Kategorie "Kurioses"

geschrieben von zlatan i. (22. Oktober 2009)
Kategorie: Kurioses
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“Entweder die Leute lieben es sehr oder sie hassen es” - mit diesen Worten fasst die israelische Physiotherapeutin Ada Barak die gespaltene Resonanz auf ihr im wahrsten Wortsinne exotisches Massageangebot zusammen.

“Schlangenmassage” heißt die von ihr konzipierte Massageform, die manch einen sicher vor Ekel erschaudern lässt. Wer dagegen keine Berührungsängste hat - selten passt diese Redewendung besser als an dieser Stelle! -, kann das Ganze bei Frau Barak, deren Spa im nordisraelischen Talmey El’Azar liegt, für schlappe 80 Dollar buchen (die Preisangabe im folgenden Youtube-Video ist veraltet!).

Der Vorgang auf der Massagebank ist leicht beschrieben: Statt der geölten Handflächen einer Masseurin gleiten die glitschigen Körper von sechs (ungiftigen) Schlangen über die nackte Haut des Patienten bzw. Erholungssuchenden. Laut Frau Barak löst die Schlangenmassage nicht nur Verspannungen und lindert Schmerzen, nein, sie vermittelt auch “Energie” und “Sinnlichkeit”. Und, so darf man wohl hinzufügen: das gute Gefühl, mal etwas Besonderes erlebt zu haben.

Frau Baraks Massage-Idee gründet übrigens - so erzählt sie - auf eigenen Beobachtungen in ihrer Besucherfarm für fleischfressende Pflanzen (”Ada Barak’s Carnivorous Plant Farm”). Dort fiel ihr auf, wie sehr es einige Leute lieben, die Kriechtiere, die sich an den Farmpflanzen entlang schlängeln, anzufassen. Get in Touch with the Snake eben.


geschrieben von zlatan i. (12. Oktober 2009)
Kategorie: Kurioses
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sehenswuerdigkeit-zucker Foto: www.dobryden.czWenn man davon spricht, dass touristische Sehenswürdigkeiten durch natürliche oder menschengemachte Umwelteinflüsse (z. B. sauren Regen) gefährdet sind, hat man in der Regel Zeiträume von vielen Jahren oder gar Jahrzehnten im Sinn. Eine Ausnahme von dieser Regel findet man seit Neuestem in der kleinen südböhmischen Stadt Pelhřimov (deutsch Pilgrams). Nach einer Meldung von Radio Prague hat dort ein Student namens Jan Trejbal eine kleine Statue im Freien platziert, die vollständig aus Zucker hergestellt ist.

Wie bereits aus der deutschen Redewendung „aus Zucker sein“ hervorgeht (die bekanntlich „empfindlich sein“, aber auch konkret „keinen Regen vertragen können“ meint), wird dem Kunstwerk kein allzu langes Leben beschieden sein. Aber genau dies ist für Student Trejbal kein Problem, sondern beabsichtigter Effekt. Der Clou seines Arrangements: Dank der herbstlichen Niederschläge ist die Form der kleinen Statue - im wahrsten Sinne des Wortes - im ständigen Fluss, so dass die meisten zeitlich aufeinanderfolgenden Besucher jeweils ein „anderes“ Kunstwerk zu sehen bekommen.

Die Statue ist rund 70 Zentimeter hoch und wiegt rund 50 Kilo. Wie lange es dauern wird, bis das Kunstwerk vollständig „dahingeschmolzen“ ist, bleibt abzuwarten. Vielleicht einige Wochen oder gar Monate. It depends on the weather …

Foto: Student Trejbal mit seinem Werk. Quelle: www.dobryden.cz


geschrieben von zlatan i. (6. Oktober 2009)
Kategorie: Kurioses
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Urinale mit Aquariumblick. Flughafen. Foto: victoriapeckham Fakt oder Fake? Eine seriöse Meldung oder eine Art japanischer Aprilscherz am 1. Oktober? Diese Frage drängt sich spontan auf, wenn man folgende, gegenwärtig durch das englischsprachige Internet geisternde Nachricht liest: Eine japanische Fluglinie namens „All Nippon Airways“ (ANA) bittet seit Anfang Oktober ihre Passagiere, ihre Notdurft doch möglichst vor dem Anbordgehen zu verrichten. Der Hintergedanke bei dem Ganzen: Mit leerer Blase wiegen Passagiere weniger, die Airline spart so Fluggewicht und folglich Kerosinkosten.

Nun ja: Für den Wahrheitsgehalt der Meldung spricht, dass sie vom Auslandsdienst der öffentlichen japanischen Rundfunkanstalt NHK verbreitet wird.

Angesprochen werden sollen danach Fluggäste, die im Terminal-Bereich warten.

Durch die Fluggewichtsreduzierung qua “Blasenentleerung” erhofft man sich eine Verringerung des CO2-Ausstoßes der ANA-Flotte um fünf Tonnen. Angelegt ist die Aktion als einmonatiges Experiment. Bringt das Ganze den nötigen Erfolg und wird von den Passagieren angenommen, ist eine Verlängerung denkbar.

