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Kategorie "Deutschland"
Wenn man häufiger hört, man sei ein “alter Sack” und gehöre eigentlich ins “Museum”, hat man seine beste Zeit wahrscheinlich schon hinter sich. Doch der Zusammenhang “alter Sack” und “Museum” taucht nicht nur in derart unerfreulichen Zusammenhängen auf. In dem kleinen Städtchen Nieheim im oberen Weserbergland (Nordrhein-Westfalen) gibt es ein echtes Sackmuseum, das mit seinen etwa 700 Exponaten allerlei Interessantes und Überraschendes zu bieten hat. Das Spektrum der ausgestellten Säcke reicht vom wohl kleinsten Postsack der Welt, der nur ein paar Zentimeter misst, bis zu einem riesigen Exemplar in Form eines Hopfensacks. Zudem zeigt das Sackmuseum - deutschlandweit das einzige seiner Art - nicht nur Exponate, die zum Transport genutzt wurden. So gibt es z. B. auch einem “Luftsack”, sprich: ein älteres Airbag, und eine LP von Erna Sack zu sehen. Bei Frau Sack handelt es sich um eine Opernsängerin aus den 1930er Jahren.
Das Museum findet sich in der Region Westfalen-Lippe, am südöstlichen Rand des Ruhrgebiets, an den Ausläufern des Sauerlandes. Das Freilichtmuseum ist das einzige echte Handwerks- und Industriemuseum in Europa. In etwa 60 alten Werkshallen, Fachwerkshäusern oder Mühlen kann man lernen, wie unsere Vorfahren gearbeitet haben, wie viele Arbeitsschritte für die Herstellung eines Nagels, eines Stück Papiers oder eines Blechs nötig waren. Je nach Alter der Maschinen wurden sie zu ihrer Zeit mit Wasserkraft, Dampf oder Strom betrieben. So mancher Großvater kann seinen Kindern oder Enkeln im Museum verdeutlichen, wie das Arbeitsleben vor einigen Jahrzehnten aussah. Und das Beste ist: Hier, quasi vor Ort, wird ihm zugehört, hier sieht und begreift jeder Zuhörer was gemeint ist, wie die Maschinen damals funktioniert haben. Viele Werkstätten widmen sich der Metallverarbeitung, zum Beispiel Gießereien, Walz- und Hammerwerke. Den kompletten Beitrag lesen »
Ort des Geschehens ist die „Karpfenhochburg“ im westlichen Mittelfranken um Neustadt a.d. Aisch und die Kurstadt Bad Windsheim. Die Aischgründer Karpfen, eine hochrückige und schuppenarme Züchtung von Zisterziensermönchen, werden im Aischgrund und in den benachbarten Naturparks Steigerwald und Frankenhöhe in rund 1.500 Weihern aufgezogen. Die Tiere können dort artgerecht ihr Futter im schlammreichen Teichgrund suchen und drei Jahre lang wachsen. Nur Karpfen, die derart aufgezogen wurden, kommen bei den Karpfenschmeckerwochen auf den Tisch. Und auch die Karpfen-Saison ist streng nach traditionellen Vorgaben reguliert. Aischgründer Karpfen wird nur in den „r“-Monaten, sprich: von September bis April, gereicht
Besuche in Detmold (Hermannsdenkmal und Sonderausstellung „Mythos Arminuis“ im Lippischen Landesmuseum), in Haltern am See (u. a. Sonderausstellung „Imperium“ in der Halterner Seestadthalle) sowie in Kalkriese (Museum und Park Kalkriese, Sonderausstellung “Konflikt”) gehören für mich daher in diesem Jahr zum „Pflichtprogramm“. Nachdem ich vor zwei Wochen bereits das Hermannsdenkmal besucht hatte (im Rahmen einer Wanderung über die Hermannshöhen), ging es diesmal nach Haltern am See. Haltern ist heute eine kleine, eher unbedeutende Stadt im nördlichen Ruhrgebiet mit 38.000 Einwohnern. Zur Zeit der Varusschlacht war die Rolle der Stadt ungleich gewichtiger: Die Römer hatten Haltern (aller historischen Wahrscheinlichkeit nach) die Rolle des Verwaltungs- und Militärzentrums ihrer (wahrscheinlich) geplanten „Provinz Germanien“ zugedacht. Dass man sich in der Ausstellung „Imperium“ auffällig viel Mühe gibt, das einseitig negative Bild zu relativieren, das die frühe deutsche Geschichtsschreibung vom Statthalter Quinctilius Varus zeichnete (und von römischen Autoren übernommen hatte), könnte man insofern als Ausdruck später Dankbarkeit interpretieren. Haltern als eine der wichtigsten Städte Germaniens - diese Vorstellung mag manchem Halterner schmeicheln. Kapitole der neuen Provinz sollte allerdings vermutlich Köln werden. Den kompletten Beitrag lesen »
