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Hotelbewertungen – alles nur ein Fake?
Hotelbewertungen gibt es mittlerweile auf vielen Online-Portalen wie beispielsweise Holidaycheck.de oder Tripadvisor.de. Doch kann man den Hotelbewertungen wirklich trauen? Schließlich muss auf den meisten Bewertungsportalen der Hotelaufenthalt nicht nachgewiesen werden und die Fälschung von Hotelbewertungen scheint groß im Kommen zu sein. So bat kürzlich ein Unternehmen auf der Seite Textbroker.de – einer Internetseite, auf der man Texte von Journalisten erwerben kann – um die Verfassung von Hotelbewertungen. Der Umfang des Auftrages belief sich auf über 300 Hotels. Diese professionelle Art der Fälschung ist nur eine Methode. Auch Hoteliers nutzen in Bewertungsportalen gerne die Möglichkeit ihren Durchschnitt durch „geschönte“ und positive Bewertungen zu verbessern. Das Bewertungsportal räumte im August selbst ein, mit diesen Problemen zu kämpfen. 400.000 Bewertungen kann man bei Tripadvisor einsehen. Wie viele davon gefälscht seien, will Tripadvisor nicht sagen. Aber das Bewertungsportal hat die jeweiligen Bewertungen mit entsprechenden Warnhinweisen gekennzeichnet. Wer sich über die Echtheit der Hotelbewertungen wirklich sicher sein möchte, sollte auf Bewertungsportale zurückgreifen, in denen der Hotelaufenthalt nachgewiesen werden muss. Auch bei Urlaub-im-Web.de gibt es nur Bewertungen ehemaliger Hotelgäste. Diese werden einige Zeit nach ihrem Urlaub von Urlaub-im-Web.de angeschrieben und um ihre Bewertung gebeten. Etwa 30 Prozent der Hotelgäste nutzen die Möglichkeit zur Hotelbewertung. Der Nachteil dieser Methode ist, das bisher nicht zu jedem Hotel Bewertungen vorhanden sind. Der klare Vorteil ist jedoch, dass man bei Urlaub-im-Web.de garantiert keinen gefälschten Hotelbewertungen auf den Leim geht.
Kommentare:
11 Kommentare zu "Hotelbewertungen – alles nur ein Fake?"
Kotae am 9. Dezember 2009 um 13:40
Ganz schön krass, das ein Unternehmen so etwas in Auftrag gibt >:(
Thomas am 11. Dezember 2009 um 09:38
Schwarze Schafe gibt es überall - leider. Doch derartiges Vorgehen rächt sich früher oder später, denn Unwahrheiten kommen recht schnell ans Licht. Und dann hat man verloren, durch solche Aktionen straft jedes Hotel sich selbst ab. Authentizität nud Ehrlichkeit sind die Schlagworte, um die es geht. Hotelbewertungen sind ein wichtiges Thema für die Hoteliers. Aber mit negativen Hotelbewertungen muss man rechnen und umzugehen wissen. Wenn man dies beherzigt und offensiv mit dem Thema umgeht, die eigenen Gäste bittet, Hotelbewertungen abzugeben, kann man auch damit leben, wenn sich unter allen Onlinebewertungen ein paar wenige negative Bewertungen befinden. Hier wären wir dann nämlich wieder beim Thema Authentizität - denn niemand ist perfekt.
Stefan Niemeyer am 11. Dezember 2009 um 10:35
Tja, der Redakteur hat leider ein wenig geschludert: “Wer sich über die Echtheit der Hotelbewertungen wirklich sicher sein möchte, sollte auf Bewertungsportale zurückgreifen, in denen der Hotelaufenthalt nachgewiesen werden muss. Dies ist unter anderem bei Holidaycheck.de der Fall.” Seit wann muß ich den bei holidaycheck.de im ersten Schritt meinen Aufenthalt nachweisen? Das stimmt leider so nicht. Geschlossene Bewertungssysteme haben nur die Online-Reservierungsportale wie hrs.de, booking.com, beauty24.de etc. Da sind wohl Korrekturen angesagt.
VivaUrlaub am 11. Dezember 2009 um 12:55
Danke für den Hinweis! Leider habe ich mich bei der Recherche auf eine falsche Quellenangabe verlassen. Der betreffende Satz wird gelöscht.
