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"Riviera dei Fiori" - Blumenriviera

Der westlichste Küstenstreifen Liguriens, der sich bis zur französischen Grenze hinzieht, liegt der Sonne zugewandt, gen Süden. Gleich hinter seinen malerischen Buchten ragen steil die ersten Gebirgsausläufer der maritimen Alpen auf. Durch diese Lage ist der Küstenstrichs ideal für die Blumenzucht, was ihm den Namen "Riviera dei Fiori" - Blumenriviera - einbrachte.

Von Balzi Rossi bis Cervo

Von Balzi Rossi bis Cervo wechseln sich entlang des Meeres Buchten und Häfen kleiner Fischerorte miteinander ab. Schon einige hundert Meter weiter verwandelt sich die Landschaft, zuerst in sanfte Hügel, bald in ein Massiv aus Bergen, Tälern und Schluchten. Die Farbenpracht der Gegend - das türkisblaue Meer, die goldenen Strände, die grünen Wälder, die roten Bougainvilleas und die grauen Felsen - inspirierten schon viele Künstler, Schriftsteller und Musiker zu ihren Werken. Obwohl Blumenzucht und Fischfang an der westlichen Riviera nach wie vor betrieben werden, ist die wichtigste Einnahmequelle heute der Tourismus. Die farbenprächtige Landschaft und das milde Klima - selbst im Winter wird es nicht kalt - locken Gäste zu jeder Jahreszeit.

San Remo

Eines der bekanntesten Zentren der Riviera dei Fiori ist die Stadt San Remo. Hier sorgt die Sonne noch im November für angenehm milde Temperaturen, und schon im März lädt sie die ersten Besucher wieder an die Strände des Ortes ein. Es scheint als habe die "Dea Matuta" die Göttin des Meeres und der Morgenröte, eine Schwäche für den Golf von San Remo gehabt und ihn mit diesem Klima gesegnet. Zum Dank trug die Stadt in der Antike den Namen "Matuzia". Das Bild San Remos wird bestimmt von Blumen: an kaum einem anderen Ort findet man so viele prächtige Parks, Terassen und Gewächshäuser wie hier.

Festival della canzone

San Remos berühmtes Casino, in Art-Nouveau-Architektur erbaut, stammt aus dem Jahre 1905. Es beherbergt nicht nur Spielsäle und Konferenzräume sondern auch ein Theater, in dem alljährlich das italienische "Festival della canzone" ausgetragen wird.

Über den mittleren Stadthügel hinauf erstreckt sich die Altstadt La Pigna: in dem mittelalterlichen Stadtteil steht neben ehrwürdigen Palästen die Wallfahrtskirche Madonna della Costa aus dem 17. Jahrhundert mit einem Gemälde von Domenico Fiasella und Holzstatuen von Anton Maria Maragliano.

Vom gleichen Meister aus Genua stammt auch das Holzkruzifix in der schönen Kathedrale San Siro aus dem 13.Jahrhundert.

In La Pigna ist außerdem die Villa Nobel zu bewundern, in der einst der berühmte schwedische Wissenschaftler wohnte und die nun als Kulturzentrum genutzt wird.

Das Radrennen Mailand - San Remo

Für Sportbegeisterte ist San Remo mit seine bekannten Veranstaltungen immer wieder ein Anziehungspunkt: Im März ist der Ort das Ziel des klassischen Radrennens Mailand - San Remo. Im April bietet es die Oster-Segelregatte und ein Oldtimer-Rennen. Die Attraktion im Oktober ist die Markenweltmeisterschafts-Rallye. Im November schließlich lockt die Regatta der Wintermeisterschaft West Liguria.

Bordighera

Bordighera, das elegante Küstenstädtchen nahe der französischen Grenze, gründete Sant'Ampelio, indem er im 12. Jahrhundert Palmen und Weinstöcke aus dem Orient hier ansiedelte. Der Legende nach wurde die idyllische Stadt von Magiarge vor der Plünderung bewahrt, einer von den Sarazenen verschleppten Sklavin, die später in Bordighera starb. Im vorigen Jahrhundert entdeckte schließlich der englische Adel die Stadt als Urlaubsresidenz für sich. Verewigt wurde die Schönheit der Stadt vom berühmten französischen Maler Claude Monet.


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