Kategorie "Deutschland"

geschrieben von Veto (10. Mai 2010)
Kategorie: Deutschland
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Mit dem Rad entdeckt: Flohmarkt am Prenzlauer BergWer Berlin entdecken möchte, der sollte bereits im Vorfeld überlegen, welches Verkehrsmittel für ihn persönlich die beste Wahl ist, um zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zu gelangen. Für alle Besucher, die im Innenstadtbereich zwischen Prenzlauer Berg, Alexanderplatz, Kreuzberg und Kurfürstendamm unterwegs sein möchten, fällt das Auto vernünftigerweise aus - es sein denn, man möchte von einem Parkhaus ins nächste fahren und sich unterwegs hauptsächlich auf den dichten Verkehr konzentrieren. Eine entspannte Städtereise sieht anders aus.
In den U-Bahnen Berlins bekommen Gäste auch nicht allzu viel von der Stadt mit. Es ist auch nicht immer die reine Freude in vollbesetzten S-Bahnen oder Bussen unterwegs zu sein, obwohl für einen Gutteil der in- und ausländischen Berlinbesucher öffentliche Verkehrsmittel die erste Wahl sind. Den kompletten Beitrag lesen »


geschrieben von zlatan i. (7. April 2010)
Kategorie: Deutschland
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Nibelungenhalle, Königswinter, FrontansichtFast Hundert Jahre hat Sie inzwischen auf dem Buckel, die „Nibelungenhalle“ in Königswinter, die anno 1913 anlässlich des 100. Geburtstages des Komponisten Richard Wagner eröffnet wurde.
Der eigentümliche Kuppelbau liegt auf halber Wegstrecke hoch zum Drachenfels - jenem mystischen Ort über dem Rhein, an dem der junge Siegfried laut Nibelungensage den Drachen erschlug und durch ein Bad im Blut der Bestie Unverwundbarkeit erlangte (keine völlige allerdings, wie man weiß). Wichtigstes Ausstellungelement im Inneren der Halle - die eine Art „Gedächtnistempel“ für Wagner darstellt - ist eine Sammlung von Gemälden zu Wagners Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“ und zu Wagners Gralsoper „Parsifal“. Geschaffen wurden die Gemälde von einem völkisch-esoterischen Künstler namens Hermann Hendrich. Im Jahre 1933, zu Wagners 50. Todestag, hat man im Außenbereich der Halle noch eine „Drachenhöhle“ errichtet. Seit 1958 gehört zudem ein sehenswerter kleiner Reptilienzoo zum Gesamtkomplex.
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geschrieben von zlatan i. (14. Januar 2010)
Kategorie: Deutschland
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Wenn man häufiger hört, man sei ein “alter Sack” und gehöre eigentlich ins “Museum”, hat man seine beste Zeit wahrscheinlich schon hinter sich. Doch der Zusammenhang “alter Sack” und “Museum” taucht nicht nur in derart unerfreulichen Zusammenhängen auf. In dem kleinen Städtchen Nieheim im oberen Weserbergland (Nordrhein-Westfalen) gibt es ein echtes Sackmuseum, das mit seinen etwa 700 Exponaten allerlei Interessantes und Überraschendes zu bieten hat.

Das Spektrum der ausgestellten Säcke reicht vom wohl kleinsten Postsack der Welt, der nur ein paar Zentimeter misst, bis zu einem riesigen Exemplar in Form eines Hopfensacks.

Zudem zeigt das Sackmuseum - deutschlandweit das einzige seiner Art - nicht nur Exponate, die zum Transport genutzt wurden. So gibt es z. B. auch einem “Luftsack”, sprich: ein älteres Airbag, und eine LP von Erna Sack zu sehen. Bei Frau Sack handelt es sich um eine Opernsängerin aus den 1930er Jahren.
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geschrieben von Veto (19. Oktober 2009)
Kategorie: Deutschland
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Lokomobil im Freilichtmuseum HagenOb am Wochenende oder in den Ferien, es ist immer eine gutes Gefühl etwas Sinnvolles und Besonderes unternommen zu haben, vor allem dann, wenn es zudem der ganzen Familie Spaß gemacht hat. So ein Gefühl stellt sich nach einem Besuch im Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik ein.

Das Museum findet sich in der Region Westfalen-Lippe, am südöstlichen Rand des Ruhrgebiets, an den Ausläufern des Sauerlandes. Das Freilichtmuseum ist das einzige echte Handwerks- und Industriemuseum in Europa. In etwa 60 alten Werkshallen, Fachwerkshäusern oder Mühlen kann man lernen, wie unsere Vorfahren gearbeitet haben, wie viele Arbeitsschritte für die Herstellung eines Nagels, eines Stück Papiers oder eines Blechs nötig waren. Je nach Alter der Maschinen wurden sie zu ihrer Zeit mit Wasserkraft, Dampf oder Strom betrieben.