Vor kurzem erhielt ich einen Anruf von einem Callcenter. Der junge Mann am anderen Ende der Leitung teilte mir mit, dass ich bei einem TV-Gewinnspiel einen Reisegutschein für eine 7-tägige Reise nach Zypern gewonnen habe. ‘Toll, Zypern!’, dachte ich, doch gleichzeitig machten sich auch Zweifel in mir breit. Ich konnte mich nicht daran erinnern, an besagtem Gewinnspiel teilgenommen zu haben. Trotz aller Bedenken, überwog jedoch die Neugier und so lies ich mir den Gutschein zuschicken. Zwei Wochen später lag der vermeintliche Gewinn endlich in der Post. Eigentlich sah alles ganz gut aus – auf den ersten Blick zumindest. Beim Anruf hatte man mir bereits mitgeteilt, dass es sich nur um einen Hotelgutschein ohne Flug handele. Diesen könne ich aber für nur 199 Euro hinzubuchen. Das macht 398 Euro für zwei Personen, denn wer alleine fahren möchte, zahlt nochmal 99 Euro Zuschlag für das Einzelzimmer. Dafür wohnt man immerhin im 4-Sterne Luxushotel, aber in welchem? Als Beispiel (!) wurde das 4-Sterne-Hotel Vrissiana genannt. Doch wo man am Ende untergebracht wird, erfährt man erst auf Zypern – toll, da hat man den Überraschungseffekt einer Glücksreise gleich inklusive! Dann schaute ich mir die Gültigkeitsdauer des Gutscheins an, immerhin blieb mir noch bis Mitte Februar Zeit zur Buchung. Aber Moment mal, buchen konnte ich nur bestimmte Termine in der Nebensaison und lediglich in den eher kalten Monaten Dezember und Januar sollte ich keinen Aufpreis zahlen. Das macht dann, wenn man im März fährt, gleich nochmal 118 Euro mehr für zwei Personen. Und bei genauerem Betrachten der Abflughäfen stellte ich fest, dass es zwar eine große Auswahl gab, doch dass (außer beim Flughafen Dresden) eine Flughafensicherungsgebühr von 29-35 Euro anfällt, also nochmal 58 bis 70 Euro Mehrkosten. Ich rechnete nach und war bereits bei 287 Euro Kosten pro Person. 99 Euro pro Person kämen noch dazu, wenn ich Halbpension wählen würde, schließlich hatte ich nur Übernachtung mit Frühstück gewonnen. Allmählich wurde mir klar, dass der vermeintliche Gewinn gar keiner war, sondern nur ein Lockangebot. Bei Nachforschungen stellte ich fest, dass schon Viele einen Gutschein von Bonusreisen erhalten haben. Manche fühlten sich abgezockt (sie traten die Reise an und mussten an Verkaufsveranstaltungen teilnehmen, von denen man sich auch für einen Aufpreis von 50-90 Euro freikaufen konnte oder wurden in abgelegenen Hotels untergebracht), andere verlebten einen schönen Urlaub. Bei der Verbraucherzentrale Hamburg steht Bonusreisen jedoch seit Dezember 2005 auf der schwarzen Liste (Stand: 19.08.2009), gerade wegen der ganzen Aufpreise. Ich werde den Gutschein jedenfalls nicht einlösen, da suche ich mir lieber selbst ein Angebot raus, fliege wann und wohin ich möchte und bezahle am Ende wahrscheinlich genauso viel wie bei meinem „Gewinn“. Feststellung zu den folgenden Kommentaren:
Wie dem auch sei: Ich machte mich am letzten Augusttag noch mal auf einem sommerlichen Mini-Ausflug. Ziel war der südliche Teutoburger Wald bei Detmold, genauer: die Grotenburg, jener Berg, auf dem das Hermannsdenkmal steht. Die Varusschlacht sollte am diesem Tag allerdings nicht das (Haupt-)Thema sein. Wandern und lockeres Sightseeing stand auf dem Programm. Dass es im Lippischen Landesmuseum von Detmold eine Ausstellung zum “Mythos” Varusschlacht gibt, die gute Kritiken bekommt, war mir bekannt. Allerdings schien mir der Herbst die bessere Jahreszeit für einen Museumsbesuch. |
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