Die schrägsten Urlauber-Fragen - Realsatire für Fremdenführer
geschrieben von zlatan i. (7. Januar 2010)

Sightseeing mit Fremdenführer. Foto: mattbuck4950, Lizenz: creative commonsGute Grundschul- und Kindergartenpädagogen folgen bekanntlich dem Credo, dass es keine „dummen Fragen“ gibt - eine Einstellung, die immer etwas Geduld und Nachsicht erfordert, aber im Umgang mit (Klein-)Kindern nicht allzu schwer fällt.

Auf offenbar unsinnige Fragen sichtlich amüsiert, süffisant lächelnd oder gar mit einem Kopfschütteln zu reagieren, ist aber auch für die meisten Beschäftigten im Dienstleistungssektor der „freien Wirtschaft“ tabu - wenn auch aus einem gänzlich anderen Grund: Hier gilt eben, dass der Kunde König ist und als solcher immer ernst genommen werden muss - wenigstens dem Schein nach. Nicht zuletzt Fremdenführer und andere Tourismusmitarbeiter wissen ein Lied davon zu singen! Lesen Sie hier, mit welchen - in der Regel wohl wirklich erst gemeinten - Fragen manche Touristiker bereits konfrontiert wurden.

Neben echten Evergreens wie „Wann erfolgt die Fütterung des Ungeheuers von Loch Ness?“ gibt es immer wieder Fragen, bei denen sich auch hartgesottene Fremdenverkehrsprofis einen Lachanfall nur schwer verkneifen können. So wurde Jennifer Haz vom Greater Miami Convention & Visitors Bureau mal mit der kniffligen Frage konfrontiert, welcher Strand Miamis am nächsten zum Ozean liege. Und bei Paul Gauger von Visitbritan hat sich bereits ein Tourist erkundigt, warum man in England eigentlich so viele Burgruinen baue.

Auch nicht von schlechten Eltern ist folgende Frage, die Nori Akashi von Japanischen Fremdenverkehrszentrale einem Urlauber „irgendwie“ beantworten musste: „Wie lange dauert eine Fahrt mit den Bullet Train von Tokio nach Korea?“

Dass manche Städte- und Ortsnamen zu ungeahnter Verwirrung führen können, musste z. B. Heather Bryant vom Seattle Convention and Visitors Bureau leidvoll zur Kenntnis nehmen. Ob es in Seattle eine „Fähre nach Downtown“ gäbe und wann die Wale vorbeischwimmen, wollten Touristen von ihr wissen. Des Rätsels Lösung: Die Buchstabenfolge „Sea“ (englisch für Meer) im Namen der nordwest-amerikanischen Binnenstadt suggerierte den Fragestellern offensichtlich, dass die Meeresküste nicht weit sein könne …

Auch rund um die Niederlande gibt es gelegentlich Mißverständnisse. So sah sich Rosina Shiliwala vom Niederländischen Büro für Tourismus & Convention mit einem Urlauber konfrontiert, der eine echte „Tulpenfabrik“ besuchen wollte. Und ein anderer Tourist wollte wissen, ob man über den New Yorker Holland Tunnel in die Niederlande einreisen könne.

Quelle: www.news.com.au

Foto: Sightseeing in London: Urheber: mattbuck4950, Lizenz: creative commons


Kommentare:
1 Kommentar zu "Die schrägsten Urlauber-Fragen - Realsatire für Fremdenführer"
Susi M. am 8. Januar 2010 um 17:52

Das mit der Tulpenfabrik würd mich auch mal interessieren!! :)…Echt zum Schießen! Bitte mehr davon, liebe Reiseführer!


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