So mancher Großvater kann seinen Kindern oder Enkeln im Museum verdeutlichen, wie das Arbeitsleben vor einigen Jahrzehnten aussah. Und das Beste ist: Hier, quasi vor Ort, wird ihm zugehört, hier sieht und begreift jeder Zuhörer was gemeint ist, wie die Maschinen damals funktioniert haben.

Viele Werkstätten widmen sich der Metallverarbeitung, zum Beispiel Gießereien, Walz- und Hammerwerke. Den kompletten Beitrag lesen »


geschrieben von zlatan i. (23. September 2009)
Kategorie: Allgemein, Deutschland
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Hungriger Karpfen. Foto: 3268zauber, Lizenz: creative commonsWer sich schon immer gefragt hat (und vielleicht bei der Zubereitung seines Weihnachtskarpfens bald wieder fragen wird), was man aus Karpfen kulinarisch so alles machen kann, sollte die laufenden „Aischgründer Karpfenschmeckerwochen“ besuchen. Noch bis zum 8. November erstreckt sich die 31. Ausgabe der traditionellen Kulinarik-Wochen, auf denen in 20 Karpfenschmecker-Restaurants nichts als echter Aischgründer Karpfen serviert wird - dies aber in allen denkbaren Variaten der Zubereitung.

Ort des Geschehens ist die „Karpfenhochburg“ im westlichen Mittelfranken um Neustadt a.d. Aisch und die Kurstadt Bad Windsheim. Die Aischgründer Karpfen, eine hochrückige und schuppenarme Züchtung von Zisterziensermönchen, werden im Aischgrund und in den benachbarten Naturparks Steigerwald und Frankenhöhe in rund 1.500 Weihern aufgezogen. Die Tiere können dort artgerecht ihr Futter im schlammreichen Teichgrund suchen und drei Jahre lang wachsen. Nur Karpfen, die derart aufgezogen wurden, kommen bei den Karpfenschmeckerwochen auf den Tisch. Und auch die Karpfen-Saison ist streng nach traditionellen Vorgaben reguliert. Aischgründer Karpfen wird nur in den „r“-Monaten, sprich: von September bis April, gereicht
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geschrieben von zlatan i. (16. September 2009)
Kategorie: Deutschland, Reiseberichte
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Varus-Bronzeskulptur in Haltern am See„2.000 Jahre Varusschlacht“ ist zweifellos das historische Top-Thema des Jahres (Zeitgeschichte sei hier einmal ausgespart). Und wer - wie ich - das Glück hat, in Nordrhein-Westfalen zu wohnen, für den liegen alle Ausstellungsorte zur Varusschlacht (bzw. zur „Schlacht im Teutoburger Wald“) in leicht erreichbarer Nähe.

Besuche in Detmold (Hermannsdenkmal und Sonderausstellung „Mythos Arminuis“ im Lippischen Landesmuseum), in Haltern am See (u. a. Sonderausstellung „Imperium“ in der Halterner Seestadthalle) sowie in Kalkriese (Museum und Park Kalkriese, Sonderausstellung “Konflikt”) gehören für mich daher in diesem Jahr zum „Pflichtprogramm“.

Nachdem ich vor zwei Wochen bereits das Hermannsdenkmal besucht hatte (im Rahmen einer Wanderung über die Hermannshöhen), ging es diesmal nach Haltern am See.

Haltern ist heute eine kleine, eher unbedeutende Stadt im nördlichen Ruhrgebiet mit 38.000 Einwohnern. Zur Zeit der Varusschlacht war die Rolle der Stadt ungleich gewichtiger: Die Römer hatten Haltern (aller historischen Wahrscheinlichkeit nach) die Rolle des Verwaltungs- und Militärzentrums ihrer (wahrscheinlich) geplanten „Provinz Germanien“ zugedacht. Dass man sich in der Ausstellung „Imperium“ auffällig viel Mühe gibt, das einseitig negative Bild zu relativieren, das die frühe deutsche Geschichtsschreibung vom Statthalter Quinctilius Varus zeichnete (und von römischen Autoren übernommen hatte), könnte man insofern als Ausdruck später Dankbarkeit interpretieren. Haltern als eine der wichtigsten Städte Germaniens - diese Vorstellung mag manchem Halterner schmeicheln. Kapitole der neuen Provinz sollte allerdings vermutlich Köln werden. Den kompletten Beitrag lesen »


geschrieben von VivaUrlaub (14. September 2009)
Kategorie: Deutschland, Meist gelesen:, Ärgerliches
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Vor kurzem erhielt ich einen Anruf von einem Callcenter. Der junge Mann am anderen Ende der Leitung teilte mir mit, dass ich bei einem TV-Gewinnspiel einen Reisegutschein für eine 7-tägige Reise nach Zypern gewonnen habe. ‘Toll, Zypern!’, dachte ich, doch gleichzeitig machten sich auch Zweifel in mir breit. Ich konnte mich nicht daran erinnern, an besagtem Gewinnspiel teilgenommen zu haben. Trotz aller Bedenken, überwog jedoch die Neugier und so lies ich mir den Gutschein zuschicken.

