Oh wie ich es hasse: Diese Buffets, das Anstehen, wie in der letzten Werkskantine. Warum sie so beliebt sind? Weil es für die Hotels so schön einfach ist, weil die Küche auf den Buffets wunderbar Reste verarbeiten kann und das Liegengebliebene sich am nächsten Tag nochmals aufwärmen lässt (auch wenn es verboten ist, aber wo schert man sich darum?). Außerdem kann der Service sich darum kümmern Getränke zu verkaufen.
Aber, in erster Linie sind die Gäste Schuld. Was soll die arme Hotelleitung als Tagesmenü auf die Karte schreibe? Der eine Gast isst kein Rindfleisch (BSE), der andere kein Schweinefleisch (zu fett), der Dritte ist Veganer, der Vierte nur normaler Vegetarier, der Nächste isst Fisch, aber kein Fleisch… Von nicht genehmen Saucen und Beilagen, von Leber, Niere, Meeresfrüchten gar nicht zu reden.
Also Buffets mit merkwürdigen Salaten, am besten mit fetten Mayonnaisen, totgekochten Gemüsen, trockenen Puten, traurigem Huhn, geschmacklosem Kotelett, mageren Schnitzelchen (am besten paniert), Nudeln und Pommes Frites für die Kinder.
Vieles wird stundenlang erst in der Küche und dann am Buffet warm gehalten: Vitamine und Nähstoffe würde man vergeblich suchen: Die haben sich verabschiedet. Nicht verabschiedet haben sich die Keime im Pudding oder im Eis. Gut dass die meisten Mägen robust sind.
Aber wenn wundert es. Wer zu Hause regelmäßig Fertigpizza, Nudelnfertiggerichte, TK-zeugs und Konservenpampe isst und Eistee, Cola und Tetrapacksäfte trinkt, dem kann man im Urlaub fast alles vorsetzen.
Der arme Gast, der noch eine gute Nase und noch einen echten Geschmackssinn hat, der darf Dorschfilet mit Schimmelgeschmack probieren, “erfreut” sich an ranzigem Öl, riecht das alte Fett aus der Küche oder die vergorenen Salatsaucen. - Egal, keiner merkt etwas.
Die Vorlegebestecke, also die Besteck mit denen man sich am Buffet auffüllt, sind der letzte Beweis für die Wiederstandfähigkeit des menschlichen Körpers. Ich möchte nicht wirklich wissen, wie viele ungewaschene Finger die Salatbestecke und Fleischgabeln vor mir anpacken. Nein, das brauche ich nicht zu wissen.
Hier stellt sich die Frage nach Alternativen: Essen gehen und dabei Augen und Nasen gebrauchen, außerdem aus dem Bauch hinaus entscheiden. Im Zweifelsfall lieber nach Mac Donald gehen. Besser noch besser als ein anrüchiger Schnellimbiss. Oder selber kochen. Hier ein Beitrag zum Thema auf dem Blog Nila.at
Kommentare:
1 Kommentar zu "Immer diese schrecklichen Buffets"
Lisa am 29. Juli 2010 um 10:02
Ist schon echt erschreckend wie das Essen in manchen Hotel schmeckt. Ich habe nichts gegen ein Büffett, finde es sogar sehr angenehm da ma da einfach eine vielseitigere Auswahl hat und einfach alles austesten kann. Aber dann sollte bitte die Hotelbetreiber das Essen täglich frisch kochen lassen und nicht schon seit 3 tagen verwenden.