Sightseeing mit Segway - sehen und gesehen werden
geschrieben von VivaUrlaub (14. Mai 2010)

Segway-Tour in Paris. Copyright: CreativeCommons/Siren-Com Sightseeing ohne sich die Füße wund zu laufen oder stundenlang auf einem unbequemen Fahrradsitz zu verbringen – das ging bisher nur im Bus. Nun kann man aber in immer mehr Städten mit Segway-Rollern auf Tour gehen. Auf diese Weise sieht man nicht nur viel von der Stadt, ohne dass einem die Puste ausgeht, sondern hat auch jede Menge Spaß auf den lustigen Elektro-Rollern, mit denen man einige Blicke auf sich zieht.

Es sieht ja auch wirklich putzig aus, wenn eine Gruppe Erwachsener im Entenmarsch durch die Stadt fährt. Komisch fühlen sich meistens auch die ersten Fahrversuche auf den einachsigen Elektrorollern an, die ihr Gleichgewicht selbst steuern. Darauf muss sich der Fahrer einlassen, behält dafür aber die Kontrolle über Geschwindigkeit und Lenkung. Gesteuert wird über Gewichtverlagerung. Beim Vorwärtsfahren lehnt man sich leicht nach vorne. Will man links oder rechts fahren, muss man sein Gewicht auf die jeweilige Seite verlagern, zum Bremsen einfach nach hinten lehnen. Die ersten „Schritte“ dienen der Übung und führen meist über einen kleinen Parcours. Dazu gibt es eine theoretische Einweisung vom Tour-Guide. Die Segway-Roller unterliegen der Straßenverkehrsordnung. Um mit ihnen fahren zu dürfen, braucht man mindestens einen Mofa-Führerschein.

Hat man sich mit dem Segway vetraut gemacht, kann es endlich losgehen. Mit maximal 20 Stundenkilometern geht es dann durch die Stadt oder durch die Natur – je nachdem, welche Tour man gewählt hat. Die meisten dauern zwischen zwei oder drei Stunden. Die zwei Lithium-Ionen-Akkus der Segways reichen für 35 bis 40 Kilometer aus. Allen Vorurteilen zum Trotz ist Segwayfahren sehr umweltfreundlich: Auf 200 Kilometern verbrauchen die Elektro-Roller Strom für rund einen Euro. Umweltfreundlicher geht es nur mit der Fahrradrikscha.

Die ist sowieso um einiges günstiger, denn Segway-Touren schlagen je nach Anbieter und Tour mit 39 bis 85 Euro zu Buche. Aber es schadet ja nicht, mal etwas Neues auszuprobieren und Deutschlands Städte bei einer Segway-Tour besser kennen zu lernen. Hier eine Liste einiger Tour-Veranstalter:

Berlin – Hamburg – Frankfurt:
Mindways Segway Citytour
Die Touren dauern meist zweieinhalb Stunden und führen auf zehn Kilometern an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei.
Die Preise liegen bei 58 Euro pro Person, ab vier Personen kostet die Tour 48 Euro pro Person.
Telefon: 070001/73 49 29 oder für Hamburg 040/47 11 33 00

Dresden:
Segway Tour Dresden
Die Tour führt auf zwölf Kilometern drei Stunden durch Dresden.
Der Preis beläuft sich auf 65 Euro pro Person.
Telefon: 0351/48 67 101

Düsseldorf:
Segway Point Düsseldorf
Im Angebot sind drei Touren (Afterwork, Stadt-Land-Fluss und von Unterbilk nach Kaiserswerth)
Die Preise liegen zwischen 65 und 80 Euro pro Person.
Telefon: 0211/15936748

Köln:
Segway Tours Cologne
Bietet auch Touren in Bonn, Düsseldorf, Landschaftspark Duisburg-Nord und Neuss an.
Eine einstündige Schnuppertour gibt es schon ab 39 Euro.
Telefon: 0221/16 87 25 11

Krefeld:
Segway-Point Krefeld
Im Angebot sind verschiedene Touren in und um Krefeld
Die Preise liegen zwischen 39 und 75 Euro pro Person.
Telefon: 02151/781 90 83

München:
Segway Tour München
Man kann zwischen der Classic Tour und der Bavaria Tour wählen.
Die Preise für die zwölf Kilometer langen Touren liegen bei 75 Euro pro Person.
Telefon: 0177/57 67 77 0

Rhein-Ruhr:
Segwaypoint Rhein Ruhr
Ab vier Personen werden Touren auf Wunsch in folgenden Orten angeboten: Bochum, Duisburg, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Leverkusen, Mülheim, Neuss, Oberhausen und Wuppertal.
Die Tour kostet ab 85 Euro pro Person.
Telefon: 0201/17 67 49 22

Foto: Touristen auf Segway-Tour in Paris. Copyright: CreativeCommons/Siren-Com


Kommentare:
3 Kommentare zu "Sightseeing mit Segway - sehen und gesehen werden"
Biggi am 30. Juni 2010 um 16:32

Auch der SegwayPoint Köln bietet individuelle Touren an. Telefon: 0221- 5802674. Ich habe selber in der vergangen Woche eine Tour durch den Rheinhafen mitgemacht. Einfach großartig - kann ich nur jedem empfehlen eine super Einweisung von einem sehr netten Team!!


Lisa am 26. Juli 2010 um 14:07

Interesante und neue Möglichkeit eine Stadt zu erkundingen. Nur blöd, dass man erst mit einem Moped-Füherschein fahren darf. Was machen denn die Kleineren?!
Trotzdem tolle Idee !


fabi89 am 11. August 2010 um 10:28

Ist wirklich eine tolle Idee. ich wollte schon immer mal mit so einem Roller fahren und so kann man das gleich noch mit ein bißchen Kultur verbinden. Lohnt sich bestimmt auch mal ein Wochenende lang. Na dann Dresden, ich komme. ;)


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