Wer heutzutage an irgend einem Campingplatz vorbeifährt, hat das Gefühl, dass Wohnwagenplatz der passendere Ausdruck wäre. Wohnwagen und Wohnmobile wohin man schaut. Wer mit Zelt anreist, der hat das Gefühl von lauter Blech erdrückt zu werden.
Einzig in der Hochsaison finden sich auf europäischen Campingplätze auch noch eine größere Anzahl Zelte, aber oft bekommen Reisende, die Zelten möchten einen Platz am Rande des Platzes, vielleicht noch in der Nähe der nächsten Straße zugewiesen, Stellplätze mit entsprechend langem Weg zu den Sanitärgebäuden, zur Küche oder zum Fernsehraum.
Wer zelten möchte, der fühlt sich oft als Camper zweiter Klasse.
Warum überhaupt Zelten?
Beim Zelten ist man ganz nahe an der Natur, wer im Zelt schläft, der hört buchstäblich jeden Windhauch, jeden Regentropfen, das Schlagen der Brandung, jeden Schrei einer Möwe, das Gezwitscher der Singvögel im Morgengrauen und selbst den Igel, der auf der Suche nach Nahrung vorbeitappt und er hört natürlich auch, wenn mitten in der Nacht das charakteristische Geräusch eines zirpenden Reißverschlüsses erschallt.
Wer zeltet, der ist mitten im Geschehen und wer nachts mal aufwacht, der wird sich nie langweilen
und anfangen trüben Gedanken nachhängen.
Kurz: Wer zeltet erlebt seine Umgebung. Es ist einfach herrlich. Natürlich ideal, wenn man wirklich in freier Natur campieren darf, was in Europa leider nur in einigen skandinavischen Ländern erlaubt ist.
Wer sucht, der findet aber auch Campingplätze auf denen man sein Zelt am Seeufer, am Meer oder am Waldrand aufbauen kann.

Im Zelt bekommt man auch mit, wenn in den Morgenstunden die Temperatur nochmal um einige Grade sinkt. Egal, Hauptsache man ist raus aus der Stadt und in der Natur.
Und nach dem Aufstehen sollte man ganz in Ruhe Tee oder Kaffee kochen, am besten im Trangia-Sturmkocher, und dann Frühstückspeck und Eier in die Pfanne braten, sehr lecker! Wer in der Lage ist einen guten Platz zum Zelten zu finden (daran denken, Wasser fließt immer bergab, also Kuhlen meiden. Experten suchen sich immer leicht erhöhte Plätze, auch wenn sie eine Weile suchen müssen), ein Zelt richtig aufzubauen und abzuspannen, nur der ist ein echter Camper!
Wander-, Kanu- oder Fahrradtouren mit Zelt oder lieber eine Trekkingtour mit einem PS
Ideal ist es, mit Zelt und Rad oder Kanu die Welt zu entdecken.
Wunderbare Alternativen sind Trekkingtouren mit Pferd oder Esel oder gleich richtige Wandertouren mit Zelt und Schlafsack. Allerdings sollte man schon ein wenig sportlich sein, aber selbst das ist keine Bedingung, wenn man bereit ist sein Gepäck stark zu reduzieren und Muskelkater und Blasen an den Füßen zu akzeptieren.
Gibt es nur noch Weicheier? Zelten die einzige Urlaubsart, die Nähe zur Natur garantiert, ökologisch korrekt ist und dabei auch noch sehr preiswert.
Kommentare:
1 Kommentar zu "Zelten - Camping ganz ohne Blech"
Jochen am 6. September 2010 um 12:46
Als Kinder waren wir oftmals in Zelten unterwegs … das hat immer massig viel Spass gemacht.