Götz A. Primke am 12. Dezember 2009 um 15:15
Moin, ich kann Thomas nur beipflichten: Es gilt auch hier der gute alte Spruch: “Was stört’s die deutsche Eiche, wenn sich die Sau dran schubbert.” Ein Hotel sollte seine Gäste aktiv dazu anleiten, animieren, ggf sogar anreizen (neusprech: incentivieren) auf holidaycheck, qype, tripadvisor und/oder tripsbytips entsprechenden Kommentare einzutragen. Allerdings sollte der Hotelier eins nicht vergessen: was zählt ist die Hardware. Wenn das Hotel, der Service, die Qualität des Angebots nicht stimmt, dann gibt es eben auch ein paar negative Einträge. Doch diese helfen, das eigene Angebot dann zu verbessern. Also, liebe Hoteliers: stellt Aufsteller o.ä. in die Zimmer. Dann spart Ihr Euch ganz viel Werbeausgaben.
Markus am 12. Dezember 2009 um 22:35
Ich stell mir gerade einen Gast vor, der auf eine geschönte Hotelbbewertung hin ein Hotel bucht… Er ist bei der Anreise von dem Hotel enttäuscht, das doch so toll sein soll, also wird er spätestens nach seinem Urlaub einen entsprechenden Kommentar bei den Buchungsportalen hinterlassen und nie wieder in dieses Hotel fahren. Das heißt, der Gastronom verliert gleich doppelt….
Wilfried Schade am 13. Dezember 2009 um 09:58
Wenn jeder Hotelgast die Möglichkeit der Bewertung eines Hotels durch die jeweiligen Hotelportale wie z.B. HRS,hotel.de oder booking.com nutzen würde, gäbe es ein realistischeres Bild. Leider ist es oft so, dass eher unzufriedene Gäste oder überdurchschnittlich zufriedene Gäste eine Bewertung abgeben. Bei HRS hat man die Sache verkompliziert, in dem der Gast vor Anreise schon erklären muss, ob er nach dem Aufenthalt eine Bewertung abgeben will. Das ist z.B. bei booking.com einfacher. Die Hoteliers können natürlich auch den Gast animieren, eine Bewertung abzugeben.
Georg Ziegler am 21. Dezember 2009 um 10:37
Hallo zusammen, Bei HolidayCheck muss jeder Nutzer, der eine Bewertung abgeben will, ausdrücklich (und rechtsverbindlich) bestätigen, daß er in diesem Hotel als Gast übernachtet hat und keine mutwilligen Falschaussagen tätigt. Beherbergungsnachweise werden, als Teil des Prüfprozesses, vom System stichprobenweise und auch im konkreten Einzelfall angefordert und von Mitarbeitern des Content Teams überprüft. Ob bei Tripadvisor, HolidayCheck, Booking, HRS o.a. - bei der HOTREC Konferenz in Prag haben wir uns ausgetauscht und können portalübergreifend feststellen, dass mehr als 80% der Bewertungen bei den jeweiligen Portalen positiven Inhaltes sind. Dass grösstenteils Nörgler und notorisch unzufriedene Kunden sich im Internet äussern ist also erfreulicherweise nicht der Fall. Die Stimmen hier zeigen, dass sich die Erkenntnis schon sehr weit verbreitet hat, dass man als Hotelier mit manipulierten Bewertungen letztlich sich selbst schadet. Ich möchte nur gerne anmerken, dass auch bei “geschlossenen” Bewertungssysteme Manipulationen leider nicht ausgeschlossen sind. Bei zahlreichen Kongressen wurden mir dort schon interessante Praktiken mitgeteilt, wie man auch auf diesen Portalen seine Schnitte frisieren und polieren kann. Letztlich bin ich persönlich überzeugt, dass die zunehmende Normalität der Bewertungen durch Gäste über kurz oder lang Manipulationen zu einer Randerscheinung werden lassen. Ein Hotel mit einem guten Produkt hat Manipulationen nicht nötig. Und die berühmten schwarzen Schafe werden in jedem Medium einen Weg suchen und finden, ihr Produkt zu verschleudern. In diesem Sinne allen Lesern hier ein frohes Fest und ein gutes neues Jahr!
μέθοδος ρουλέτας am 16. Januar 2010 um 18:19
Lustig, ich hätte garnicht gedacht das das *wirklich* so funktioniert. Komische Welt.
bronski am 4. Mai 2010 um 17:40
ich lebe seit drei jahren mit business gastronomie/hotel in vietnam/phu quoc island…kenne sie alle, die sich eigenständig zb.bei tripadvisor hier schön frisieren!!!und sehe/höre auch wie 90% der urlauber blind diesem check nachlaufen!!!
Last Minute am 7. Juni 2010 um 20:50
Sehr guter Artikel. Übrigens ist Dein Blog immer einen Besuch wert. Ich komme gern wieder hier vorbei. Hinterlasse einen Kommentar
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