Zwei Wochen später lag der vermeintliche Gewinn endlich in der Post. Eigentlich sah alles ganz gut aus – auf den ersten Blick zumindest. Beim Anruf hatte man mir bereits mitgeteilt, dass es sich nur um einen Hotelgutschein ohne Flug handele. Diesen könne ich aber für nur 199 Euro hinzubuchen. Das macht 398 Euro für zwei Personen, denn wer alleine fahren möchte, zahlt nochmal 99 Euro Zuschlag für das Einzelzimmer. Dafür wohnt man immerhin im 4-Sterne Luxushotel, aber in welchem? Als Beispiel (!) wurde das 4-Sterne-Hotel Vrissiana genannt. Doch wo man am Ende untergebracht wird, erfährt man erst auf Zypern – toll, da hat man den Überraschungseffekt einer Glücksreise gleich inklusive!

Dann schaute ich mir die Gültigkeitsdauer des Gutscheins an, immerhin blieb mir noch bis Mitte Februar Zeit zur Buchung. Aber Moment mal, buchen konnte ich nur bestimmte Termine in der Nebensaison und lediglich in den eher kalten Monaten Dezember und Januar sollte ich keinen Aufpreis zahlen. Das macht dann, wenn man im März fährt, gleich nochmal 118 Euro mehr für zwei Personen. Und bei genauerem Betrachten der Abflughäfen stellte ich fest, dass es zwar eine große Auswahl gab, doch dass (außer beim Flughafen Dresden) eine Flughafensicherungsgebühr von 29-35 Euro anfällt, also nochmal 58 bis 70 Euro Mehrkosten. Ich rechnete nach und war bereits bei 287 Euro Kosten pro Person. 99 Euro pro Person kämen noch dazu, wenn ich Halbpension wählen würde, schließlich hatte ich nur Übernachtung mit Frühstück gewonnen. Allmählich wurde mir klar, dass der vermeintliche Gewinn gar keiner war, sondern nur ein Lockangebot.
Ich überprüfte bei www.urlaub-im-web.de wie viel mich ein Pauschalurlaub im 4-Sterne-Hotel auf Zypern normalerweise kosten würde. Im Dezember fand ich Angebote ab 400 Euro, im Januar sogar ab 351 Euro und wer im März fahren möchte, findet Preise ab 407 Euro – Halbpension inklusive. Und während bei Bonusreisen der „Rechtsweg ausgeschlossen“ ist, muss man bei einer Pauschalreise nicht auf seine Rechte verzichten.

Bei Nachforschungen stellte ich fest, dass schon Viele einen Gutschein von Bonusreisen erhalten haben. Manche fühlten sich abgezockt (sie traten die Reise an und mussten an Verkaufsveranstaltungen teilnehmen, von denen man sich auch für einen Aufpreis von 50-90 Euro freikaufen konnte oder wurden in abgelegenen Hotels untergebracht), andere verlebten einen schönen Urlaub. Bei der Verbraucherzentrale Hamburg steht Bonusreisen jedoch seit Dezember 2005 auf der schwarzen Liste (Stand: 19.08.2009), gerade wegen der ganzen Aufpreise.

Ich werde den Gutschein jedenfalls nicht einlösen, da suche ich mir lieber selbst ein Angebot raus, fliege wann und wohin ich möchte und bezahle am Ende wahrscheinlich genauso viel wie bei meinem „Gewinn“.

Feststellung zu den folgenden Kommentaren:
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geschrieben von zlatan i. (2. September 2009)
Kategorie: Deutschland
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teutoburger-waldWar der 31. August hierzulande der letzte “richtige” Sommertag 2009? Meteorologisch endet der Sommer bekanntlich am 1. September, kalendarisch allerdings erst drei Wochen später. Das Wetter Anfang September und die aktuellen Wetterprognosen geben - zumindest hier in NRW - leider eher den Meteorologen recht.

Wie dem auch sei: Ich machte mich am letzten Augusttag noch mal auf einem sommerlichen Mini-Ausflug. Ziel war der südliche Teutoburger Wald bei Detmold, genauer: die Grotenburg, jener Berg, auf dem das Hermannsdenkmal steht.

Die Varusschlacht sollte am diesem Tag allerdings nicht das (Haupt-)Thema sein. Wandern und lockeres Sightseeing stand auf dem Programm. Dass es im Lippischen Landesmuseum von Detmold eine Ausstellung zum “Mythos” Varusschlacht gibt, die gute Kritiken bekommt, war mir bekannt. Allerdings schien mir der Herbst die bessere Jahreszeit für einen Museumsbesuch.
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