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Kategorie "Kurioses"
“Entweder die Leute lieben es sehr oder sie hassen es” - mit diesen Worten fasst die israelische Physiotherapeutin Ada Barak die gespaltene Resonanz auf ihr im wahrsten Wortsinne exotisches Massageangebot zusammen. “Schlangenmassage” heißt die von ihr konzipierte Massageform, die manch einen sicher vor Ekel erschaudern lässt. Wer dagegen keine Berührungsängste hat - selten passt diese Redewendung besser als an dieser Stelle! -, kann das Ganze bei Frau Barak, deren Spa im nordisraelischen Talmey El’Azar liegt, für schlappe 80 Dollar buchen (die Preisangabe im folgenden Youtube-Video ist veraltet!). Der Vorgang auf der Massagebank ist leicht beschrieben: Statt der geölten Handflächen einer Masseurin gleiten die glitschigen Körper von sechs (ungiftigen) Schlangen über die nackte Haut des Patienten bzw. Erholungssuchenden. Laut Frau Barak löst die Schlangenmassage nicht nur Verspannungen und lindert Schmerzen, nein, sie vermittelt auch “Energie” und “Sinnlichkeit”. Und, so darf man wohl hinzufügen: das gute Gefühl, mal etwas Besonderes erlebt zu haben. Frau Baraks Massage-Idee gründet übrigens - so erzählt sie - auf eigenen Beobachtungen in ihrer Besucherfarm für fleischfressende Pflanzen (”Ada Barak’s Carnivorous Plant Farm”). Dort fiel ihr auf, wie sehr es einige Leute lieben, die Kriechtiere, die sich an den Farmpflanzen entlang schlängeln, anzufassen. Get in Touch with the Snake eben.
Wie bereits aus der deutschen Redewendung „aus Zucker sein“ hervorgeht (die bekanntlich „empfindlich sein“, aber auch konkret „keinen Regen vertragen können“ meint), wird dem Kunstwerk kein allzu langes Leben beschieden sein. Aber genau dies ist für Student Trejbal kein Problem, sondern beabsichtigter Effekt. Der Clou seines Arrangements: Dank der herbstlichen Niederschläge ist die Form der kleinen Statue - im wahrsten Sinne des Wortes - im ständigen Fluss, so dass die meisten zeitlich aufeinanderfolgenden Besucher jeweils ein „anderes“ Kunstwerk zu sehen bekommen. Die Statue ist rund 70 Zentimeter hoch und wiegt rund 50 Kilo. Wie lange es dauern wird, bis das Kunstwerk vollständig „dahingeschmolzen“ ist, bleibt abzuwarten. Vielleicht einige Wochen oder gar Monate. It depends on the weather … Foto: Student Trejbal mit seinem Werk. Quelle: www.dobryden.cz
Nun ja: Für den Wahrheitsgehalt der Meldung spricht, dass sie vom Auslandsdienst der öffentlichen japanischen Rundfunkanstalt NHK verbreitet wird. Angesprochen werden sollen danach Fluggäste, die im Terminal-Bereich warten. Durch die Fluggewichtsreduzierung qua “Blasenentleerung” erhofft man sich eine Verringerung des CO2-Ausstoßes der ANA-Flotte um fünf Tonnen. Angelegt ist die Aktion als einmonatiges Experiment. Bringt das Ganze den nötigen Erfolg und wird von den Passagieren angenommen, ist eine Verlängerung denkbar. Foto: Urinale mit Aquarium-Blick. Urheber: victoriapeckham. Lizenz: creative commons.
Interessant ist der Hintergrund des Ganzen. Er zeigt mal wieder, dass in Tschechien Recht und Gesetz ausgesprochen ernst genommen werden. So ernst, dass dies gelegentlich zu echten „Schildbürgerstreichen“ führen kann (nicht umsonst wird Prag gern als „Haupstadt von Kafkaland“ gehänselt*)
Eine (wohl nicht nur für deutsche Maßstäbe) reichlich ungewöhnliche Umfrage hat unlängst das schottische Unternehmen Skyscanner durchgeführt. Skyscanner.net, als “europaweit führende Suchmaschine für Flugangebote” bekannt, wollte von Flugkunden wissen: Dass zwei Drittel der Umfragteilnehmer eine Verletzung der Schulpflicht in Kauf nehmen würden, um von niedigeren Buchungspreisen außerhalb der Hochsaison zu profitieren, wirkt befremdlich. Wahrscheinlich spielten finanzielle Probleme vieler Briten infolge der aktuellen Wirtschaftskrise eine nicht unwesentliche Rolle. Der Familienurlaub ist auch in Großbritannien vielen Menschen “heilig”. Die Gefahr einer schulischen Benachteiligung ihrer Kinder schienen viele Umfrageteilnehmer weniger hoch einzuschätzen.
Wer sind die liebsten Hassobjekte britischer Urlauber? Jahrelang bereitete die Antwort auf diese Frage keine Schwierigkeiten: Touristen aus Deutschland. Natürlich. Man denke nur an die berüchtigten Handtuchkriege. Gestern (31. August) allerdings ging nun folgende, recht überraschende Meldung durch die britische und internationale Presse: “Russen in online-Umfrage (von britischen Urlaubern) zu ’schlimmsten Touristen’ gekrönt”. Die Deutschen rangieren demnach nur noch auf Platz zwei der britischen Unbeliebtheitsskala. Was hat es mit dieser Meldung auf sich? Und wie reagierten die Russen auf die “Auszeichnung”? Nun, Ort der Online-Abstimmung war das britische Portal www.realholidayreports.com. Über 1.000 User hatten laut gestrigen Presseberichten (bis dahin) an der Umfrage teilgenommen, meist Briten, die in Spanien, Griechenland, der Türkei usw. im Urlaub waren. Die auf Nationalitäten bezogene Frage lautete: “Who do you not get on with on holiday?”, also in etwa: “Mit wem kommen Sie im Urlaub gar nicht aus?”. Gut ein Drittel der Teilnehmer - so berichtete die Presse gestern weiter - hatten “The Russians” als Antwort angeklickt. Etwas über 30% entschieden sich mal wieder für “The Germans”. Ein wenig Selbstkritik schimmerte allerdings auch durch: Immerhin 15% stimmten für “The British”.
So weit, so gut. Bleibt nur die kindlich-naive Frage: Wird es so was irgendwann wirklich geben? |
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