Foto: Urinale mit Aquarium-Blick. Urheber: victoriapeckham. Lizenz: creative commons.


geschrieben von zlatan i. (1. Oktober 2009)
Kategorie: Kurioses
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Touristische Hinweisschilder in Prag. Foto: genvesselWer sich in Prag als Tourist orientieren will, stößt auf eine kleine, sicher überwindbare, aber nichtsdestotrotz interessante Schwierigkeit: Die touristischen Hinweisschilder in der Donaumetropole sind weiterhin - auch 20 Jahre nach der „samtenen Revolution“ - durchgängig einsprachig. Wenn man in der Donaumetropole etwa nach der Prager Burg sucht, sieht man auf den städtischen braunen Hinweisschildern neben einer stilisierten Darstellung der Burg und einem Pfeil, der die Richtung anzeigt, nur die tschechische Aufschrift „Pražský Hrad“. Die englische Bezeichnung „Prague Castle“ - oder gar die deutschsprachige Aufschrift „Prager Burg“ - bekommt man nicht zu lesen. Weitere Beispiele sind der Židovský hřbitov (der Jüdische Friedhof) und der Prašná brána (Pulverturm). Ostdeutsche Touristen mögen diese tschechischen Namen noch aus ihren Vor-89-Reiseführern kennen (in der DDR scheute man aus historischen Gründen eine allzu forsche „Eindeutschung“ tschechischer Bezeichnungen, außerdem waren DDR-Bürgern slawische Sprachen wg. ihrer Schulrussisch-Kenntnisse weniger fremd); andere Besucher aus Westeuropa oder Nordamerika dürften sich dagegen ein wenig wundern.

Interessant ist der Hintergrund des Ganzen. Er zeigt mal wieder, dass in Tschechien Recht und Gesetz ausgesprochen ernst genommen werden. So ernst, dass dies gelegentlich zu echten „Schildbürgerstreichen“ führen kann (nicht umsonst wird Prag gern als „Haupstadt von Kafkaland“ gehänselt*)
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geschrieben von zlatan i. (6. September 2009)
Kategorie: Kurioses
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Eine (wohl nicht nur für deutsche Maßstäbe) reichlich ungewöhnliche Umfrage hat unlängst das schottische Unternehmen Skyscanner durchgeführt. Skyscanner.net, als “europaweit führende Suchmaschine für Flugangebote” bekannt, wollte von Flugkunden wissen:
Lehrerin allein im Klassenraum. Fotor: Editor B. Lizenz: creative commons
Würden Sie mit Ihren Kindern außerhalb der gesetzlichen Schulferien in den Urlaub fahren, wenn Sie der Urlaub dadurch billiger käme? Erstaunliche 66% der Umfrageteilnehmer* antworten mit ja. Nur 31% schlossen dies aus. 3% der Voter gaben andere Antworten.

Dass zwei Drittel der Umfragteilnehmer eine Verletzung der Schulpflicht in Kauf nehmen würden, um von niedigeren Buchungspreisen außerhalb der Hochsaison zu profitieren, wirkt befremdlich. Wahrscheinlich spielten finanzielle Probleme vieler Briten infolge der aktuellen Wirtschaftskrise eine nicht unwesentliche Rolle. Der Familienurlaub ist auch in Großbritannien vielen Menschen “heilig”. Die Gefahr einer schulischen Benachteiligung ihrer Kinder schienen viele Umfrageteilnehmer weniger hoch einzuschätzen.

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geschrieben von zlatan i. (1. September 2009)
Kategorie: Kurioses
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Wer sind die liebsten Hassobjekte britischer Urlauber? Jahrelang bereitete die Antwort auf diese Frage keine Schwierigkeiten: Touristen aus Deutschland. Natürlich. Man denke nur an die berüchtigten Handtuchkriege. Gestern (31. August) allerdings ging nun folgende, recht überraschende Meldung durch die britische und internationale Presse: “Russen in online-Umfrage (von britischen Urlaubern) zu ’schlimmsten Touristen’ gekrönt”. Die Deutschen rangieren demnach nur noch auf Platz zwei der britischen Unbeliebtheitsskala. Was hat es mit dieser Meldung auf sich? Und wie reagierten die Russen auf die “Auszeichnung”?

Nun, Ort der Online-Abstimmung war das britische Portal www.realholidayreports.com. Über 1.000 User hatten laut gestrigen Presseberichten (bis dahin) an der Umfrage teilgenommen, meist Briten, die in Spanien, Griechenland, der Türkei usw. im Urlaub waren. Die auf Nationalitäten bezogene Frage lautete: “Who do you not get on with on holiday?”, also in etwa: “Mit wem kommen Sie im Urlaub gar nicht aus?”. Gut ein Drittel der Teilnehmer - so berichtete die Presse gestern weiter - hatten “The Russians” als Antwort angeklickt. Etwas über 30% entschieden sich mal wieder für “The Germans”. Ein wenig Selbstkritik schimmerte allerdings auch durch: Immerhin 15% stimmten für “The British”.
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geschrieben von zlatan i. (20. August 2009)
Kategorie: Allgemein, Kurioses
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Das Atomium in Brüssel anno 2050? Foto: Shirley Williams Wer öfter Folgen der Science-Fiction Serie Star Track schaut (Nach-Kirk-Generation), kennt mit Sicherheit das sog. “Holodeck”. Allen anderen gibt Wikipedia Auskunft: Ein Holodeck ist ein Raum auf einem Raumschiff “… in dem beliebige virtuelle Welten mittels Holografie-Technik simuliert werden können.” Holodeck-Besucher können derart per Knopfdruck z. B. frühere historische Epochen, aber auch alle aktuellen Urlaubsziele der Erde (und anderer Planeten …) “besuchen”. Prinzip: Gerade ist man noch auf Hawaii - und ein paar Minuten später schon in Beijing oder London. Dass man nicht wirklich in London oder Beijing ist, kann man als Holodeck”reisender” weder sehen noch riechen noch schmecken. Bestenfalls fällt dem einen oder anderen virtuellen Touristen der fehlende Jetlag auf.

So weit, so gut. Bleibt nur die kindlich-naive Frage: Wird es so was irgendwann wirklich geben?
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