Tourismus-Futurologie - die Visionen des Dr. Yeoman
geschrieben von zlatan i. (20. August 2009)

Das Atomium in Brüssel anno 2050? Foto: Shirley Williams Wer öfter Folgen der Science-Fiction Serie Star Track schaut (Nach-Kirk-Generation), kennt mit Sicherheit das sog. “Holodeck”. Allen anderen gibt Wikipedia Auskunft: Ein Holodeck ist ein Raum auf einem Raumschiff “… in dem beliebige virtuelle Welten mittels Holografie-Technik simuliert werden können.” Holodeck-Besucher können derart per Knopfdruck z. B. frühere historische Epochen, aber auch alle aktuellen Urlaubsziele der Erde (und anderer Planeten …) “besuchen”. Prinzip: Gerade ist man noch auf Hawaii - und ein paar Minuten später schon in Beijing oder London. Dass man nicht wirklich in London oder Beijing ist, kann man als Holodeck”reisender” weder sehen noch riechen noch schmecken. Bestenfalls fällt dem einen oder anderen virtuellen Touristen der fehlende Jetlag auf.

So weit, so gut. Bleibt nur die kindlich-naive Frage: Wird es so was irgendwann wirklich geben?

Nun, für die Beantwortung solcher Fragen gibt es eigens ausgebildete, hochqualifizierte (und oft durch Steuergelder finanzierte) Experten: die Tourismus-Futurologen. Ein prominenter Vertreter dieser nützlichen Zunft ist der Neuseeländer Dr. Ian Yeoman von der University of Wellington. Auf einer unlängst in Australien abgehaltenen Konferenz zur “Zukunft des Tourismus” hat Yeoman nun gleich einen ganzen Katalog von Neuheiten aufgeführt, die Urlaubern im Jahre 2050 ff. drohen könnten. Künstliche Landschaften (”recreated landscapes”) sind - welch Überraschung - auch dabei.

Was Dr. Yeoman im Einzelnen voraussagt (oder wenigstens für möglich hält), soll auch den Lesern von Urlaub-im-web.de nicht vorenthalten bleiben. Deshalb hier eine kleine Liste mit “Yoemans Visionen”:

- künstliche indoor Skicenter, Zirkusse, Zoos und Golfkurse

- Kreuzfahrtschiffe so groß wie Flugzeugträger

- Roboter als Barkeeper und Kellner

- ferngesteuerte Wachhunde, die eine Kamera um den Hals tragen

- selbstreinigende Hotelräume

- Hotelräume, die auf Knopfdruck ihre Farbe ändern

- Pillen gegen das Schlafbedürfnis (Motto: “Kosten Sie ihren Urlaub rund um die Uhr aus”)

- Roboter als Prostituierte (Motto: “Bei Robotern können Sie sich keine Geschlechtskrankheiten holen”).

(Anmerkung: Der Doktor betonte auf der Konferenz, dass er teilweise über die “extreme Zukunft” spricht. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.)

Quelle: www.stuff.co.nz

Foto: Das Atomium in Brüssel anno 2050? Foto: Shirley Williams, Lizenz: creative commons


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