Stop & Go in Amsterdam – warum man die Innenstadt mit dem Auto meiden sollte
Nach einem kurzen Wochenendausflug an die holländische Küste sollte noch ein Abstecher nach Amsterdam folgen. Wir fuhren also von Zandvoort nach Amsterdam, immer geführt von unserem treuen Navi.
Anfangs ging noch alles glatt. Gut, schon bei Haarlem staute sich der Verkehr etwas, aber wer kann es den Holländern verübeln, dass sie das warme Wetter für einen Ausflug nutzen.
Ich bestimmt nicht, schließlich war ich aus demselben Grund hier. Trotz allem erreichten wir Amsterdam zügig, allerdings von einer für mich ungewohnten Seite, so dass ich mich - orientierungslos wie ich war – auf das Navi verlassen musste.
Nichtsahnend fuhr ich immer weiter in das Zentrum Amsterdams und kam schließlich zur Rokin. Fahrräder quetschten sich an mir vorbei, während ich beim Stop & Go alle paar Minuten 10 Meter vorrückte. Von einem Parkhaus war hier keine Spur und ich war eingequetscht zwischen Straßenbahnspur und Radfahrern. Mir blieb nichts anderes übrig als weiter geradeaus zu fahren, denn nach rechts bot sich auch keine Alternative an. So fuhr ich von der Rokin auf den Damrak, einer der Hauptstraßen in Amsterdams Innenstadt.
Auch hier ging es weiter stockend voran, doch endlich kam auf der rechten Seite ein Parkhaus. Die 4 Euro pro Stunde, die ich im Parkhaus des Kaufhauses „Het Bijkendorf“ pro Stunde bezahlen sollten, interessierten da weniger. Ich hatte erstmal genug vom Autofahren.
Amsterdam war an diesem Nachmittag zwar sehr voll, doch die milden Temperaturen und die gute Stimmung sorgten für einen angenehmen, wenn auch kurzen Aufenthalt. Gegen 19.30 wir zurück zum Parkhaus. Dass auf dem Damrak wieder einmal Schritttempo angesagt war, hatte ich schon beim Reingehen bemerkt, doch jetzt ging es auch im Parkhaus nicht voran. Von der 4. Etage brauchten wir mehr als eine halbe Stunde bis zur Ausfahrt, denn bereits im Parkhaus staute es sich. Zeitweise ging es sogar gar nicht voran, was ein Hupkonzert zur Folge hatte.
Endlich auf der Straße zeigte sich keine Besserung. Der Damrak war wie schon vorher hoffnungslos verstopft und bis zum Ende der Straße, wo sich der Bahnhof befindet, benötigten wir weitere 25 Minuten. Dort zeigte sich auch eine der Ursachen für das Verkehrschaos. Laut Navi sollten wir rechts fahren, doch die Straße war gesperrt. Der Grund dafür war der Marathonlauf „Dam tot Dam Loop“.
Schließlich endete die Stop & Go-Odyssee und für mich bleibt nur die Empfehlung an alle Autofahrer, die Innenstadt von Amsterdam und das Parkhaus Bijkendorf zu meiden – auch wenn das Navi etwas anderes sagt!
Kommentare:
2 Kommentare zu "Stop & Go in Amsterdam – warum man die Innenstadt mit dem Auto meiden sollte"
veto am 30. September 2009 um 08:56
Du hast nur großes Pech gehabt, es ist nicht immer so schlimm. War selber 7 oder 8 mal dort, ohne große Probleme. Allerdings kommt man auch gut mit der Bahn nach Amsterdam.
Liz am 28. Februar 2011 um 13:56
Wer ängstlich ist, egal ob Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer sollte Amsterdam sowieso meiden. “Was dort für Typen rumlaufen,” denkt so manche ängstliche Hausfrau oder Kleinbürger und fährt einmal und nie wieder hin. Dabei sind die Menschen dort einfach nur locker drauf und beurteilen nicht jeden nach seiner Kleidung und seiner Frisur.