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Berlin - wo Deutschland und die Welt Urlaub machen

Blick auf Berlin Mitte. ©Foto: www.berlin-tourist-information.de

Berlin ist die jüngst Hauptstadt aller EU-Staaten, erst seit der Wiedervereinigung hat sie den Status Hauptstadt. Aber Berlin wirkt auch auf Besucher jung. Dieser optische Eindruck wird duch die vielen Neubauten, die man in der Stadt sieht hervorgerufen. Keine bedeutende euopäische Stadt bot und bietet Architekten soviel Entfaltungsmöglichkeit wie Berlin, schließlich wollen die Lücken an der ehemaligen Berliner Mauer und die vielen Brachflächen im Ostteil der Stadt geschlossen werden. Und da eine neue Hauptstadt auch für große Firmen und Investoren sehr interessant war und ist, ist auch ausreichend Geld vorhanden, um eine große Anzahl von Projekten zu verwirklichen.

Die Metropole Berlin:einige Zahlen

Berlin hat eine Ausdehnung von rund 890 Quadratkilometern Fläche. Dies entspricht der neunfachen Größe von Paris. Die Stadtgrenze umfasst 234 Kilometer und erst bei einer Fahrt auf dem Autobahnring um Berlin wird einem bewusst, um welche Dimensionen es sich hier handelt. In diesem Ballungsraum leben 3,4 Millionen Menschen.

Nach der Grenzöffnung am 9. November 1989 hat für Berlin eine neue Zeitrechnung begonnen, deren markanteste Daten die Wiedervereinigung Deutschlands 1990, die Hauptstadt-Entscheidung 1991 und der Umzug von Regierung und Parlament in die ehemals historische Mitte der Stadt darstellen. Letzterer wurde 1999 vollzogen.

Die Stadt besteht heute aus zwölf selbstständig verwalteten Bezirken (ehemals 23) mit eigenen großstädtischen Dimensionen. Sie unterscheiden sich durch ihre Größe und haben einen eigenen, individuellen Charakter. Die Bezirke besitzen eigene Rathäuser, Marktplätze und Dienstleistungszentren. Die Erklärung für dieses Phänomen liegt in der geschichtlichen Entwicklung Berlins, das 1920 aus acht Städten, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirken als Großberlin entstanden ist. Im Jahre 1237 wurde die Stadt erstmals urkundlich erwähnt, nachdem die beiden Kaufmannssiedlungen Cölln und Berlin zusammen geschlossen wurden.

Berlin nach Ende der Teilung

Der Reichstag in Berlin. ©Foto: www.berlin-tourist-information.de

Berlin, im Herzen Europas, war und ist von jeher ein zentraler Ort für Reisende aus aller Welt. Der Potsdamer Platz der 30er Jahre war der verkehrsreichste Platz Europas. Hier stand auch die erste Verkehrsampel, die heute als Replik an dieser Stelle erneut zu bewundern ist. Am Potsdamer Platz wurden nach fast drei Jahrzehnten mauerbedingter Verödung neue verkehrstechnische und städtebauliche Visionen für das Berlin des dritten Jahrtausends entwickelt. Das Areal spiegelt den Auf- und Umbruch der gesamten Stadt wider. Geographisch liegt Berlin nach der Wiedervereinigung an der Schnittstelle zwischen Ost und West in Europa.

 

Weltweite traurige Berühmtheit hat die Stadt fast 30 Jahre durch die "Berliner Mauer" erlangt. Einige Reste der alten Grenzbefestigungsanlage können auch heute noch besichtigt werden, z.B. an der East Side Gallery, in der Bernauer Straße, am Preußischen Landtag und in Prenzlauer Berg. Doch Berlin ist schon lange nicht mehr die "Mauerstadt". Mehr als anderhalb Jahrzehnte nach der Öffnung der Grenze hat die einstige "Werkstatt der Einheit" ihr Image neu definiert. Berlin steht heute für hochkarätige Architektur, Modernität und Tempo. Die deutsche Hauptstadt, die ihr Gesicht auch weiterhin verändern wird, ist für den Tourismus interessanter denn je.

"Urlaub im Grünen"

Schon beim Anflug empfängt Berlin seine Besucher mit einem faszinierenden Landschaftsbild aus weiten Seen, Parks und Wäldern. Mehr als ein Drittel des Stadtgebietes besteht aus Parks, Wald und Wasser. Der größte See ist der Müggelsee mit 750 Hektar Wasserfläche. Durch die Stadt zieht sich eine Kette von Seen wie z.B. Tegeler- und Wannsee, die durch ein System von Flüssen (Havel und Spree) und Kanälen verbunden sind. Spree-Athen verfügt bekanntlich über mehr Brücken als Venedig. Der Berliner kann Nord- und Ostsee direkt mit dem Boot erreichen.


Berlin ist die grünste Großstadt Deutschlands, d.h. hier gibt es mehr inner-städtische Wälder, Parks und Anpflanzungen als anderswo. Für die sprichwörtliche "Berliner Luft" sorgen vor allem innerstädtische Parks wie der Tiergarten, der Botanische Garten und der Zoologische Garten, der der artenreichste und flächenmäßig größte Europas ist.

Berlin - die Kulturstadt Europas

Nicht von ungefähr war Berlin 1988 offizielle Kulturstadt Europas - inoffiziell ist sie es eigentlich immer. Kulturelle Ereignisse von internationalem Rang sind fester Bestandteil des Berliner Alltags: die Internationalen Filmfestspiele, die über ein weltweites Renommee verfügen, 135 Theater und Bühnen, drei Opernhäuser, eine Vielzahl von Varietés und Musical-Häusern. Die weltweiten Kultur-Botschafter Berlins - die Berliner Philharmoniker - haben mit Sir Simon Rattle als Chefdirigenten und Künstlerischen Leiter einen wahren Global Player an der Spitze.


Die musikalische Palette beinhaltet aber auch Kleinkunst in diversen Folklorekneipen, eine ausgeprägte Rock- und Jazzszene mit vielen Clubs und Großveranstaltungshäusern. Berlin hat mit der Waldbühne die schönste Open-Air-Bühne Europas, die in den Sommermonaten allabendlich bis zu 22.000 Besucher zu den Veranstaltungen aus den Bereichen Klassik, Rock und Film in ihren Bann zieht.


"Urlaub in Berlin" - Teil II...



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