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Sex im Griechenland-Urlaub - das Kamaki-Phänomen
Der Sex mit ausländischen Urlauberinnen wurde kurzerhand zum Wettkampf zwischen den männlichen Insulanern erklärt und mit dem Wort „Kamaki“ umschrieben. Ursprünglich bezeichnete der Begriff eine Harpune, die für den Oktopusfang genutzt wurde. Doch von nun an umschrieb Kamaki die Flirt-Angriffe, mit denen die jungen Griechen Jagd auf blonde Urlauberinnen machten. Für jede Eroberung gab es Punkte. Auf Skiathos soll es ein Punktesystem von eins bis zehn gegeben haben. So bekam man(n) für Engländerinnen einen Punkt – die niedrigste Punktezahl. Für Deutsche und Norwegerinnen zwei Punkte. Weshalb so wenig? Ganz einfach, die Punktezahl richtete sich nicht nach Aussehen oder Beliebtheit, sondern nach Verfügbarkeit. Begehrte Sex-Objekte waren daher vor allem Nordamerikanerinnen, Australierinnen und Asiatinnen. Schließlich galt es, ungeschlagener Kamaki der Insel zu werden. Als Beweismittel und Trophäen dienten den griechischen Lovern Fotos und manchmal auch Briefe. Besonders in den 80ern und 90ern konnte man das Kamaki-Phänomen auf den griechischen Inseln überall beobachten. Die Kamaki-Könige von einst gibt es aber schon lange nicht mehr, auch wenn die griechischen Machos immer noch Jagd auf willige Urlauberinnen machen. Einen Eindruck von damals bekommt man in Nikos Mistriotis‘ Dokumentarfilm „Colossi of Love“, in dem ehemalige Kamaki-Champions von ihren Erlebnissen erzählen und ihre speziellen Flirt-Tricks offen legen. Die Mittfünfziger lassen in den Interviews aber auch Kritik an der Jugend: „Es ist vorbei“, sagt einer der Kamaki-Veteranen enttäuscht. Heute gäbe es auf Rhodos nur noch sechs oder sieben Kamaki. Die große Zeit der Kamaki-Wettbewerbe mag vielleicht vorbei sein. Auch die Urlauberinnen mögen heute nicht mehr so schnell auf die Lügen (Zitat: „Nur schöne Lügen“) ihrer griechischen Lover reinfallen, doch Sex und heiße Flirts zwischen Urlauberinnen und Einheimischen gibt es auch heute noch. Auch das Wort Kamaki wird dafür noch gern benutzt, wie aktuelle Online-Videos und Websites belegen. So gibt eine griechische Internetseite Kamaki-Flirttipps, die angehenden Kamakis bei ihrer „Jagd“ auf Urlauberinnen helfen sollen. Laut diesem – nicht ganz ernst gemeinten – Ratgeber soll die deutsche Urlauberin vor allem auf Kreta anzutreffen und deutlich an ihren Achselhaaren auszumachen sein. Um sie kennen zu lernen, biete man ihr am besten an, ihren Rücken einzucremen – damit sie ihre weiße Haut nicht verbrennt! Nicht sehr charmant, aber immer noch besser als die Beschreibung der englischen Urlauberin, die inmitten von Bierdosen zu finden sei. Leicht zu beeindrucken sei vor allem die schwedische Urlauberin. Ihr könne man alles erzählen – schließlich sei sie ja blond! Wer sich im Urlaub selbst als Kamaki probieren oder auf die Anmach-Profis richtig vorbereitet sein möchte, findet die Tipps hier in englischer Sprache: Kamaki-Flirttipps Foto: Griechische Aufreißer am Strand von Rhodos. Copyright: XYZ-Productions/Yannis Kopsias
Kommentare:
2 Kommentare zu "Sex im Griechenland-Urlaub - das Kamaki-Phänomen"
Valeska am 4. Oktober 2010 um 10:19
Das diese Ideen nicht neu sind, ist ja gemeinhin bekannt, vor allem in afrikanischen Ländern gibt es viele junge Männer die Ausschau nach einer europäischen Frau halten, um diese dann auszunehmen. So schlimm scheint es ja in Griechenland nicht zu sein. Mir jedenfalls ist in meinem Kretaurlaub vor zwei Monaten nichts in dieser Art aufgefallen, aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich meinen Lebensgefährten mit hatte.
Sonnenanbeterin am 14. Februar 2011 um 12:23
Oh Mann! Das ist einfach unfassbar. Aber irgendwie auch lustig ;), ich gebs ja zu. Hinterlasse einen Kommentar
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