein Glas Bier recht happig, aber Alkohol ist im moslemisch geprägten Malaysia ohnehin nicht gerade günstig.

Die Bungalows des Resorts. Fotos: Stefan Raake

Die Anlage liegt an einer traumhaft schönen Bucht, eingerahmt von dichtbewaldeten Bergen. Das Meer ist anfangs sehr flach und warm, wer richtig schwimmen möchte, muß einige Meter zuruecklegen. Der höchste Berg der Gegend ist mit 820 Metern der Mount Santubong, unmittelbar in der Nähe des Hotels. Eine Trekking-Tour dort hinauf ist schweisstreibend und nichts für Untrainierte. Ein eineinhalbstündiger „Spaziergang” zu einem Wasserfall mitten im dichten Dschungel steht wahlweise auf dem Programm. Auch der nahe gelegene, exzellente Golfplatz lockt viele Mitreisende. Ein eigens mitgereister Golftrainer bietet allen einen kostenlosen Schnupperkurs an.

Die Musik ist ein zentrales Element der Reise. Aufgelegt wird unter anderem von so bekannten DJs wie Jazzanova und Jack Flash, die nachmittags am Pool, morgens beim Frühstück am Strand, abends beim Essen und natürlich nachts zu den Partys brilliante Grooves servieren.
Das Rahmenprogramm ist daran angelehnt. Wir besuchen einen Drum-Workshop, erleben Show-Auftritte lokaler Künstler und üben uns im Warrior-Tanz der Iban, der Ureinwohner Sarawaks. Die Bestandteile des aus Deutschland mitgebrachten Equipments bringen es zusammen auf über 650 Kilogramm. Entsprechend satt ist der Sound.

 

Chill out mit Kokosnuss-Drinks bei 30 Grad im Schatten.

Am zweiten Abend wird das EURASIA „Connected people”-Wochenende von Albert Sham eröffnet. Albert stammt aus Penang in Malaysia und veranstaltet seit vielen Jahren exklusive Asienreisen mit seiner Firma Asian Adventure. Gemeinsam mit seinem Partner Michael Börner von Burner Productions aus Berlin wurde das EURASIA-Konzept entwickelt. „Ein Erlebnis für alle Sinne, das Emotionen frei setzt, inspiriert, glücklich macht!“, so wünschen sich die Veranstalter die Tour. Die EURASIA soll ein Begriff für spannende, internationale Events der Extraklasse werden. „Diese erste Reise ist auch für uns ein echtes Pilotprojekt. Im nächsten Jahr werden wir auf den Erfahrungen dieser Reise für EURASIA 2003 aufbauen können. Die ersten Anmeldungen liegen bereits vor.” Die Veranstalter sind begeistert von ihrem Tun. Sie sind mit Elan dabei und das macht sie umso sympatischer.
Das Wochenende ist wirklich gelungen. Wir tanzen sowohl Freitag als auch Samstag nachts bis in die frühen Morgenstunden gemeinsam mit gut 150 Einheimischen, die eigens für dieses Wochenende angereist sind.

Einige Tage später wird unsere gesamte Reise-Gruppe von Paul, einem Einheimschen in sein Haus eingeladen. Seine Villa liegt an einem Hügel mitten im Dschungel nur wenige Kilometer von unserem Resort entfernt. Paul ist Rechtsanwalt, hat in London studiert und ist Angehöriger eines Iban-Stammes. Überall im Haus findet sich traditionelles Kunsthandwerk seines Stammes. Wir sind begeistert von seiner Gastfreundschaft, seiner Herzlichkeit und Offenheit, mit der er und seine Gäste uns begegnen. Es sind viele seiner Freunde aus der nahe gelegenen Stadt Kuching bei der Party dabei, die am späten Nachmittag in seiner Villa startet. Die Musik und den Barkeeper bringen wir mit. Das Motto „Connecting People” wird hier erst recht gelebt. Bis drei Uhr morgens geben wir alles. Wer will, erfrischt sich zwischendurch im Pool des Hauses. Ein Shuttle-Service bringt uns zurück zum Hotel.

 

Besuch eines Fischerdorfs.

Auch ein Ausflug nach Kuching, der Hauptstadt Sarawaks ist Bestandteil der Reise. Etwa 450.000 Menschen leben hier. Die Stadt liegt gut 30 Kilometer im Landesinneren und wird vom Fluss Sungei Sarawak durchteilt. Das Stadtzentrum liegt am südlichen Flussufer. Hier herrscht direkt an der schönen Uferpromenade geschäftiges Treiben. Gambier Road, Main Bazaar und India Street bieten eine Vielzahl von Einkaufsmöglichkeiten. Neben den obligatorischen gefälschten Markenartikeln (Lacoste-Polo-Hemden etc.) gibt es Kunsthandwerk, Juweliergeschäfte, Gewürze und Restaurants.

Die elf Tage vergehen wie im Fluge. Einige von uns haben ihren Aufenthalt noch ein paar Tage verlängert, andere fliegen direkt zurück oder weiter nach Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias.

Fazit: Wir sind von der Reise begeistert – und freuen uns auf die nächste Tour 2003.

 


ANZEIGE
ANZEIGE
 
© 2011 Travelimpulse GmbH    Sitemap | Impressum | AGBs der Urlaub-im-web.de |  AGBs unserer Reiseveranstalter