Archiv für November, 2010

geschrieben von zlatan i. (24. November 2010)
Kategorie: Deutschland
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Karneval für ImisDie Bräuche und Sitten des Kölner Karnevals wirken auf Zugereiste seltsam, ja mitunter befremdlich. Viele „Imis“, also Kölner Bürger, die nicht in der Domstadt geboren und aufgewachsen sind, fliehen während der tollen Tage genervt in entfernte Regionen. Andere, wahrhaft „intregrationswillige“ Imis, bleiben, machen - zunächst widerwillig - mit und hoffen, sich irgendwann doch „auch im Innersten“ mit dem bunten, lauten und alkoholschwangeren Treiben (das, so hat man ihnen erzählt, überdies von Humor geprägt sein soll) anfreunden zu können.

Die Frage, warum der Kölner Karneval, wenn er für Außenstehende doch so viel „schwer Verdauliches“ produziert (um es milde auszudrücken), alljährlich Tausende Karnevalstouristen aus ganz Deutschland anlockt, steht auf einem anderen Blatt. Jedenfalls handelt es sich nicht (bzw. nicht im nennenswerten Umfang) um emigrierte Urkölner, die während der Tollen Tage zurück in ihre Mutter- und Vaterstadt kommen. Augenscheinlich geht vom Kölner Karneval doch eine „schwer begreifliche“ Anziehungskraft aus. Aus „befremdlich“ wird „strange“ - und schnell ist man auch bei „faszinierend“. Andere Karnevalstouristen wollen dagegen wohl nur viel saufen und laut sein (so, wie sie es zu Hause nicht dürfen).

Für alle, die sich auf den Kölner Karneval einlassen wollen/müssen (und sich mehr Gedanken machen als die Vertreter der Hardcore-Sauffraktion), gibt es jetzt ein empfehlenswertes Buch. Den kompletten Beitrag lesen »


geschrieben von zlatan i. (18. November 2010)
Kategorie: Allgemein
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Historische Koffer, Gepäckstücke. Foto: FaceMePLSAls stille, zuverlässige und allzeit verfügbare Reisebegleiter verrichten Koffer und andere Gepäckstücke seit Jahrhunderten klaglos ihren Dienst. Aber wird es ihnen gedankt? Leider eher selten.
Besondere Aufmerksamkeit seitens Normalreisender (sprich: eine ansatzweise gebührende Anerkennung) erfahren die unentbehrlichen Helfer meist nur dann, wenn sie mal abhanden kommen (Diebstahl, Stehenlassen im Bahnhofscafe, Schlamperei bei der Gepäckausgabe). Bei Busfahrern und Gepäckträgern mündet die Ignoranz Koffern gegenüber sogar in offene Brutalität: Gepäckstücke werden mit derart rücksichtsloser Wucht in Kofferräume oder auf Gepäckbänder geschleudert, dass man froh sein muss, dass Koffer nicht schreien können!
Ein weiterer unerfreulicher Teilaspekt im Verhältnis Mensch-Gepäck: Von Berufs wegen argwöhnische Zoll- und Sicherheitsbeamte blicken nur unter einem einzigen Aspekt auf Koffer: Sie könnten dazu dienen, gefährliche Waffen oder Schmuggelware zu transportieren. Nicht sehr schmeichelhaft fürs Gepäck, permanent der „Beihilfe zur Straftat“ verdächtigt zu werden!
Bleiben Kofferdiebe, die ja stets die Nähe unserer Gepäckstücke suchen und sie “ganz für sich haben” wollen. Sind sie die wahren Freunde des Koffers? Leider nein, denn es handelt sich um eine optische Täuschung: Den zwielichtigen Gestalten geht es nicht um die Koffer, sondern einzig und allein um deren wertvollen Inhalt. Schön für diese Sorte von Kriminellen, dass sie ihr Diebesgut gleich bequem vom Tatort wegtragen können.
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geschrieben von zlatan i. (9. November 2010)
Kategorie: Ärgerliches
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London, Gatwick Airport, Warteschlange. Foto: Lars Plougmann, Lizenz: creative commonsDie grassierende Terror-Hysterie an internationalen Flughäfen - namentlich in den USA und Großbritannien - geht inzwischen vielen Menschen gegen den Strich. Ein Grund dafür ist, dass man immer weniger weiß, was man von den dubiosen „gescheiterten Anschlagsplänen“ halten soll, die westliche Geheimdienste beinahe im Wochentakt „aufdecken“. Nicht wenige Beobachter deuten das permanente Hochkochen der Terrorangst als gezieltes politisches Manöver, das u. a. der Legitimierung der westlichen Kriegseinsätze im Irak und in Afghanistan dienen soll.

Aber nicht nur die große Politik, auch kleine Trittbrettfahrer scheinen gelegentlich von der geschürten Terrorangst und dem immer länger werdenden Rattenschwanz von „Sicherheitsmaßnahmen“ zu profitieren. Neuestes Beispiel: Am London-Lutan Airport werden die strengen Sicherheitsbestimmungen indirekt zur Abzocke von Passagieren genutzt. Die behauptet jedenfalls ein Sicherheitsmitarbeiter des Flughafens, wie das britische Internetportal “This is Money” jüngst berichtete.
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geschrieben von Veto (5. November 2010)
Kategorie: Niederlande
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Musikpavillon in RoermondRoermond ist eine Stadt mit über 50.000 Einwohnern im Osten der Niederlanden, direkt hinter der Grenze zu Deutschland…Aber, was heißt hier Grenze, von der war schon in den letzten Jahren kaum noch was zu sein, nur noch einige Geschäfte mit billigem Kaffee und eine Frittenbude erinnerten an Grenze, Passkontrolle und Warteschlangen. Seit die Autobahn bis Roermond fertig ist, ist nun gar nichts mehr zu erkennen, außer den niederländischen Straßenschildern, natürlich. Also von Köln, Düsseldorf, Duisburg, Mönchengladbach… kommend ist man in 20-50 Minuten dort, und das hat sich auch herumgesprochen. In der Innenstadt von Roermond hört man viel Deutsch, aber noch viel mehr im Designer Outletcenter der Stadt. Aus einem ehemaligen Kasernengelände wurde eine Kleinstadt für Shoppingfans mit Boutiquen für Mode, Schuhe, Sport Outdoor, Porzellan, Handwerker usw. Den kompletten Beitrag lesen »