Städtereisen liegen im Trend - ein Umstand, der sich nicht nur in Weltmetropolen wie New York, London oder Berlin bemerkbar macht, sondern auch in quirligen Hafenorten, alterwürdigen Kulurmetropolen und kleineren Hauptstädten (Amsterdam, Dublin oder Stockholm) spürbar ist.
Ursachen der wachsenden Beliebtheit von Städtereisen
Ein Grund für die wachsende Popularität von Städtereisen ist recht trivial: Die Billigangebote zahlreicher Fluglinien und Reiseveranstalter haben Städtereisen deutlich preiswerter gemacht. Wochenendtrips nach Wien, Prag oder Göteborg sind heute günstiger denn je.
Darüber hinaus vertragen sich spontan geplante, kurze Städtetrips prima mit dem Wunsch moderner Menschen, im Urlaub ungebunden und flexibel zu sein. Viele Urlauber schätzen es, am Wochenende kurzfristig eine Stadt ihrer Wahl zu besuchen und mit dem eigenen Pkw anzureisen. Natürlich sind es oft Singles, die diese Art der Freiheit nutzen.
Doch auch die Anforderungen der modernen Arbeitswelt dürften eine Rolle spielen: In Zeiten steigenden Leistungsdrucks und steigender Kündigungsgefahr scheuen sich viele Menschen, ihren Arbeitsplatz wochenlang zu verlassen und bevorzugen mehrere Kurzurlaube - oft eben in Form eines spontanen Städtetrips. Allerdings ist noch ein weiterer Trend zu beobachten: Manch ein Städteeisender plant seinen Stadtbesuch als eine Art Zwischenstopp auf dem Weg zum eigentlichen Urlaubsziel.
Die Popularität von Städtereisen dürfte zudem mit dem allgegenwärtigen Trend zur Erlebnisgesellschaft zusammenhängen. Echte Metropolen üben mit ihrem pulsierenden Stadtleben, zahlreichen Sehenswürdigkeiten, attraktiven Shoppingmöglichkeiten und häufigen Großevents eine magische Anziehungskraft auf “Erlebnishungrige” aller Altersschichten aus.
Allerdings darf eine Städtereise mitnichten mit allzu großer Betriebsamkeit oder gar Hektik gleichgesetzt werden.
Gerade viele Metropolen in Europa besitzen wunderschöne große Parkanlagen und ein ausgedehntes grünes Umland. Picknicks oder Spaziergänge im Park oder gar Wanderungen im städtischen Umland (man denke nur an den Wienerwald) befriedigen durchaus das ebenso weit verbreitete Bedürfnis nach Erholung. Wer in eine ländliche Kleinstadt oder in einen Kurort reist, sucht ohnehin primär eine Auszeit vom Alltagsstress.
Im Übrigen verbinden sich Städtereisen oft mit einem weiteren gesellschaftlichen Trend, der sich mit oberflächlicher Hektik nur schwer verträgt: Der Entwicklung zur Bildungsgesellschaft. Wer Kulturmetropolen wie Dresden, Weimar, Paris oder Florenz besucht, will häufig nicht nur rasch “Sehenswürdigkeiten fotografieren”, sondern sucht ein wirkliches Bildungserlebnis.
Foto: Touristen unterwegs auf der Karlsbrücke in Prag. Urheber: donald judge, Lizenz: creative commons.
Tipp: Städtereisen bei Urlaub-im-web …
Kommentare:
1 Kommentar zu "Urlaub in der Stadt - trendy, aufregend, erholsam und bildend"
Beate am 15. Juli 2010 um 11:51
Ich kann diesem Trend nur zustimmen! Seit Jahren plündere ich meine Reisekasse grundsätzlich nur um mir so viele Metropolen wie möglich anzuschauen. Zum einen ist jede Stadt anders und versprüht ein ganz eigenes Flair. Ich liebe es die immer wieder neue Atmosphäre kennezulernen, die Architekturen zu erkunden oder einfach mal im Park oder Cafe zu sitzen um die dort lebenden Menschen zu beobachten. Eine solche Beobachtung sagt manchmal mehr aus als ein Reisefüher je vermitteln kann!
Es gibt aber noch einen anderen, eher pragmatischen Grund, warum man meiner Meinung nach besser in die große Stadt als ans Meer fahren sollte: Bei den momentan sommerlich heißen Temperaturen in Deutschland, kann man sich auch bequem im Garten oder am Badesee bräunen lassen. Denn um nur in der Sonne zu liegen, muss man nicht stundenlang im Flugzeug sitzen.