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Bonn - Urlaub in der Stadt Beethovens

Das Beethoven-Denkmal auf dem Münsterplatz. Fotos: gemeinfrei

Bonn hat seit dem Verlust seines Hauptstadtstatus einen tiefgreifenden Wandel durchlebt. Das einstige politische Zentrum präsentiert sich heute als moderner Dienstleistungsstandort für Telekommunikation, innovative Technologien, Medien, Wissenschaft und Gesundheit.

 

Aus touristischer Sicht ist das heutige Bonn ebenfalls weit mehr als ein "Museum für Zeitgeschichte". Eine Besichtigung des alten Regierungsviertels sollte gleichwohl bei keinem (Kurz-) Urlaub in Bonn ausgelassen werden.

Sightseeing in Bonn

In der Innenstadt, nahe dem Hauptbahnhof, erwartet den Besucher auf dem weiträumigen Münsterplatz das bronzene Beethoven-Denkmal, das 1845 enthüllt wurde. Es ruft schnell ins Gedächnis, wer als der Größte Sohn der Stadt Bonn gilt.

Nur wenige Straßen weiter (in der Bonngasse) trifft man auf eine weitere Spur des weltbekannten Komponisten: das Beethoven-Haus, ein barokkes Bürgerhaus, in dem Ludwig van Beethoven am 17. 12. 1770 zur Welt kam. Heute ist das Haus ein Museum mit der größten privaten Beethovensammlung der Welt, das jährlich von mehr als 100 000 Menschen besucht wird.

Die zweite wichtige Sehenswürdigkeit auf dem Münsterplatzes ist die gewaltige Münsterbasilika, die im Jahre 2003 850 Jahre Kirchweih feierte. Sie zählt zu den wichtigsten Bauwerken Bonns. Zur "mahnenden Erinnerung" an die Zerstörungen, die das Gotteshaus während des II. Weltkrieges erlitt, wurde in der Nordostwand ein Granatsplitter stecken gelassen.

Der Marktplatz - das Herz der Bonner Innenstadt

Das Alte Rathaus auf dem Marktplatz.

Als das Herz der Innenstadt gilt der Marktplatz, der bereits im Mittelalter das Zentrum der Handelsstadt Bonn bildete. Heute beherrschen zur Einkaufszeit zahllose Obst- und Gemüsestände die Szenerie.

 

Am Marktplatz trifft man auch auf das Wahrzeichen Bonns, das erstmals 1393 erwähnte Alte Rathaus. 1689 fiel es der Zerstörung der Stadt durch brandenburgische Truppen zum Opfer und wurde 1737 als dreigeschossiges Bauwerk neu errichtet. An dem Mansardendach der gern fotografierten Frontseite des Rokoko-Kleinodes "bewachen" zwei goldene Löwen das Stadtwappen. Als Schauplatz neuerer Geschichte ist die in Richtung Marktplatz liegende doppelläufige Freitreppe mit den Laternensäulen und dem kunstvoll geschmiedeten Rokoko-Geländer bekannt geworden. Von der Treppe sprach 1949 Theodor Heus nach seiner Wahl zum ersten Bundespräsidenten zur Bevölkerung. Auch international Politgrößen wie De Gaulle, Kennedy oder Mandela waren hier zugegen.

 

Weitere Touristenattraktionen am Bonner Marktplatz sind der Marktbrunnen und das rustikal eingerichtete Restaurant "Em Höttche".

Die Friedrich-Wilhelm Universität

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Bonner Innenstadt gehört auch das Hauptgebäude der Rheinischen Friedrich-Wilhelm Universität. Der beeindruckende vierflügelige Schloßbau mit seinen vier Ecktürmen war ursprünglich die Residenz des Kürfürsten. Errichtet wurde er zwischen 1697 und 1705 vom bayerischen Hofbaumeister Enrico Zuccali, der ihn nach italienischem Vorbild gestaltete. 1715 betreute der Hausherr Kürfürst Joseph Clemens den französischen Architekten Robert de Cotte mit der Aufgabe, die Residenz in eine weitläufige Rokokoanlage umzubauen.

 

Vor der monumentalen ockerfarbenen Schloßanlage erstreckt sich die weitläufige Rasenfläche des Bonner Hofgartens, der im Sommer zahllosen Studenten als Liegwiese dient und in den 80er und frühen 90er Jahren als Schauplatz von Massendemonstrationen der "Friedensbewegung" bekannt wurde. Besuchenswert ist auch das Akademische Kunstmuseum der Universität am südöstlichen Ende des Hofgartens.

Das Hauptgebäude der Bonner Universität.

Das Poppelsdorfer Schloss

Wer sich in Richtung Poppelsdorf (Stadtteil) bewegt, tut dies meist wegen des Barockschlosses gleichen Namens (auch als "Schloss Clemensruhe" bekannt). Die Grundsteinlegung des Baus, der mit einem Quadrat von vier Flügeln einen runden Arkadenhof umschließt, erfolgte 1715. 1753 wurde er vollendet. Die an Sommerabenden stattfindenden "Poppelsdorfer Schlosskonzerte" vor der beleuchteten Kulisse des Schlosses sind ein Highlight für Freunde klassischer Musik. Sehenswert ist auch der angrenzende Schlossgarten, der zum "Botanischen Garten" mit 8.000 Pflanzenarten aus aller Welt umgestaltet wurde.

Das Bundesviertel und die Museumsmeile

Adenauer-Denkmal.

Besucher des alten Bonner Regierungsviertels treffen auf Sehenswürdigkeiten, die zumindest jedem "Tageschau"-Zuschauer aus der Zeit der alten Bundesrepublik noch ein Begriff sind: das Palais Schaumburg, das den jeweiligen Bundeskanzlern zu Repräsentationszwecken diente; die Villa Hammerschmidt, heute der zweite Dienstsitz des Bundespräsidenten; den Schürmannbau, der ursprünglich als Bürogebäude für den Bundestag geplant war und nun der "Deutschen Welle" als Domizil dient; das Bundeshaus mit dem Plenarsaal, in dem heute das "Internationale Kongresszentrum" ansässig ist; den "Langen Eugen", der früher als Abgeordneten-Hochhaus fungierte. Ebenfalls eine Stippvisite wert ist das Adenauerdenkmal auf dem Bundeskanzlerplatz (dem geographischen Mittelpunkt Bonns), das sich als überdimensionaler Kopf des ersten deutschen Bundeskanzlers präsentiert.

 

 

Auch die Museumsmeile in der Nähe des Bundesviertels ist ein Muss für jeden Bonn-Besucher. Ihren Kern bilden die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland und das Kunstmuseum Bonn, die auch architektonisch beeindrucken. Hervorzuheben sind ferner das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, das Naturkundemuseum Alexander Koenig und das Deutsche Museum Bonn.

 

Mehr Informationen zum Urlaub in Bonn:
www.bonn.de


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