BOLIVIEN - URLAUB IN LA PAZ

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La Paz - eine atemberaubende Stadt

Das Valle de la Luna in La Paz

Das Valle de la Luna in La Paz. Fotos: Daniela Hesse

Bolivien bietet seinem Besucher ein kontrastreiches Programm. Während der Osten des Landes aus tropischem Tiefland besteht, erstrecken sich im Westen die Ausläufer der Anden und das bolivianische Hochland. Dort liegt auf 3.600 Metern die Regierungsstadt La Paz, die man einfach nur als atemberaubend beschreiben kann. Und das nicht nur wegen der dünnen Luft, der man am besten durch Sorochi-Pills oder Kokatee vorbeugt. Eingebettet zwischen Felsen liegt die dicht bebaute Stadt in einem Talkessel und wird von dem 6.402 Meter hohen Gletscher Illimani mit seinen drei Gipfeln umrandet. Einen sehr schönen Blick auf die Stadt hat man vom, oberhalb des Talkessels gelegenen El Alto.


Ein Besuch in La Paz gehört zu jedem Bolivien-Urlaub dazu. Hier kommt man in den Genuss der andinen Kultur. Das Leben der indianischen Bevölkerung spielt sich trotz der niedrigen Temperaturen und der stechenden Sonne auf der Straße ab, wo Händler ihre Waren feilbieten. Darunter Lebensmittel wie Nüsse und Früchte, aber auch Koka, welches von den Inka-Nachfahren als tägliches Allheilmittel genutzt wird. Ist man auf der Suche nach schönen Souvenirs, besucht man die Altstadt von La Paz, die zum Schlendern in den engen und steilen Gassen einlädt.


Die Calle Linares verdankt ihren Ruf als "Zaubergasse" den Indio-Frauen, die hier altbewährte Kräuter und Pulver verkaufen. Dem Aberglauben dienen auch die toten Lama-Babys, die unter anderem beim Hausbau Glück bringen sollen. In der Calle Sagárnaga gibt es typische Souvenirs zu kaufen: Alpaca-Pullover, Ponchos, Mützen, Schals, sowie Taschen und Decken leuchten hier bunt und farbenfroh. Wer ein Andenken an den Bolivien-Urlaub sucht, wird hier sicherlich fündig. Vor allem Alpaka-Produkte und bunte Tischdecken und Tücher (Aguayos) werden gerne gekauft und lassen zuhause angekommen die Erinnerung an den Urlaub nicht so schnell verblassen.

An vielen Plätzen der Stadt kann man auch eine Spezialität der Andenregion probieren: Anticucho. Das sind kleine Häppchen von gegrilltem Rinderherz, die am Spieß mit Kartoffel als Beilage serviert werden.

 

Dorffest bei La Paz

Dorffest bei La Paz

Möchte man sich unter die Paceños mischen, geht man am besten zum Paseo El Prado, der Flaniermeile von La Paz. Die offizielle Bezeichnung des Prados ist Avenida 16 de Julio, bzw. Mariscal Santa Cruz. Am südlichen Ende des Prados gibt es links und rechts einige sehr schöne und gut erhaltene Kolonialhäuser zu sehen. Dort ist auch der Plaza Eduardo Avaroa, an dem sehr viele gute Restaurants liegen. Als Ausgangspunkt für einen Bummel auf dem Prado dient vielen Paceños der Platz an der Kirche San Francisco. Die barocke Kirche wurde 1744 neu errichtet und wird sonntags von tiefgläubigen Indios frequentiert. Ebenfalls ein beliebter Treffpunkt ist der Plaza Pedro Domingo Murillo, auf dessen rechter Seite das Parlamentsgebäude steht und links der Präsidentenpalast. Daneben steht noch eine eindrucksvolle Kathedrale, deren Bau zwar bereits 1835 begann, deren Turm aber nie vollendet wurde.


Einen besonderes Erlebnis für jeden Urlauber ist der Besuch des Valle de la Luna, welches sich 20 Kilometer südlich des Stadtzentrums befindet. Das Tal des Mondes besteht aus Felsformationen, die bizarre Formen angenommen haben. Abgerundet wird der spektakuläre Anblick von einem Panflötenspieler und einem Gitarristen, die gelegentlich "El Condor Pasa" zum Besten geben und so die perfekte Urlaubsstimmung zaubern.

Abfahrt in die Yungas - unterwegs auf der Straße des Todes

Straße des Todes in Bolivien

Straße des Todes in Bolivien. Foto: CreativeCommons/Pattrön

Die Yungas bilden die Verbindung zwischen dem andinen Hochland und dem tropischen Tiefland Boliviens und werden auch als Nebelwald beschrieben. In dieser Region befinden sich unzählige Anbauflächen für Kaffee, Obst, Zitrusfrüchte und Koka. Daher gilt die Region auch als wichtiger Versorger für die Regierungsstadt La Paz. Wer im Urlaub den gewissen Nervenkitzel sucht, wird hier sicher fündig. Von La Paz aus kann man per Mountainbike eine steile Straße herunterfahren, die berühmt berüchtigt ist und von den Einheimischen als "El Camino de la Muerte" (Straße des Todes) bezeichnet wird. Auf einer Strecke von nur 60 Kilometern werden innerhalb kürzester Zeit 3000 Meter Höhenunterschied überwunden. Mittlerweile bieten zahlreiche Agenturen dieses gefährliche Abenteuer an, das für jeden Action-Urlauber ein Muss ist. Ein Teil der Straße wurde mittlerweile asphaltiert, von Chusquipata bis Coroico besteht die Todesstraße jedoch nur aus einer Schotterpiste, die zu den steilen Abhängen hin nicht abgesichert ist.

Ausflug nach Tiahuanacu

Nur 70 Kilometer von La Paz entfernt befindet sich die wichtigste präkolumbische Kulturstätte Boliviens, die 1990 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Wozu die Ruinen einmal dienten ist heute unklar. Es könnte sich um eine Tempelstadt der Tiahuanacu-Kultur gehandelt haben. Die Bauten werden auf etwa 400 bis 1000 nach Christus geschätzt. Der Besuch der Ruinen bildet einen wichtigen Bestandteil eines jeden Bolivien-Urlaubs, denn hier befindet sich auch das Sonnentor Puerta del Sol, das wohl wichtigste Symbol der bolivianischen Kultur.

 

Daniela Hesse

Hotel Radisson Plaza in La Paz*****

Eigene Anreise
2 Tage
im Doppelzimmer
Übernachtung mit Frühstück
für   82 €
Eigene Anreise
4 Tage
im Doppelzimmer
Übernachtung mit Frühstück
für   164 €

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